Der Rückzug der Farben

 

Wie das Lied schon singt:

rote Blätter fallen

graue Nebel wallen

und kühler weht der Wind!


Der Blick aus dem Fenster zeigt schon in der Ferne die schneebedeckten Hügel der buckligen Welt.

Melancholie taucht auf und der Drang zum warmen Ofen wird immer Größer.

Wir haben die letzten Walnüsse getrocknet und alle frostempfindlichen Pflanzen ins Haus gebracht. Nur ein paar Blumen haben sich in einen Kübel verirrt und warten auf die Herbstvase!

Herbstblumen 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eines Morgens ist es dann so weit! Die einst bunte Landschaft hat sich völlig verändert. Weiß ist nun die dominierende Farbe.

Die Bäume verwandeln sich und zeigen uns ihre hölzerne Struktur. Sie wirken verletzlich und dennoch stark in der Schneelandschaft.

Baum im Winter

Baum im Winter

Die Grafik des Winters

Der Winter ist für mich die grafische Jahreszeit. Schnee und Eis bedecken die Landschaft und zeichnen mit den verbliebenen Linien der Bäume und Blätter einen Holzschnitt der feinsten Art in die Winterwelt.

Äste ragen unter dem Schnee heraus, wie feine Kohlezeichnungen oder der sanfte Strich eines braunen Buntstiftes. Die Klarheit ist nicht nur in der kalten Luft, sondern auch in allen Dingen, die vom Schnee bedeckt sind. Je mehr Schnee fällt, umso deutlicher wird die Grafik der Landschaft.

Meine Bilder stammen aus einem sehr schneereichen Winter im Wienerwald.

Reduktion auf das Wesentliche ist das Thema und der Winter ist ein hervorragender Reduktionist und Künstler.

Blätter im Winter

Schnee

Was aber den Winter so besonders für mich macht, ist der Schnee selber!

Eis ist schroff und hart, aber der Schnee in der freien Landschaft ist unendlich weich und lässt alles unter einer welligen Decke verschwinden. Er formt durch den Untergrund und den Wind verblüffende Formen.

Schnee

Schnee

Schnee 2

Kaum ein anderes Material kann so etwas. In einer windstillen Winternacht entstehen Gebilde von großer Schönheit und Eleganz. Der kalte Pulverschnee aus einer schier unendlichen Anzahl von Kristallen, ist als Masse wie auch im Einzelnen unglaublich schön! Freuen sie sich auf den Winter!

Schnee

Winterspaziergang

Nun ist der Schnee nicht nur schön und kalt, er kann auch äußerst lästig sein! Besonders Autofahrer und Hausbetreuer wissen ein Lied davon zu singen.

Was aber gibt es schöneres, als nach einem ergiebigen Schneefall in den Wald zu gehen und abseits der Wege durch den Schnee zu stapfen! Wenn der Sommer dahinschwindet und der oft graue Herbst im November ins Land zieht, dann vergessen wir oft die Freuden des Winters!

Eine Wanderung zu Fuß durch den verschneiten Winterwald ist für mich ein echter Genuss. Lassen sie einmal die Ski und den Rodel zu Hause und stapfen sie gut beschuht durch den Schnee!

Unglaublich schön. Auf folgendem Bild sehen sie mich genau dabei! Und danach ein Glühwein in der Hütte!

Winter im Wienerwald

Winter im Wienerwald

Lieben sie den Winter?

Und noch einmal die Grafik des Winters

Ich will es ja nicht übertreiben, aber für mich als Künstler ist die "Einfachheit" der schwarz-weißen Grafik des Winters unübertroffen! Wenn sie allerdings das nächste Foto einmal genau betrachten, dann sehen sie noch viel mehr!

Die schneebedeckten Zweige zeigen nicht nur den Winter, ein braunes, verwelktes Blatt zeugt noch vom Herbst und die Zweige tragen schon die Knospen des kommenden Frühlings als Bote der Hoffnung des wiederkehrenden Lichts.

So wird der Spaziergang durch den verschneiten Winterwald zur Wanderung durch die Fülle des Jahres und hilft uns, die kalte Jahreszeit zu überdauern!

Äste und Schnee

Äste und Schnee

Schneekristalle
Schneekristalle

Schneekristalle (Bild: http://de.wikipedia.org/wik...)

Warum ist der Schnee weiß?

Darum, so jedenfalls wiki:

"Die weiße Farbe des Schnees liegt darin begründet, dass der Schnee aus Eiskristallen besteht. Jeder einzelne Kristall ist − wie Eis als solches − transparent; das Licht aller sichtbaren Wellenlängen wird an den Grenzflächen zwischen den Eiskristallen und der umgebenden Luft reflektiert und gestreut. Eine ausreichend große Ansammlung von Eiskristallen mit zufälliger Lagebeziehung zueinander führt damit insgesamt zu diffuser Reflexion; Schnee erscheint daher weiß. Ein ähnlicher Effekt ist beispielsweise auch bei Salz beim Vergleich von Pulver und größeren Kristallen zu beobachten."

Noch kälter?

Sind die Eisberge!

Nur am Nordpol!

bernd49, am 13.10.2011
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