Stahl als Baustoff

Ohne Stahl wären moderne Gebäudekonstruktionen kaum möglich. Stahlbaukonstruktionen bieten Möglichkeiten, die sich mit anderen Materialien nicht umsetzen lassen. Mit Stahl kann schnell und günstig gebaut werden. Gebäude können flexibel konstruiert und besonders hoch gebaut werden, denn der Werkstoff bietet dafür die nötige Stabilität bei vergleichsweise geringem Gewicht.

Insbesondere Wolkenkratzer und Industriegebäude sind auf diese Eigenschaften angewiesen. Mit speziellen Stahlarten lassen sich auch besondere Anforderungen erfüllen. So kommt beispielsweise der Werkstoff 1.4313 für Bauteile im Kraftwerksbau zum Einsatz.

Stahl in Handwerk und Industrie

Stahl ist widerstandsfähig, belastbar und flexibel. Vom kleinen Handwerker-Werkzeug, über verschiedenste Geräte und Maschinen, bis hin zur gigantischen Industrieanlage, wird er deshalb in nahezu allen Arbeitsbereichen genutzt und verbaut.

Stahl im Alltag

Auch im Alltag machen wir uns die günstigen Eigenschaften von Stahl zu Nutze und finden ihn in jedem Haushalt. Edelstahl gilt hier als Qualitätsmerkmal und findet sich bei Messern, Scheren, Haushaltsgeräten und vielem mehr. Um Strom zu erzeugen, ist Stahl notwendig. Denn die Turbinen, die den Strom erzeugen, bestehen aus Stahl. Selbst in Wunderkerzen ist der Wekstoff enthalten, denn der Stiehl besteht aus einem verkupferten Stahldraht.

Stahl und Mobilität

Mobilität ist in unserer Welt enorm wichtig – nicht nur in Bezug auf die individuelle Fortbewegung, sondern auch für die Logistik. Stahl kommt dabei vom Fahrrad über Auto und LKW bis hin zu Zug und Flugzeug in fast allen Verkehrsmitteln zum Einsatz und konnte bislang nur teilweise durch neue, leichtere Werkstoffe ersetzt werden. Auch Schienennetze und Brückenkonstruktionen basieren meist auf Stahlbauteilen.

Stahl in der Rüstung

Auch hier ist Stahl unverzichtbar. Für Waffen, Fahrzeuge, Schutzausrüstungen und Sperren ist Stahl nach wie vor eine der Hauptkomponenten. Obwohl gerade in der Militärtechnik ständig an neuen, besseren Materialien geforscht wird, gibt es keinen vollwertigen Ersatz für Stahl.

Kunst aus Stahl

Kunst und Kunsthandwerk greifen ebenfalls gern auf das Material zurück. Verschiedenste nutzbare oder auch rein ästhetische Objekte werden aus Stahl geschaffen. Hier ist das Material Stahl nicht unbedingt ein Muss, aber ein Verzicht für Viele sicher dennoch keine schöne Vorstellung.

Endet das Stahlzeitalter?

Stahl erscheint unverzichtbar – und dennoch müssen wir den Umgang mit ihm überdenken, denn unendlich verfügbar ist er nicht. Die weltweiten Eisenerzvorkommen schwinden. Im Jahr 2000 waren es geschätzt noch rund 140 Milliarden Tonnen. In Anbetracht der derzeitigen Stahlproduktion könnten diese schon in 50 Jahren verbraucht sein. Recycling ist in diesem Bereich noch zu wenig verbreitet und vielfach auch nur schwer durchführbar. Die Suche nach Ersatz und neuen Wegen bleibt uns also auf Dauer nicht erspart.

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