Mit der richtigen Auswahl von Nahrungsmittel können wir uns mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgen. Dass richtige Ernährung wichtig ist, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Aber schaffen wir es wirklich uns ausgewogen zu ernähren? Meist ist dies eher nicht der Fall.
Für unsere Gesundheit haben neben Vitaminen und Mineralstoffen aber auch sekundäre Pflanzenstoffe eine wichtige Bedeutung. Sekundäre Pflanzenstoffe sind in vielen Lebensmitteln vorhanden. Man findet sie in Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und vielen mehr. Die Aufgabe der sekundären Pflanzenstoffe sind sehr vielfältig. In der Natur schützen sie die Pflanzen vor Fraß und den schädlichen UV-Strahlen. Inzwischen weiß man, dass die positiven Eigenschaften der natürlichen Helfer auch für den Menschen vorteilhaft sind.
Bisher sind ca. 100.000 dieser Stoffe bekannt, in der Ernährung kommen jedoch nur 5.000 bis 10.000 vor, und diese unterscheiden sich in ihrer chemischen Struktur und funktionellen Eigenschaft sehr voneinander.

Bildquellen-Angabe: Petra Hegewald/pixelio.de

Über eine gemischte Kost nehmen wir täglich ca. 1,5 g sekundäre Pflanzenstoffe zu uns.
Nachfolgend einige dieser Pflanzenstoffe und deren Wirkungsweisen:

Allicin - stärkt die Abwehrkräfte

Allicin ist als stärkstes natürliches Antibiotika bekannt. Viren und Bakterien in der Luft-, in den Verdauungs- und Harnwegen werden von diesem Stoff vernichtet. Wer täglich 1-2 rohe Knoblauchzehen zu sich nimmt, stärkt seine Abwehrkräfte.

Cholin - Kraft fürs Gehirn

Cholin übernimmt  wichtige helfende Funktion bei der reibungslosen und schnellen Nachrichtenübertragung zwischen den Nervenzellen in unserem Gehirn. Basis für ein gutes Gedächtnis, rasches Reaktions- und Konzentrationsvermögen. Gleichzeitig hilft es eine psychische Ausgeglichenheit zu schaffen. Darüber hinaus hilft Cholin bei der Entgiftung der Leberzellen vor Verfettung. Besonders geeignete Lebensmittel sind Hülsenfrüchte, Erbsen, Kartoffeln, Weizenkeime und Bananen.

Flavonoiden - gut für gesunde Venen

Ein Glas Traubensaft, oder rote Beeren kann man gut in die tägliche Ernährung einbringen. Wer dies tut, hat viel für seine Venen getan. Die enthaltenen Flavonoiden, die für kräftige  Venen und für eine bessere Spannkraft sorgen. Der Blutfluss zum Herzen wird dadurch leichtflüssiger.

Quercetin - unterstützt bei Allergien

Wer unter einer Histamin-Intoleranz leidet wird von Quercetin profitieren. Dieser sekundäre Pflanzenstoff verhindert die Freisetzung von Histamin und hemmt so die Symptome bei allergischen Reaktionen. Auch Heuschnupfengeplagte können in ihren Speiseplan gut Brokkoli, Zwiebeln und rote Trauben einbringen, um die Symptome dieser Allergie zu mildern. Quercetin wirkt darüber hinaus entzündunghemmend, antikbakteriell und antiviral.

Oleuropein - hält den Blutdruck im Lot und fördert gesunde Cholesterin-Werte

Oleuropein reduziert das schlechte LDL-Cholesterin. Das lebenswichtige HDL-Cholesterin wird dagegen gesteigert. Hohe Blut-Glucosewerte werden gesenkt und die natürliche Abwehrkräfte gegen Viren und Bakterien mobilisiert. Einfach einige Oliven, oder kalt gepresstes Olivenöle täglich verwenden, und so Gutes für die Gesundheit tun.

Kieselsäure - für schöne Haare, Nägel und Haut

Unsere Haut benötigt Wasser um jugendlich frisch auszusehen. Kieselsäure bindet Wasser und schützt so vor Feuchtigkeits- und Elastizitätsverlust. Darüber hinaus kräftigt Kieselsäure Haare und Nägel. Wer die Vorteile von Kieselsäure nutzen möchte, sollte Dinkel, Gerste, Hirse und Haferflocken zu sich nehmen.

Lutein und Lykopin - gut für die Augen

Die zu den Carotinoiden zählenden sekundären Pflanzenstoffen Lutein und Lykopin schützen die Augen vor schädlichen Sauerstoff- und Lichteinflüssen. Weitere gute Eigenschaften: sie bremsen die altersbedingte Augenleiden, verringern das Risiko für Blasen-, Zervix- und Mastdarmtumoren. Lykopin findet man beispielsweise in Tomaten, Grapefruit und Wassermelone, Lutein in Saaten, Erbsen, Lauch und Brokkoli.

Elli, am 04.11.2011
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