Puerto Vallarta Sunset

Puerto Vallarta Sunset (Bild: vallartavelas / Flickr)

Wichtige Tipps für Pauschalreisen

Mit einer Pauschale werden Leistungen aus Einzelposten zusammengeführt und mittels eines Gesamtbetrages vergütet. Das ist auch der Kern einer Pauschalreise, die mindestens aus zwei verschiedenen Komponenten – z.B. Flug und Übernachtung – besteht. Meistens beinhaltet ein Pauschalangebot jedoch viel mehr, angefangen von Halb- und Vollpension bis hin zu all-inclusive oder gar ein Sorglospaket inklusive Touristenattraktionen, ist alles möglich. Letztlich bestimmt einmal mehr das Budget den Umfang einer Reise. Doch was umfasst eine Pauschalreise genau und was gilt es zu beachten?

Pauschalreisemöglichkeiten

  • "Ohne Verpflegung" hört sich auf den ersten Blick langweilig und dröge an, ist aber gerade für Individualtouristen, die sich nicht vorschreiben lassen möchten, wann sie wo essen wollen, ein echter Traum. In diesem Angebot sind keine Mahlzeiten inklusive; wem dies zuwenig ist, kann ein Frühstück pauschal zubuchen, so ist der Grundstock des Tages gesichert.
  • "Halbpension" ist mehr, wie nur Frühstück, entweder ist das Mittag- oder Abendessen dabei, allerdings in der Regel ohne Getränke.
  • "Vollpension" bedeutet drei Mahlzeiten am Tag, allerdings sind auch hier die Getränke selbst zu zahlen.

 

 

  • "All-inclusive", der Name Programm. Hier sind nicht nur die drei obligatorischen Mahlzeiten enthalten, sondern auch zusätzlich Kaffee und Kuchen, Snacks und Getränke mit (einheimische Drinks) und ohne Alkohol. Auch Tee wird angeboten, wobei dieser leider heute noch eher stiefmütterlich behandelt wird. Gerade in letzter Zeit häufen sich die Berichte, dass Teepflanzen großen Umweltbelastungen ausgesetzt sind und mit Pestiziden zu kämpfen haben. Ein Blick auf die ein oder andere Teefirma zu werfen, schadet daher nicht; Familienunternehmen kommen oftmals besser weg, wie Massenproduktionen, da sie viel Wert auf hochwertige Produkte legen. Wer unsicher wegen Aromastoffen und undefinierbaren Inhaltsstoffen ist, sollte eher zu einfachen Teesorten wie Kamille oder Pfefferminz greifen und die Exoten stehen lassen. Oft sind auch Badehandtücher für den Swimmingpool und das ein oder andere Event im Preis mit drin. Wer all-inclusive bucht, sollte genau die Bestimmungen der Reiseveranstalter lesen, um im Urlaub keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.

Das Essen wird übrigens meist als Buffet – sprich Selbstbedienung – serviert und All-inclusive-Gäste müssen zur Identifizierung ein farbliches Armband tragen. Das kann manchmal ganz schön nervig sein, vor allem, wenn man außerhalb der Anlage unterwegs ist. Einheimische nehmen jemanden direkt als Tourist wahr; Bettelei und überhöhte Preise sind vorprogrammiert.

Wer Pauschalreisen bucht, wünscht sich letztlich ein Sorglospaket, um den Urlaub unbeschwert genießen zu können. Damit das wirklich klappt, ist gute Planung im voraus nötig, da eine einmal gebuchte Reise vor Ort sehr schwer beanstandet werden kann; die Hotelinhaber sind da oft etwas schwerfällig, schließlich ist es ja die Schuld des Gastes, wenn er die Reise-Instruktionen vorab nicht vernünftig liest.

Flug, Hotel und mehr oder Meer

  • Hotels werden zum besseren Buchungsverständnis in Kategorien unterteilt; kenntlich gemacht durch Sterne. Hier ist wichtig zu wissen, dass es sich um Landeskategorien handelt, ein Stern in einem anderen Land hat eine andere Bedeutung, wie ein Stern in Deutschland. Daher wird empfohlen, in den Touristenhochburgen mindestens ein vier Sterne-Hotel zu buchen. Kundenrezensionen haben auch eine gewisse Aussagekraft, am besten ist es, das anvisierte Hotel in mehreren Portalen einzugeben, so bekommt man einen gesunden Schnitt. Wer Kinder hat, wird sich in einem familienfreundlichen Hotel gut aufgehoben fühlen, wer jedoch geschäftlich oder als Single oder gemeinsam zweisam unterwegs ist, wäre über etwas mehr Ruhe dankbar; wichtige Aspekte für eine Buchung.

