Hier einige meiner Produkte, die ich gefilzt habe

Zunächst gibt es zwei verschiedene Methoden des Filzens. Zum einen das Trockenfilzen, zum anderen das Nassfilzen. Ich persönlich bevorzuge das Trockenfilzen, da meiner Meinung nach Details mit dieser Methode besser umzusetzen sind. Theoretisch kann man auch beide Methoden kombinieren, allerdings sollte man dann zunächst die Grundform durch das Nassfilzen herstellen, während man anschließend durch das Trockenfilzen die Details bearbeitet. Beide Techniken möchte ich nun genauer erklären:

1. Trockenfilzen

Die für das Trockenfilzen notwendigen Utensilien sind zum einen die Wolle und zum anderen die Filznadeln, welche je nach Dicke der zu filzenden Wolle, in ihrer Größe variieren. Beides erhalten Sie preiswert bei Amazon. Bei den Filznadeln handelt es sich dabei um spezielle Nadeln, welche schnell die Technik beim Filzen verständlich werden lassen. So befinden sich auf jeder Filznadel Zacken, mit welchen die Wollfasern eingehackt werden, wodurch diese sich untereinander vermischen. Die Zacken sind so auf der Nadel platziert, dass die Wollfasern beim Einführen nicht eingehackt werden können, lediglich im Anschluss beim Herausziehen der Nadel. Beim Trockenfilzen müssen Sie nun zunächst eine Schaumstoffoberfläche (Auch Styropor möglich) mit Ihrer Filzwolle bedecken. Dabei ziehen Sie von der Wolle etwa gleich große Stücke ab und legen diese dann auf die Oberfläche.

In einem zweiten Schritt ziehen Sie erneut etwa gleich lange Wollstücke von der Wolle ab und legen diese quer zur untersten Schicht (damit die Wollfasern sich besser verhaken können). Je nach gewünschter Dicke können Sie die Schichten weiter stapeln, so kann es durchaus sein, dass Sie 20 Wollschichten übereinander liegen haben (immer längs – quer – längs – quer …). Bedenken Sie auch, dass die Größe Ihres Filzkunstwerkes am Ende höchstens etwa ein Viertel von der ursprünglich ausgelegten Wolle beträgt.

Nachdem Sie nun diese Vorbereitungen getroffen haben, nehmen Sie zunächst eine etwas gröbere Filznadel (Filznadeln sind aufgeteilt in grob, fein und sehr fein) und stechen mit dieser in die Wollschichten. Die Wollschichten werden nun immer wieder durchgestochen, so lange bis die gewünschte Feste der Wolle erreicht wird. Sehr schnell werden Sie merken wie sich die Fasern verflechten und sich langsam eine stabile Form bildet. Je feiner die verwendete Filznadel ist, desto fester wird die Form am Ende.
Vereinfacht gesagt besteht das Trockenfilzen aus den Schritten: Auslegen, Durchstechen und Herausziehen.
Die gewünschte Form, welche Sie filzen wollen können Sie dabei frei bestimmen. Sie werden sehr schnell ein Gespür dafür bekommen, wie Sie eine runde oder eckige Form filzen können. Auf YouTube finden Sie einige Anleitungen zum Trockenfilzen, die das Ganze nochmals veranschaulichen.

2. Nassfilzen

Herfür benötigen Sie ebenfalls geeignete Filzwolle. Sie sollten hier allerdings darauf achten, dass der Wollanteil im Garn höher ist als der synthetische Anteil, da es sonst zu Problemen beim Nassfilzen kommen kann. Ein weiteres Problem, dass sich beim Nassfilzen darstellt ist, dass sie ein Gefäß oder Ähnliches brauchen, wo Sie Ihre Filzwolle nass machen können. Am besten geeignet ist deswegen die Waschmaschine zum Nassfilzen, da Sie hier eine "Wasserschlacht" verhindern. Durch die Bewegungen der Waschmaschine und die dadurch entstehende Reibung verfilzt die Wolle miteinander und lässt die gewünschte Form entstehen.
Die spätere Größe Ihres nassgefilzten Kunsthandwerks ist stark von Ihrem persönlichen Häckel- bzw. Strickstil abhängig. Der für das Nassfilzen verwendete Filzgarn wird in der Regel durch Häckeln oder Stricken zu einer Form verarbeitet. Anschließend wird ein halber Becher Waschmittel in die Waschmaschine gegeben und das Buntwäscheprogramm ausgewählt.
Hier gilt es auch zu beachten, dass sich die ursprüngliche Größe Ihres Kunsthandwerkes durch die Wäsche nochmals verkleinert wird.
Persönlich habe ich mit dem Nassfilzen noch keine Erfahrung gemacht, da ich es komplizierter finde als das Trockenfilzen und mir es daher auch nicht zutraue. Allerdings denke ich, dass es weniger Zeit beansprucht als beispielsweise das Trockenfilzen.
Einige weitere Artikel, welche ich gefilzt habe

Möglichkeiten mit den Filzkunsthandwerken Geld zu verdienen:

Mir persönlich macht das Filzen sehr viel Spaß und da sich mit der Zeit so einiges an Filzarbeiten angesammelt hatte, entschloss ich mich diese zum Verkauf anzubieten. Allerdings stellte sich die Frage, wo sich die Filzwerke anbieten lassen und wer überhaupt Geld dafür bezahlen möchte. Um Geld mit Ihrem Filzkunsthandwerk zu verdienen gibt es mehrere Möglichkeiten. So können Sie diese beispielweise am Flohmarkt oder in Ebay anbieten, wo Sie allerdings nicht viel Geld dafür bekommen, zumindest nicht so viel, das es in einer Relation zu Ihrem Aufwand steht.
Ein gutes Geld dagegen können Sie verdienen, wenn Sie Ihre Artikel bei DaWanda anbieten. DaWanda ist ein Portal, welches extra für Ihre Handwerke gedacht ist. So konnte ich beispielsweise ziemlich schnell dort einige meiner Filzwerke verkaufen. Auch den Preis können Sie dort selbst festlegen, dieser liegt für Filzhandwerke um das Vielfache höher als beispielsweise bei Ebay, da hier der Faktor Handarbeit stark mit einberechnet wird. Eine weitere Idee, Ihre gefilzten Artikel zu verkaufen, wäre der Weihnachtsmarkt. So sehe ich dort jedes Jahr Stände mit gefilzten Handwerken, welche für gutes Geld an den Mann gehen.
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