Warum hilft meditieren gegen Stress?

Wie genau soll Meditation dem Stress vorbeugen? Stress entsteht nun einmal hauptsächlich durch Gedanken. Wer kennt die Situation nicht, wenn man einen negativen und stressauslösenden Gedanken im Kopf hat, der einfach nicht verschwinden will. Wie ein Teufelskreis – ein Gedanke der sich immer und immer wieder wiederholt. Umso mehr man sich anstrengt, den Gedanken wegzudrängen, umso hartnäckiger hält sich der Gedanke. Wie also jeder weiß, ist es oft nicht leicht mit negativen Gedanken fertigzuwerden.

Hier kommt die Meditation ins Spiel. Eine Methode zum Meditieren ist die, sich auf den eigenen Atem zu konzentrieren. Im Prinzip ist es egal, wo man das macht, oder in welcher Position man sich gerade befindet. Man kann in der U-Bahn meditieren, im Gehen meditieren und sogar im Bett vor dem Einschlafen meditieren. Beginnt man mit der Meditation ist es jedoch ratsam sich einfach bequem hinzusetzen – idealerweise irgendwo, wo man ungestört ist.

Man konzentriert sich nun auf das Ein- und Ausatmen. Die Konzentration kann dabei etwa auf den Nasenlöchern liegen, an denen man spürt, wie die Luft ein- und ausdringt. Wahlweise kann man sich auch auf den Bauch konzentrieren, der sich beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt. Ist man wirklich voll konzentriert, wird einem auffallen, dass man manchmal gar nichts denkt. Man ist so in die Empfindungen des Körpers vertieft, dass das Denken teilweise ausbleibt, und nur eine angenehme Klarheit präsent ist. Man lernt dabei auch, Gedanken nicht mehr zu bewerten, da man erkennt, dass jeder Gedanke, egal ob gut oder schlecht, nur temporär ist und vorübergeht. Negative Gedanken werden so weniger ernst genommen und sind in Folge dessen weniger stressauslösend.

Fängt man nun an zu meditieren, wird einem auffallen, dass man es wahrscheinlich nicht einmal eine Minute schafft, sich vollkommen zu konzentrieren. Schon nach wenigen Sekunden ist es so, dass einem irgendwelche Gedanken kommen, die einen mitreißen. Irgendwann fällt einem dann auf, dass man ja eigentlich meditieren wollte, doch stattdessen ist man im Gedanken bei der nächsten Arbeit die man noch erledigen muss. Die Anweisung, sich auf den eigenen Atem zu konzentrieren, klingt eigentlich ganz leicht und viele wird es verwundern, wie schwer es doch eigentlich ist. Wenn man nun also wieder in seine Traumwelt abdriftet, gilt es, wieder zum Atem zurückzukehren – immer und immer wieder. Wie einen Muskel trainiert man diese Fähigkeit ins Hier und Jetzt zurückzukehren.

Weise Menschen, spirituelle Lehrer und auch manche Religionen empfehlen die Meditation als Einstieg in dieses Jetzt-Bewusstsein. In der Zitate-Datenbank von http://zitatezumnachdenken.com befinden sich viele Sprüche und Lebensweisheiten, welche die Wichtigkeit des Lebens im Jetzt verdeutlichen.

Ein Beispiel davon wäre dieses Zitat von Eckhart Tolle, einer der heute wohl bekanntesten spirituellen Lehrer: "Zeit ist überhaupt nicht kostbar, denn sie ist eine Illusion. Was dir so kostbar erscheint, ist nicht die Zeit, sondern der einzige Punkt, der außerhalb der Zeit liegt: das Jetzt. Das allerdings ist kostbar. Je mehr du dich auf die Zeit konzentrierst, auf Vergangenheit und Zukunft, desto mehr verpasst du das Jetzt, das Kostbarste, was es gibt."

Autor seit 3 Jahren
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