Kinder im amiamo familotel Zell am See (Bild: Schwangerschaft / Flickr)

  • Zu fliegen ist Klasse und meistens funktioniert dies bei einer Pauschalreise unkompliziert. Was dann schon mal eher Stress verursacht, sind frühe oder geänderte Abflugzeiten (Verbraucherzentralen wehren sich erfolgreich) – wer am Anreisetag spät und am Abreisetag früh fliegt, verliert kostbare Urlaubszeit – mangelhafte Busse zum Hotel oder Schwierigkeiten mit dem Gepäck. Hier sei gesagt, dass Reisekoffer für den Flug eindeutig mit Namensschild und Urlaubsort deklariert werden sollten. Und alte Reiseziele müssen entfernt werden, sonst steht man im Ernstfall am Reiseort buchstäblich nur mit den Klamotten am Leib da.

flugzeug (Bild: FernandoPolo / Flickr)

  • Kostenfreie Freizeitangebote sind gerne im All-inclusive-Paket dabei. Allerdings wird auch gerne mal Geld auf die unfeine Art verdient, wenn z.B. eine Besichtigung den ganze Tag dauert, keine Verpflegung vorgesehen ist und am Zielart sündhaft teure Imbissbuden auf die "Gäste" warten. Oder ein Ausflug nichts anderes wie eine verkappte Verkaufstour ist. Daher sollten die kostenfreien Zusatzangebote genau unter die Lupe genommen werden. Das gilt auch für zubuchbare Angebote, wer Reiten bucht und einen halb verhungerten Klepper bekommt, wird nicht glücklich werden. Tipp: Andere Touristen fragen, die schon eine Weile in der Anlage sind, sie wissen genau, was sich lohnt und was nicht.
  • Das Meer genießen; für die meisten Touristen ein Muss an einem Badeort. Doch welche Temperatur hat das Wasser, lauert Gefahr, oder ist es in der entsprechenden Jahreszeit freigegeben? Und was bedeutet im speziellen Fall Zimmer mit Meeresblick und Busverbindung zum Strand? Wer auf Nummer sicher gehen will, erkundigt sich vor der Reservierung genau.

Verträge und ihre Bedingungen

Ein Reiseveranstalter kommt ohne Vertragsbedingungen nicht aus, dazu ist er schon gesetzlich verpflichtet. Allerdings handhabt dies jeder Veranstalter unterschiedlich, sodass die Regelungen für Stornierungen, Umbuchungen und Reiserücktritt genau durchgelesen werden sollten, damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt. Je knapper storniert wird, umso höher die Gebühren, das gilt als Faustregel. Auch Umbuchungen können Kosten verursachen. Ein 14-tägiges Rückgaberecht gibt es bei Pauschalangeboten, die über das Internet gebucht wurden, übrigens nicht.

Wer seine Unterlagen nun in der Hand hält, sollte direkt nachsehen, ob ein Sicherungsschein dabei ist. Er garantiert, dass das Reiseunternehmen gegen Insolvenz abgesichert ist. Damit wird garantiert, dass die Reise auch bei Zahlungsschwierigkeiten des Reiseveranstalters stattfindet.

Notwendigkeit Reiseversicherung

Niemand möchte mehr Geld, wie unbedingt nötig ausgeben, daher wird an Reiseversicherungen gerne gespart. Doch die eine oder andere Versicherung ist gar nicht so verkehrt. Wer eine 4000 Euroreise gebucht hat und im letzten Augenblick krank wird, ist über eine Reiserücktrittsversicherung dankbar. Die ist zwar bei einer teuren Reise nicht gerade günstig, aber billiger, wie eine Stornierung ist sie allemal.

Auch über Reisegepäckversicherung sollte je nach Reiseziel und –dauer nachgedacht werden und eine Auslandskrankenversicherung ist in manchen Ländern geradezu ein Muss. Wer sich hier nicht sicher ist, sollte Rücksprache mit seiner eigenen Krankenversicherung halten, diese können gute Auskünfte geben, da sie am besten wissen, was sie im Ausland versichern und was nicht.

Kinder und Co…

…machen das Leben froh; wenn Eltern im Urlaub auch einmal Zeit für sich haben. Viele familienfreundlichen Hotels bieten Animationsprogramme und stundenweise Betreuung an. Hier darf auch mal auf das Kleingedruckte der Hotels geguckt werden, so manch findiger Betreiber lässt sich Betreuung in den Abendstunden teuer bezahlen, während die Aufsicht tagsüber kostenfrei ist.

Kinder eggs (Bild: nicolasnova / Flickr)

Zimmerbuchungen sind auch eine Sache für sich, wer mit zwei kleinen Kindern auf einem Zimmer hockt, hat nicht viel vom Urlaub. Wer eine Familiensuite bucht, genießt ein eigenes Zimmer für die Kleinen und kann abends auch schon mal die Türen schließen.

Mietwagen gefällig?

Es lohnt sich oft, nicht das günstigste Angebot zu wählen, gerade hier wird dann im Urlaubsort oft drauf gezahlt. Wer Sehnsucht nach einem Mietwagen hat, kann diesen zubuchen, allerdings sollte der Firmensitz in Deutschland sein, damit es bei Rechtsstreitigkeiten – die unfallbedingt immer mal vorkommen können – einfacher wird. Wer möchte im Ernstfall schon einen Anwalt in Tahiti suchen, weil dort der Firmensitz des Autoverleihers ist?

Fazit

Eine Pauschalreise kann ein wunderbares Erlebnis sein; wenn die Planung im Vorfeld gut durchdacht ist. Wer im Urlaub Spaß haben möchte ohne dauernd Entscheidungen treffen zu müssen – wo essen wir, was machen wir etc. – ist mit einem Pauschalangebot gut aufgehoben. Kleiner Wehrmutstropfen; durch Tourismus stark belastete Gebiete. Hier ist ein offenes Auge - besonders bei sehr billigen Angeboten - wünschenswert

Urlaub 2012 (Bild: zumpe / Flickr)

Autor seit 3 Jahren
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