Wer hat's erfunden?

Zugeschrieben wird Beachvolleyball in der heute praktizierten Art Paul "Pablo" Johnson, der einmal am Strand von Santa Monica vergeblich auf einige seiner Mitspieler wartete und einfach mit "Zwei gegen Zwei" das Spiel begann. Das Spiel weckte bei den Spielern eine rege Begeisterung, weil jeder Spieler in jeden Spielzug eingebunden war. So war das Beachvolleyballspiel erfunden. Die Regeln wurden in der Zwischenzeit mehrfach fortgeschrieben.

Inzwischen hat der Beachvolleyballsport seinen Siegeszug durch alle Länder dieser Erde erfolgreich begonnen. In der Weltspitze herrscht ein dichtes Gedränge, in dem vor allen Dingen Mannschaften aus Brasilien, den USA und Deutschland vorherrschen. Dabei errangen für Deutschland bei den Olympischen Spielen 2012 in London bei den Herren mit Julius Brink und Jonas Reckermann die Goldmedaille nach Bronze 2008 durch Ahmann/Hager und Laura Ludwig und Kira Walkenhorst 2016 ebenfalls Gold, und das im Mekka der brasilianischen Beachvolleyballerinnen an der Copacabana unweit vom Zuckerhut.

Die besonderen Regeln im Beachvolleyball

Andere Regeln als in der Halle – lesen Sie hierzu "Regelkunde: Die wichtigsten Volleyballregeln kurz und knapp erläutert" – bestimmen das Spiel im Sand am Strand. Das Spielfeld pro Seite ist nicht wie in der Halle 9 x 9 Meter, sondern 8 x 8 Meter groß. Der Ball wird beim Aufschlag/der Angabe mit Anlauf oder aus dem Stand von der eigenen Grundlinie aus über das Netz in das gegnerische Feld geschlagen. Ob das mit Netzberührung geschieht, ist unerheblich; Hauptsache ist, dass der Ball zwischen den beiden Antennen das Netz überquert und das gegnerische Spielfeld erreicht.

Das Berühren der eigenen Grundlinie ist ein Fehler. Der Mitspieler des Aufgabespielers darf dem Gegner nicht die Sicht nehmen und kann durch Handaufheben zur Seite gebeten werden.Ein Lob darf nur mit den Fingerknöcheln, nicht mit der flachen Hand gespielt werden. Kein Spieler darf den Ball zweimal hintereinander berühren, es sei denn, er hat geblockt. Die Netzberührung durch einen Spieler ist immer ein Fehler.

Das Spielfeld des Gegners ist eigentlich tabu. Geschieht das dennoch, darf der Gegner nicht in seinem Spiel gestört werden. Ein Übertreten mit Gegnerberührung gilt immer als Fehler. Beim Beach-Volleyball müssen die beiden Spieler nicht ihre Positionen wechseln. Eine Rotation wie in der Halle entfällt.

 

Die Verständigung der Spielpartner untereinander geschieht durch eine Zeichensprache.

Das Zählen der Punkte, Seitenwechsel und Pausen

Für das Zählen der Punkte wird das sogenannte Rally-Point-System benutzt. Für jeden gewonnen Ballwechsel gibt es dabei einen Punkt, unabhängig davon, welches Team aufgeschlagen hat. Jedes Spiel geht über zwei Gewinnsätze. Die ersten zwei Sätze werden bis 21 Punkte gespielt. Gewinnt jedes Team einen Satz, wird ein Entscheidungssatz bis 15 Punkte gespielt. Zum Gewinn eines Satzes benötigt ein Team zwei Punkte Vorsprung, ansonsten wird der Satz unbegrenzt so lange weiter gespielt, bis ein Team zwei Punkte Vorsprung erreicht hat.

Ein Seitenwechsel erfolgt ohne Pause immer nach jeweils sieben gespielten Punkten in den ersten beiden Sätzen und nach jeweils fünf Punkten im dritten Satz. Die Pause zwischen zwei Sätzen beträgt eine Minute.

Jedes Team hat eine Auszeit von 30 Sekunden pro Satz. In den höheren Spielklassen erfolgt zusätzlich automatisch eine technische Auszeit nach 21 gespielten Punkten (z.B. beim Stand von 11:10). Diese Auszeit dauert 60 Sekunden und findet nur einmal pro Satz statt.

Eine Mannschaft wird vor, während und nach dem Spiel nur durch den Kapitän vertreten.
Alle Fragen zur Interpretation und Anwendung der Regeln, zum Spielstand, dem korrekten Aufschlagspieler, das Einlegen eines Protestes, das Beantragen von Auszeiten, Nachfragen zu Netzhöhe oder Spielfläche oder das Ändern von Spielkleidung und Spielausrüstung fallen in seine Zuständigkeit.

Autor seit 3 Jahren
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