Mineralstoffmangel - Symptome rechtzeitig erkennen

Um erst gar keinen Mangel an Mineralien aufkommen zu lassen, ist es natürlich wichtig zu wissen, welche Lebensmittel unserem Körper gut tun. Die wichtigsten Mineralien sind Natrium, Kalzium, Kalium, Magnesium, Chlor und Phosphor. Über die Versorgung von Natrium und Chlor brauchen wir uns die wenigsten Sorgen zu machen, denn über das tägliche Verwenden von Kochsalz sind wir oft in ausreichendem Maße versorgt.

Kalium reguliert den Flüssigkeitshaushalt

Anders sieht es mit Kalium aus. Dieser Mineralstoff regelt in unserem Körper den Flüssigkeitshaushalt. Somit ist dieses Mineral auch für den Transport von Nährstoffen und die Giftausscheidung zuständig. Muskel und Nerven benötigen ebenso reichlich Kalium, um einwandfrei zu funktionieren. Liegt ein Kaliummangel (Hypokaliämie) vor, äußert sich dies beispielsweise durch Schwindel und Muskelschwäche. Die Darmtätigkeit wird gestört und Verstopfungen oder Durchfall sind die Folge. Auch besteht bei diesem Mineralstoffmangel das Risiko an Herzrhythmusstörungen zu erkranken. Lesen Sie hier, warum das Herz stolpert. Ein niedriger Blutdruck kann ebenso durch einen Kaliummangel begründet sein. Dieser Mineralstoff ist in vielen Lebensmitteln enthalten, sodass es kein Problem sein sollte sich auf natürliche Weise hiermit zu versorgen.

Kalzium ist wichtig für Knochen, Zähne und Nerven

Dass Kalzium in Milch- und Milchprodukten steckt, dürfte uns aufgrund von etlichen Werbespots schon hinreichend bekannt sein. Doch es gibt noch eine Vielzahl von anderen Lebensmitteln, die ebenso gute Lieferanten für Kalzium sind. Blattgemüse, Rüben, Nüsse und Schwarze Johannisbeeren und sogar Orangen enthalten Kalzium. Dieses Mineral ist wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Aber auch für die Leitfähigkeit von Nerven und das reibungslose Zusammenspiel von Muskeln ist Kalzium unverzichtbar. Des Weiteren nimmt das Mineral Einfluss auf die Blutgerinnung und hilft bei der Stressbewältigung. Ist Ihr Körper mit Kalzium unterversorgt, kann sich dies durch Depressionen äußern. Kinder benötigen für das Knochenwachstum Kalzium, fehlt dieses, ist die Gefahr einer Rachitis groß. Besonders ältere Menschen sollten häufiger zu Milchprodukten greifen, um einer Osteoporose vorzubeugen. Ein Augenmerk auf eine kalziumreiche Ernährung sollte zwar immer bestehen, allerdings wird sie mit Beginn der Wechseljahre noch dringlicher.

Magnesiummangel - Achtung das Herz ist in Gefahr

Ein Magnesiummangel (Hypomagnesiämie) zeigt sich sehr häufig in Muskelkrämpfen. Da auch das Herz ein Muskel ist, steigt bei einem Mangel auch die Gefahr für Herzerkrankungen. Geraten wir in Stress, benötigt der Körper vermehrt Magnesium, sodass sich schnell ein Mangel einstellen kann. Die Folge kann im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen. Mit dem Verzehr von Blattgemüsen, Getreide, Nüssen, Datteln und Aprikosen können Sie jedoch Ihrem Körper auf natürliche Weise Magnesium zuführen.

Phosphormangel entsteht selten über eine Fehlernährung

Es klingt seltsam, aber bei einem Phosphormangel bekommt man Heißhunger auf Kreide und Kalk. Weitere Symptome sind Müdigkeit, Depressionen sowie Probleme im Bereich der Zähne und Knochen. Phospormangel kommt jedoch relativ selten vor und kann auch meist nicht mit einer falschen Ernährung in Verbindung gebracht werden. Kurzzeitige Defizite werden oft gar nicht wahrgenommen. Zu einer Mangelversorgung kann es durch verschiedene Erkrankungen kommen, wie zum Beispiel Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, länger anhaltenden Durchfällen, Nierenfunktionsstörungen oder bedingt durch einen Vitamin-D-Mangel.

Dieser Artikel ersetzt keinen fachkundigen Rat eines Arztes oder Apothekers!

Text © Edelgard Kleefisch

Elli, am 08.05.2013
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