Die Finalgegner im Super Bowl stehen fest

Die Viertelfinal-Begegnungen im Überblick (in den USA wird der Gastverein zuerst genannt):

Arizona Cardinals - Green Bay Packers 26:20
Carolina Panthers - Seattle Seahawks 31:24
Denver Broncos - Pittsburgh Steelers 23:16
New England Patriots - Kansas City Chiefs 27:20

Im Halbfinale kam es am 24. Januar zu den Ergebnissen

New England Patriots - Denver Broncos 18:20

Arizona Cardinals - Carolina Panthers 49:15

Das Endspiel (Superbowl) zwischen den Denver Broncos und den Arizona Cardinals fand am 7. Februar 2016 im Levi's Stadion im kalifornischen Santa Clara statt, der neuen Heimspielstätte der San Francisco 49ers. Denver gewann mit einer hervorragenden Defensivarbeit mit 24:10.

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Der Superbowl 2017 findet am 5. Februar in Houston/Texas statt.

 

Horrende Eintrittspreise beim Spektakel Super Bowl

Immer am 1. Sonntag im Februar eines jeden Jahres wird das größte Einzelsportereignis der Welt ausgetragen. Rund um den Globus verfolgen dann knapp eine Milliarde Menschen das Sportspektakel im Fernsehen. Allein in den USA sitzen zirka 150 Millionen Zuschauer wie gebannt vor ihrem Fernsehgerät, denn für US-Amerikaner hat der Super Bowl einen höheren Stellenwert als jede Weltmeisterschaft in jeder anderen Sportart.

Das Endspiel zwischen den Denver Broncos und den Arizona Cardinals findet am 7. Februar 2016 im Levi's Stadion im kalifornischen Santa Clara statt, der neuen Heimspielstätte der San Francisco 49ers.

Das Finale um die us-amerikanische Football Meisterschaft findet 2016 am 7. Februar im kalifornischen Santa Clara statt, der neuen Heimspielstätte der San Francisco 49ers. . Dort werden rund 80.000 Fans Gelegenheit haben, das Spiel live zu verfolgen. In diesen Genuß dürften wahre Fans, wenn überhaupt, wohl nur einmal in ihrem Leben kommen, denn die Karten sind binnen Minuten vergriffen, obwohl jede Eintrittskarte zwischen 2382 Dollar und 504.741 Dollar kostet. Selbst für das Public Viewing auf dem Parkplatz vor dem Stadion verlangt der Veranstalter noch 700 Dollar.

SAT.1 überträgt live

Bei diesen horrenden Preisen erscheint es sinnvoll, das Riesenspektakel wo auch immer in der Welt live vor dem Bildschirm zu erleben. Wie im Vorjahr überträgt auch 2016 SAT.1 das Spiel um den Super Bowl live. Alternativ können die Zuschauer auch im kostenlosen Livestream auf ran.de das Spiel erleben und dabei sein, wenn die siegreiche Mannschaft die begehrte "Vince Lombardi Trophäe" überreicht bekommt.

Allerdings wird das Spiel in Anbetracht der Zeitverschiebung zwischen Europa und den USA in einer für Europäer ungewohnten Zeit angepfiffen: Die Übertragung beginnt um 00.30 MEZ am Montag, den 8. Februar. Wer dabei sein möchte, sollte die Regeln möglichst gut kennen. Sind sie regelfest?

Die Schiedsrichter haben eine entscheidende Bedeutung im Regelwerk

Kennen Sie eine Sportveranstaltung, bei der sieben Menschen, in schwarz-weiß gestreifte Overalls gekleidet, mit kleinen gelben Fähnchen um sich werfen, während 22 andere Personen größte körperliche Anstrengungen vollbringen? Richtig geraten: Es handelt sich um American Football.

Um gleich das Geheimnis zu lüften: Die Menschen mit ihren schwarz-weißen Overalls sind Football-Schiedsrichter. Davon gibt es mindestens vier und in hohen Spielklassen und dem Super Bowl sieben. Die Schiedsrichter entscheiden über Raumgewinn und Raumverlust. Sobald ein Schiedsrichter einen Regelverstoß bemerkt, wirft er eine kleine gelbe Flagge auf das Spielfeld. Wenn nötig, kommen die Schiedsrichter dann zur Beratung zusammen. Sodann verkündet der Boss der Schiedsrichter, "Mister Whitecap", der Mann mit der weißen Mütze, das "Urteil". Strafe für einen Regelverstoß ist immer ein Raumverlust der einen oder ein Raumverlust der anderen Mannschaft um fünf, zehn oder 15 Yards.

Das Football-Team

Es stehen elf Spieler einer jeden Mannschaft auf dem Platz: die angreifende Mannschaft mit ihrer Offense, die verteidigende Mannschaft mit ihrer Defense. Das sind pro Mannschaft bereits 22 notwendige Spieler. Für verschiedene Spielzüge werden Experten eingesetzt, sodass weitaus mehr als 22 Akteure zu einer Mannschaft gehören. Da oft wegen des kräfteraubenden Spiels zur Schonung der Spieler Auswechslungen vorgenommen werden müssen und spezielle Züge spezielle Spieler erfordern, kommen gute Mannschaften auf 50 und mehr Spieler.

