Was kann das für Folgen haben?

Krankheit schleicht sich ein. Nicht sofort, aber nach und nach wird der Körper krank. Denn er kann dieses seit Jahrtausenden funktionierende Modell nicht innerhalb läppischer (aufgerundeter) zweihundert Jahre vollkommen umkrempeln - denn das müsste er tun,

 

 will er die Melatoninproduktion in unserem Körper

nicht ständig unterbrechen. Denn sie funktioniert nur, wenn Dunkelheit herrscht und der Mensch ruht. Ist er wach, wird die Produktion sofort erheblich gedrosselt. Das hat Folgen: Ist zu wenig Melatonin vorhanden, können Depressionen und Schlafstörungen auftreten. Dabei genügt schon sehr wenig Licht, um die Anreicherung des Bluts zu stoppen. Eine erhöhte Produktion findet so gegen drei Uhr nachts statt, und deshalb sollte zu diesem Zeitpunkt auf echte Ruhe (OHNE LICHT) geachtet werden.

Jeder kennt das -

mitten in der Nacht muss der Weg zum Klo angetreten werden. Dafür werden Lichter eingeschaltet und oft kann der Mensch anschließend nicht mehr so richtig einschlafen. Warum? Seine Melatoninproduktion ist gestoppt. Um wieder in den Schlafrythmus zu kommen, sollte weder: ein Buch gelesen, noch ein Glas Milch eingeschenkt werden. Geschweige denn, dass in nächtliche "Aufräumaktionen" verfallen wird; denn alles ist mit "Licht benutzen" verbunden. Einfach sich ruhig wieder ins Bett zu legen ist das Mittel der Wahl - und natürlich: das Licht sollte unbedingt ausschaltet werden - dann stellt sich auch wieder Schlaf ein und Melatonin wird produziert!

Aber was bewirkt Melatonin eigentlich?

Wissenschaftler entdecken immer mehr die positiven Aspekte dieses bisher wenig beachteten Hormons. Doch es verdichten sich die Erkenntnisse, dass Melatonin eine große Auswirkung auf ein mögliches Krebsgeschehen im Körper hat. Es könnte vielleicht sogar ein "Krebsverhinderer" sein, da es zellerneuernd wirkt. Auch wurd bereits nachgewiesen, dass "Nachtarbeiter" einem wesentlich größerem Krebsrisiko ausgesetzt sind, als Menschen die tagsüber arbeiten (hier spielt vor allem der Brustkrebs eine große Rolle). Das wiederum wird auf die verminderte Produktion von Melatonin des nächtlich aktiven Menschen zurückgeführt.

Und Licht - was ist dazu zu sagen?

Das Licht eines strahlend blauen Himmels erzeugt Leistungsbereitschaft. Denn es ist "blaues Licht", und das Melatonin, das der Entspannung des Körpers dient, wird unter blauem Licht abgebaut. Dieses so genannte blaue Licht, das ohne jegliche Rotanteile (und deshalb beruhigend wirkend) daherkommt, wirkt auf unseren Körper wie der Start eines Motors.

Blaues Licht finden wir in der Straßenbeleuchtung, den Reklamezügen der Städte, in Computern, Handys, und beim Fernseher. Deshalb ist mancher auch ausgeprochen "hibbelig", wenn er nachts zu lange vor der "Glotze" oder vor dem Computerbildschirm gesessen hat - der Körper hat Schwierigkeiten auf den Modus "Nacht" umzuschalten, es stellen sich Einschlafschwierigkeiten ein.

Ein Sonnenuntergang dagegen hat gelbes bis rotes Licht. Es ist weich und sanft und stimmt uns auf die bevorstehende Nachtruhe ein - denn es ist ein bewährtes Modell, das Jahrtausende auf dem Buckel hat.

Wenn also Licht -

dann bitte gedimmt und mit großem Gelbanteil. Jalousien sollten geschlossen sein, ein Nachtlicht sollte ausgeschaltet werden, und Fernseher oder Computer im "stand by"-Betrieb? Nein, das geht gar nicht, und tut auch Ihrer Stromrechnung nicht gut.

 

Denn dann wird Melatonin produziert -

dieses schlichte Hormon, das Ihnen so viel Segen bringen kann, wenn Sie sich an die wenigen Nachtruhe-Regeln halten: Blaues Licht vermeiden, keinen wie immer gearteten Lichteinfall im Schlafzimmer zulassen - und natürlich STILLE!

Leider ist Melatonin aber auch für den "Winterblues" verantwortlich. Doch dem ist leicht entgegen zu wirken: Ein Spaziergang in frischer Luft sorgt sofort wieder für eine bessere Stimmung, denn das Melatonin wird zurückgedrängt - und für die Nacht gilt grundsätzlich:

Licht aus! Und denken Sie an etwas Schönes - die Sorgen haben bis zum Morgen eine Auszeit...

 

 

Autor seit 3 Jahren
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