Hormone könnten Schuld sein - Männer fast nie betroffen

Reiterhosen treten meist in der Pubertät oder nach Schwangerschaften erstmals in Erscheinung. Daher vermutet man, dass Hormone eine bedeutende Rolle bei der Entstehung spielen. Diese Vermutung konnte allerdings noch nicht belegt werden. Eine familiäre Veranlagung scheint vorzuliegen. Zudem sind ein schwaches Bindegewebe und Übergewicht Risikofaktoren. Den Kampf gegen die Lipödeme brauchen Sie im Übrigen nicht alleine bestreiten. Eine Anlaufstelle könnte beispielsweise zunächst der Hausarzt sein, der Sie nach der Diagnosestellung Lipödem an einen spezialisierten Arzt überweisen wird. In der Regel wird dies ein Phlebologe sein. Der Arzt wird verschiedene Möglichkeiten und deren Erfolgschancen aufzeigen. Da die Reiterhosen Ausdruck eines Lymphstaus sind, sieht die konservative Therapie zunächst eine Lymphdrainage mit anschließender Bandagierung oder das Tragen von Stützstrumpfhosen vor. Mit der manuellen Lymphdrainage soll der Abtransport des Ödems gefördert werden. Diese Therapieform nennt sich "Komplexe Physikalische Entstauungstherapie”, kurz KPE genannt. Die Stützstrumpfhose sorgt zusatätzlich dazu möglichst viel Fett aus dem Gewebe abzutransportieren. Mit der Behandlung lassen sich kleine Erfolge erzielen, die sich allerdings nur durch regelmäßige Therapien in Schach halten lassen.

Traumhaft schöne Beine - nicht immer meint es die Natur gut mit Frauen (Bild: takazart / Pixabay)

Ein eigenes Übungsprogramm könnte kontraproduktiv sein - sprechen Sie mit Ihren Arzt ob spezielle Übungen helfen

Sie werden vermutlich ahnen, dass Sie eine lebenslange physikalische Therapie begleiten wird. Unterstützend sind sportliche Betätigungen sinnvoll. Besonders Wassersportarten, wie Schwimmen und Aquajogging werden von den Betroffenen als angenehm empfunden. Nordic Walking und mäßige Spaziergänge sind ebenso zu empfehlen. Wer beabsichtigt im heimischen Wohnzimmer Übungen gegen die Reiterhose zu absolvieren, sollte davon Abstand und erst mit einem Arzt Rücksprache nehmen. Denn bei einem Lipödem sollte man nicht nach dem Motto vorgehen - Viel hilft auch Viel.

Fettabsaugung - die Krankenkasse kommt selten für die Kosten auf

Einen nachhaltigen Effekt erzielt man bei Reiterhosen nur durch Fettabsaugung. Dass es sich bei dieser Erkrankung nicht um eine Schönheitsoperation handelt, versteht sich von selbst, dennoch werden die Kosten für eine Liposuktion, wie das Operationsverfahren heisst, nicht ohne Weiteres von der Krankenkasse übernommen. Nur wenn sich nachweisen lässt, dass es sich definitiv um eine krankhafte Veränderung handelt, tritt die Kasse ein. Doch bis das der Fall ist, steht ein langer Weg bevor. 2012 konnte eine Frau gerichtlich gegen ihre Krankenkasse einen Erfolg erzielen. Quelle: Bericht n-tv

Elli, am 05.10.2014
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