Das Spielfeld

Das Footballspiel hat seinen Ursprung in den USA; deshalb werden alle Maße des Spielfeldes in Yards gemessen (1 Yard = 0,914 Meter). Das Spielfeld ist 120 Yards lang und 50 Yards breit und in der Länge in zwölf zehn Yards breite Sektoren unterteilt. Letztere weisen in ihrer Mitte jeden Yard einzeln aus, denn ein neuer Spielzug wird dort begonnen, wo der letzte endete, allerdings zur Mitte des Spielfeldes verlegt.

Die beiden "Endstücke" heißen Endzonen. Die eigene Endzone muss von der eigenen Defense verteidigt werden. Bringen die Angreifer den Ball in die gegnerische Endzone, erringen sie einen Touchdown.

Das Spiel

Ziel des Spieles ist es, Raumgewinn und Touchdowns zu erzielen. Das geschieht durch Pass- oder Laufspiel in Richtung Endzone des Gegners. Das Finale um den Super Bowl dauert 4x15 Minuten und ist in vier Quarter aufgeteilt. Nach zwei Quartern findet eine 20-minütige Halbzeitpause statt. Das Spiel beginnt mit dem Kickoff einer Mannschaft von der eigenen 35-Yards-Linie aus möglichst weit in die gegnerische Hälfte hinein. Die Gegenmannschaft versucht, den Ball zu fangen und möglichst weit zurück zu tragen, bis sie gestoppt wird. Von diesem Punkt aus beginnt dann das eigentliche Spiel mit dem ersten Angriff (First down and ten). Die angreifende Mannschaft versucht, in maximal vier Spielzügen zehn Yards Raum zu gewinnen. Gelingt ihr das, erhält sie an dieser Stelle ein neues First down, um weiteren Raum zu gewinnen. Gelingt ihr das nicht, versucht sie im vierten Down, den Ball zu "punten" und mit einem Schuss weit in die gegnerische Hälfte hinein der anderen Mannschaft eine schlechtere Ausgangsposition für den Angriff zu bereiten, denn jetzt wechselt das Angriffsrecht.

Die Punkte

Ein gelungener Touchdown (Erreichen der gegnerischen Endzone mit Ball) erbringt sechs Punkte. Er ist erreicht, wenn ein Spieler mit dem Ball in die Endzone gelangen kann oder den Ball dort fängt. Nach einem Touchdown hat die erfolgreiche Mannschaft die Möglichkeit, mit einem Schuss von der zwei-Yards-Linie durch die an der Endzone stehenden Torstangen einen weiteren Punkt (PAT = Point After Touchdown) zu erzielen. Alternativ besteht die Möglichkeit, statt eines Schusses durch die Torstangen noch einmal von der drei-Yards-Linie aus in einem Spielzug den Ball noch einmal in die Endzone zu bringen. Das wird Conversion genannt und bringt zwei Punkte.

Sieht sich die angreifende Mannschaft augenblicklich nicht in der Lage, zu einem Touchdown zu kommen, hat aber eine günstige Distanz zu den gegnerischen Torstangen erreicht, kann sie mit einem Schuss durch die Torstangen ein Fieldgoal erzielen. Ein Feldtor bringt drei Punkte. Nur die angreifende Mannschaft kann beim American Football Punkte erzielen. Es gibt nur eine einzige Ausnahme: Drängt die Verteidigung die angreifende Mannschaft in die eigene Endzone zurück und bringt sie dort zu Fall, erringt sie eine "Safety" und erzielt zwei Punkte.

Dollars locken beim Super Bowl

Die Spieler kommen bei dem amerikaweiten sportlichen Volksfest nicht zu kurz, denn die beiden Finalisten erhalten jeweils 17,5 Prozent aus dem Kartenverkauf. Außerdem erhält jeder Spieler des siegreichen Teams traditionell einen mit Diamanten besetzten Goldring, den sogenannten "Super Bowl Ring".

Aber auch das amerikanische Fernsehen nimmt durch die Werbung während des Spiels rund 200 Millionen Dollar ein, denn 2015 kosteten 30 Sekunden Werbung während des Super Bowl um die vier Millionen Dollar. Die werbenden Firmen überbieten sich mit ihren Werbespots, die genau auf das Finale zugeschnitten sind und am nächsten Tag allen Amerikanern - denn nur sie können die amerikanischen Werbeunterbrechungen sehen - mindestens genau so viel Gesprächsstoff liefern wie das Spiel selbst und der Starauftritt während der Halbzeitpause, der "Main Act".

Der "Main Act" beim Super Bowl

Kein Auftritt verspricht dem jeweiligen Star auf einen Schlag ein solch weltweites Interesse und entsprechenden Verkaufserfolg wie der Auftritt während der Halbzeitpause des Super Bowl. Schon so berühmte Stars wie Michael Jackson, Paul McCartney, Diana Ross, die Rolling Stones, Madonna, U2, Prince, Bruce Springsteen, Justin Timberlake und 2013 Beyoncé mit ihrer faszinierende Show nahmen diese einzigartige Chance wahr, ihren weltweiten Ruhm weiter zu steigern. Als "Main Act" 2014 trat der R&B-Sänger, Grammy-Gewinner und Popstar Bruno Mars auf.

Den Main Act 2016 bestritten Beyoncé und die britische Pop-Rock-Band Coldplay.

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