Weichmacher in Kunststoffdosen

Problematisch in der Mikrowelle sind vor allem Kunststoffe, da die gesundheitsschädlichen Weichmacher und andere Chemikalien auf Lebensmittel übergehen können. Das Zeichen für "Mikrowelleneignung" auf Kunststoffdosen sagt über diesen Aspekt leider gar nichts aus! Hier muss man sich auf die Ergebnisse unabhängiger Tests verlassen oder gleich auf dieses Material verzichten.

Mikrowellengeschirr aus Glas

Mikrowellengeschirr GlasGeschirr aus Glas für die Mikrowelle ist eine sinnvolle Anschaffung. Zwar ist Glas etwas teurer als Kunststoff, dafür aber nahezu schadstofffrei. Glas hat für das Kochen und Backen in der Mikrowelle gute Eigenschaften, da es die Strahlen fast ungehindert in das Innere weiterleitet. Deswegen lassen sich in Glasbehältnissen Speisen besonders schnell und gleichmäßig erwärmen. Hier besteht auch nicht das Problem, das bei Kunststoff häufig auftritt.

 

Bild:SIMAX Schüssel m.Deckel 0,7l rd, bei Amazon

In Kunststoffgefäßen hinterlassen Lebensmittel nämlich ihre Spuren. Sie verfärben den Kunststoff und können auch einen Geruchseindruck hinterlassen. Selbst nach dem Spülen in der Spülmaschine riechen Kunststoffdosen manchmal noch nach ihrem vorherigen Inhalt. Das alles passiert bei Glas nicht, deswegen ist Geschirr aus Glas eine gute Wahl für die Mikrowelle. Doch Vorsicht: Nur hitzebeständiges Glas kann in der Mikrowelle verwendet werden, dazu gehört spezielles Mikrowellengeschirr aber auch Auflaufformen und Jenaer Glas.

Ebenso gut sind Gefäße aus Glas für die Mikrowelle mit Kunststoffdeckel. Hier beträgt der Kunststoffanteil nur wenige Prozent, das Problem mit den Weichmachern ist daher zu vernachlässigen. Übrigens können Sie Geschirr aus Glas für die Mikrowelle natürlich auch im Backofen verwenden.

Ganz ohne Kunststoff geht es auch:
PYREX Classic Auflaufform mit Deckel 1,5 l

Mikrowellengeeignete Kunststoffbehälter

Wenn Sie Kunststoff für die Mikrowelle verwenden möchten, kaufen Sie ausschließlich mikrowellengeeignete Kunststoffbehälter und Vorratsdosen. Achten Sie auf gute Qualität und bevorzugen Sie Markenprodukte. Auch Testberichte z. B. von Ökotest helfen bei der Kaufentscheidung. Bei Kunststoffdosen lohnt es sich, etwas mehr auszugeben. Viele Menschen kaufen günstige Kunststoffbehälter für wenige Euro beim Discounter. Nach spätestens einem Jahr haben sich diese verformt, so dass die Deckel nicht mehr schließen. Dann werden sie einfach weggeschmissen und neue gekauft. Dies ist eine enorme Ressourcenverschwendung und letztlich geben Sie so über die Jahre viel mehr Geld aus. Kaufen Sie gleich hochwertige Kunststoffdosen, die Sie dann jahrelang nutzen können. Auf Schadstoffe und Weichmacher geprüfte Markenware ist außerdem weniger bedenklich. Falls Sie das Geschirr neu anschaffen, achten Sie darauf, Produkte einer Serie zu kaufen, die Sie ineinander stapeln können. So lässt sich im Schrank viel Platz sparen. Mikrowellengeschirr sollte auch gefriergeeignet sein. Es ist einfach praktischer, wenn Sie Speisen in einem Behältnis einfrieren und in der Mikrowelle auftauen bzw. erwärmen können.

Trotzdem: Kunststoffdosen sind immer problematisch, wie auch dieser Test von Ökotest zeigt. Glas ist immer die bessere Alternative!

Keramik in der Mikrowelle – nur bedingt empfehlenswert

Keramik leitet die Mikrowellenstrahlen nicht so gut, deswegen sind Gefäße aus Keramik und Ton in der Mikrowelle nicht ideal. Das Erwärmen der Speisen funktioniert darin zwar, aber es dauert viel länger als in Glas oder Kunststoff. Teller aus Keramik bzw. Porzellan können natürlich verwendet werden, sofern sie mit einer geeigneten Abdeckhaube aus Kunststoff abgedeckt werden.

Angela Michel

Autor seit 5 Jahren
1027 Seiten
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