Monchichis im Wandel der Zeit

Keiner ahnte in den 70 er Jahren das Monchichis mal so berühmt werden würden. Eigentlich waren die kleinen braunen Äffchen als Spielzeug für Kinder gedacht. Aber die Fans wuchsen mit und heute gibt es ein Dutzend verschiedene Äffchen, die noch immer in Japan von der Firma "Sekiguchi" produziert werden.

Auch das Aussehen wandelte sich im Laufe der Jahre. Zu Anfang waren es kleine Affen mit braunem Fell, deren Arme, Beine, Hände und das Gesicht aus Hartplastik waren. Das ist heute auch noch so.

In der 80 er Jahren kamen Monchichis auf den Markt, die immer babyhafter wurden. Die Zeichnung des Gesichtes änderte sich und der rechte Daumen wurde zum Schnuller, den man in den Mund stecken konnte. Es gab nun verschiedene Kleidung zu kaufen, so das man ihn umziehen konnte, wenn man wollte.

Heute gibt es die Monchchis in unendlich vielen Varianten, zum Beispiel auch als aktuelle Filmfiguren oder es gibt ganze Monchichifamilien. Einige geben Geräusche von sich, andere nicht. Die Ursprungsfigur kann man aber immer noch mehr oder weniger stark erkennen. Monchichis sind immer noch kleine, lieb schauende Äffchen geblieben. Im Jahre 2009 kamen alleine 40 neue Puppen auf den Markt und wurden in die ganze Welt verkauft. Immer wieder gibt es Set, die nur in einer limitierten Auflage produziert werden. 2009 wurde ein Set verkauft, welches aus einem Prinz und einer Prinzessin mit Kutsche bestand. Davon wurden 1000 Stück hergestellt, dieses Set war rasend schnell ausverkauft.

In aller Welt kann man heute Monchichi kaufen und natürlich tauschen. Denn überall gibt es begeisterte Sammler, die doppelte Puppen gerne gegen neuere Modelle eintauschen. Durch Ebay ist ein Tausch oder Kauf in der ganzen Welt möglich geworden.

Der Tiemi - das Monchichi der DDR

Auch die Kinder in der DDR bekamen mit, dass die süßen kleinen Äffchen aus Japan in Westdeutschland so beliebt waren. Westdeutsches Spielzeug galt in der DDR aber als staatsgefährdend. So begann die DDR noch in den 70 er Jahren in Sonnenburg mit der Produktion eines eigenen Plüschaffens. Er war allerdings etwas größer als ein Monchichi, aber hatte auch einen Schnuller. Man wollte den Kindern in der DDR nicht das Gefühl geben, in einem Land zu leben, in dem sie auf etwas verzichten müssen. Aus diesem Grund wurde der Spielzeugaffe fast doppelt so groß.

Wie es früher oft war, wurden die "Tiemis" dann doch zu fast 70 % in den Westen verkauft. Da auch im Westen, dass Spielzeug aus Sonnenburg sehr beliebt war. Nach der Wende brach die gesamte Spielzeugproduktion in Sonnenburg ein. Später zog dann der westdeutsche Puppenhersteller "Schildkröt" in die Räumlichkeiten ein. Die Herstellung des "Tiemi" wurde aber nicht wieder aufgenommen.

Heute findet man nur noch vereinzelt "Tiemis" auf Flohmärkten oder bei ebay. Diese stammen dann meist aus Haushaltsauflösungen.

Autor seit 4 Jahren
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