Viele Kuchenrezepte gelingen ganz ohne Backen, viele kommen auch ohne das nervende Teigkneten aus. Torten aus dem Kühlschrank sind schnell gemacht, spart man sich doch die Backzeit und die Zeiten fürs Vorheizen und schlussendlich auch fürs Auskühlen. Die Böden werden hier meist aus Cornflakes, Kekskrümeln, Löffelbiskuit oder Schokolade hergestellt. Für den Belag sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Sommerliche Obsttorten lassen sich genauso leicht und einfach zaubern wie traditionelle Käsesahnetorten oder ausgefallene Mascarponekreationen.

Für den Spontanbesuch sind sie allerdings weniger gut geeignet, denn die meisten Kühlschranktorten müssen eben eine gewisse Zeit kalt stehen, um ausreichend Festigkeit zu bekommen. 

Böden für die Kühlschranktorte

  • Keksboden: Kekskrümel sind der Hauptbestandteil eines knackigen Keksbodens. Dafür kann so gut wie jede Keksart verwendet werden. Butterkekse sind wegen ihres neutralen Geschmackes für alle Torten geeignet. Will man der Torte ein Mandelaroma verpassen, eignen sich Cantuccini, für sehr süßes Gebäck nimmt man Löffelbiskuits. Besonders nach Weihnachten, wenn der Plätzchenhunger vorbei ist, lässt sich übriggebliebenes Gebäck hierfür noch gut verwenden. Die Kekse werden zerkleinert und die bröseligen Krümel dann mit einer weiteren (flüssigkeitshaltigen) Zutat verknetet. Dafür eignen sich geschmolzene Schokolade, Milch, Joghurt, Rum, Kaffee, aber auch zerkleinerte Früchte.
  • Schokoladenboden: Für einen leckeren Schokoladenboden verwendet man nicht ausschließlich Schokolade. Vielmehr werden Haferflocken oder ein wenig Flakes zusammen mit geschmolzener Schokolade in eine Springform gegeben und als Boden glatt verstrichen.
  • Boden aus Cornflakes – der knusprigste Boden für Kühlschranktorten. Allerdings brauchen auch Cornflakes ein Bindemittel. Besonders lecker ist hierfür geschmolzene weiße Schokolade.

Der Belag zum Boden

Eine Kühlschranktorten besteht grob gesagt aus den Bestandteilen Boden und Belag. Verschiedene Böden und Beläge lassen sich prima kombinieren und sind auch austauschbar. Einige bekannte Rezepte geben bestimmte Kombinationen vor, aber die Bestandteile lassen sich je nach eigenem Geschmack auch wunderbar austauschen. So wie beispielsweise eine klassische Philadelphia-Torte einen Keksboden hat und in der Abänderung durch einen Schokoladenboden zu einer völlig neuen Torte wird. Erlaubt ist, was gefällt und schmeckt!

  • Belag für Philadelphia-Torte: Frischkäse, Joghurt und Zucker bilden die Hauptzutaten der Philadelphia-Torte. Gefestigt wird die Masse durch Gelatine, Geschmack bekommt sie durch Zitronensaft und Pfefferminzlikör. Die Zutaten werden zu einer Creme verrührt und auf einen Tortenboden oder selber gemachten Keksboden gegeben, zweckmäßigerweise in einem Tortenring. Nach dem Erkalten kann die Torte mit Weintrauben und Minzeblättern dekoriert werden.
  • American Cheesecake besteht im Belag aus Mascarpone, Sahne, Quark, Zucker und eventuell pürierten Erdbeeren. Mit Gelatine als Festiger kommt die Masse abwechselnd mit Erdbeerpüree auf einen hellen Keksboden. Dekoriert wird mit Erdbeeren in Zitronensaft.
  • Kalter Hund: Der Klassiker unter den Kühlschranktorten. Aus Schokolade, Kokosfett, Eiern, Kakao, Puderzucker und gerne auch einem Schuss Rum wird eine Masse zubereitet, die abwechselnd mit ganzen Butterkeksen in eine Kastenform gegeben wird. 
Sonja, am 28.01.2017
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