Tipp 1: Gesundheitscheck

Müdigkeit und Erschöpfung: Wer leidet heutzutage nicht zumindest vorübergehend unter diesen Symptomen? Schnell ist Überlastung als Ursache gefunden: Ein Chef, der selbst zu Hause noch anruft, die Kinder müssen vom Fußball in den Trompetnunterreicht und dann zum kreativen Basteln, die Schwiegermutter braucht eine Fahrgelegenheit zur Pediküre. Das alles mag stimmen. Doch hinter den Symptomen kann auch eine Krankheit stecken. Besonders chronische Müdigkeit, von der Sie sich trotz Ausgleichs nicht mehr erholen, sollten Sie untersuchen lassen. Müdigkeit und Erschöfpung sind typische Symptome einer Depression, es können aber auch Schilddrüsenerkrankungen, Infektionen, Eisenmangelsyndrome und viele andere körperliche Erkrankungen dahinter stecken.

müde und schlapp

müde und schlapp

Tipp 2: Immer müde und schlapp? Finden Sie die Ursachen!

Jeder Mensch kann zwischendurch einmal seine Kräfte sammeln und ungeheure Anstrengungen durchstehen. Vor allem In-letzter-Minute-Lerner können davon ein Lied singen. Dann helfen Tricks, um mit Müdigkeit und Erschöpfung umzugehen. Eine Dauerbelastung über Wochen und Monate ist jedoch ungesund und führt zu Burnout und anderen Erkrankungen, Tricks verschlimmern das Problem noch, da Sie den Moment des Zusammenbruchs nur hinausschieben. Wer sich schlapp und müde fühlt und sich nicht darüber wundert, wenn er seinen Aufgabenberg betrachtet, kann den Zustand auf Dauer nur bekämpfen, wenn er seine Lebenssituation ändert: Muss das alles wirklich sein? Muss wirklich alles perfekt sein? Können Aufgaben abgegeben werden? Streben Sie unbedingt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anstrengung und Erholung an.

Tipp 3: Kampf dem Perfektionismus

Viele Menschen nehmen viele Dinge zu genau. Perfektionismus kostet jedoch unmäßig viel Lebenszeit. Die Pareto-Kurve, die für viele Dinge des täglichen Lebens gilt, besagt: In 20% der Zeit können wir 80% einer Aufgabe erledigen. Für die letzten 20% wenden wir jedoch 80% der Energie auf. Ich kann das aus vielen Bereichen des Lebens bestätigen: Wie schnell ist eine Vortrag oder Artikel geschrieben. Bis er aber veröffentlichungs- oder auftrittsreif ist: Du meine Güte! Wie schnell steht heutzutage ein Haus? Und wie lange dauert es, bis man einziehen kann! 

Nun soll das keine Aufforderung an Piloten und Chirurgen sein, nur 80% der Leistung zu bringen. Man muss auch nicht zu 80% vorbereitet einen Vortrag auf einem internationalen Kongress halten. Es gibt aber genug Angelegenheiten des täglichen Lebens, bei denen 80% genug sind, deshalb haben faule Schüler wirklich mehr vom Leben. Ein besonders schönes Beispiel ist putzen: Wie schnell ist der Boden aufgewischt und wie lange dauert es, bis alles wirklich ins letzte Eck lupenrein sauber ist? Wie oft müssen Sie wirklich ins letzte Eck wischen, wenn es bedeutet, dafür vier Mal mehr Lebenszeit aufzuwenden wie für 80-prozentige Sauberkeit? Denken Sie manchmal daran.

Tipp 4: Müdigkeit durch Power-Napping vertreiben

Was in anderen Kulturen üblich ist, ist bei uns leider in Vergessenheit geraten: Der Mittagsschlaf. Dabei haben Forscher festgestellt, dass ein Nickerchen zwischendurch die Konzentration um 100% steigern kann. Wichtig ist, nicht in Tiefschlaf zu fallen, denn wer aus dem Tiefschlaf erwacht, fühlt sich meist besonders müde und schlapp. Das Nickerchen sollte deshalb nur etwa 20-30 Minuten dauern. Für viele Leute ist es schwierig, untertags einzuschlafen. Dabei helfen Entspannungs-methoden wie Autogenes Training, Musik oder auch Regelmäßigkeit. Wer täglich zur gleichen Zeit sein Schläfchen hält, stellt seinen Organismus darauf ein.

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Tipp 5: Hausmittel

Kalte Kniegüsse, die Arme bis zum Ellbogen in kaltes Wasser tauchen: Mittel, die den Kreislauf ankurbeln, verscheuchen auch Müdigkeit schnell und unkompliziert. Doch auch Heilpflanzen haben schon manchem gegen Müdigkeit und Erschöpfung geholfen: Brennesseln (nein, nicht frisch und äußerlich angewandt, sondern als Tee!) enthalten Mineralstoffe und Vitamine, darunter Eisen, Vitamin A und Vitamin C und helfen Menschen, die zu diesbezüglichen Mangel- erscheinungen neigen. Auch Pfefferminze wirkt tonisierend und belebend.

Eine besonders wirksame Muntermacher-Heilpflanze ist Johanniskraut, das in entsprechend hoher Dosierung sogar als Antidepressivum zugelassen ist (dann jedoch verschreibungspflichtig und mit entsprechenden Nebenwirkungen).

Tipp 6: Bewegung

Regelmäßiges Ausdauertraining in frischer Luft ist zwar etwas aufwändig, jedoch äußerst wirkungsvoll gegen Müdigkeit und Erschöpfung und überdies gesund. Die positive Wirkung von Ausdauersport ist vielfach wissenschaftlich bewiesen: Durch Ausdauersport werden die Gehirn-Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin verfügbarer. Ein Mangel an diesen Stoffen verursacht Angststörungen und Depressionen. Ausdauersport reichert Sauerstoff im Gehirn an, stärkt Herz und Atemmuskulatur und baut Stresshormone ab. Und wer durch Sport körperlich müde ist, schäft besser.

Tipp 7: Leichte Kost!

Dass wir nach einem schweren Mahl müde und schlapp werden, sagt unsere Lebenserfahrung, es soll hier nur der Ordnung halber erwähnt werden. Der Grund dafür liegt in unserem vegetativen Nervensystem: Das sympathische und das parasympathische Nervensystem sind Gegenspieler. Das sympathische Nerven- system stellt die Funktionen zur Verfügung, die wir für Aufmerksamkeit und Leistung brauchen: Herzschlag, Blutdruck, Stoff- wechsel, Durchblutung der Muskulatur. Unsere Verdauung wird durch den Parasympathikus aktiviert. Wenn wir intensiv mit verdauen beschäftigt sind, hat der Sympathikus Sendepause. Wer schlau ist, nimmt darauf Rücksicht:

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Kleinere Mahlzeiten mit viel Salat und Gemüse machen weniger müde und sind überdies gesünder als der regelmäßige Schweinsbraten. Der beliebte Kaffee wirkt übrigens nur anregend, wenn er in Maßen genossen wird. Ansonsten gewöhnt sich der Köper einfach daran und wir werden nicht mehr munter sondern eher gereizt und unkonzentriert.

Tipp 8: Wasser trinken

Nein, das ist kein Scherz. Dieser einfache Tipp hilft wirklich gegen Müdigkeit. Einerseits wirkt ein Glas kühles Wasser erfrischend und belebend. Andererseits kann Flüssigkeitsmangel Müdigkeit hervorrufen und nach einer Umfrage der Techniker-Krankenkasse trinkt jeder vierte Erwachsene zu wenig. Ernährungsexperten empfehlen, täglich etwa 1,5 Liter Flüssigkeit (nein, kein Alkohol!) zu trinken, bei Hitze, schweißtreibender Arbeit oder Sport entsprechend mehr.

Autor seit 5 Jahren
121 Seiten
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