Simson Modelle genießen Kultstatus

Der heute nahezu legendäre "Summi” mit der Bezeichnung S50/S51 und, vor der Wende, SR51 wurde erst ab dem Jahre 1975 gebaut. Eigentlich handelte es sich um ein Mokick, denn ein Moped wurde, wie es der Name schon sagt, mit einer Pedale angetrieben, musste sozusagen wie ein Fahrrad angetreten werden. Beim S50, der ersten Generation der Simson Modelle, der an dem großen Tank erkennbar ist, wurde bereits der Kickstarter verwendet. Dieser konnte noch nicht ausgeklappt werden, doch er galt dennoch als sehr praktisch, vor allem dann, wenn es der Fahrer eilig hatte. Vorausgegangen waren den Summis die so genannten "Vögel" Star, Habicht und Schwalbe, die heute ebenfalls Kultstatus genießen. Auch diese Zweiräder wurden mit einem Kickstarter angetreten. Star und Habicht erinnern an Motorräder, die im und nach dem Zweiten Weltkrieg gefahren wurden, während die Schwalbe ein wenig bieder daherkommt. Dafür wurden die Beine des Fahrers während der Fahrt nicht so nass, und das Zweirad gab es in einer Ausführung für behinderte Menschen. Diese saßen geschützt vor Regen unter einer Überdachung und konnten sogar noch eine zweite Person und einen kleinen Einkauf mitnehmen. Der S50 ging im Jahre 1975 in Serie, der S51 mit dem schlankeren Tank und einer neuen Motorisierung löste ihn im Jahre 1981 ab. Ende der 1980er Jahre wurde ein moderner Roller gebaut, der unter der Typbezeichnung SR50 verkauft wurde. Fans der S50/S51 protestierten dagegen, weil sie den Roller als optisch nicht sehr ansprechend empfanden. Der Fahrer eines Mokicks musste in der ehemaligen DDR 16, auf dem Land 14 Jahre alt sein, um eine Maschine fahren zu dürfen.

Die größeren Motorräder kamen von MZ

MZ ist die Abkürzung für das Motorenwerk in Zwickau, das die DDR-Motorräder ETZ 150 und 250 baute. Die kleinere Maschine mit 150 Kubikzentimetern durfte ab einem Alter von 16 Jahren gefahren werden, die größere 250er erst ab 18 Jahren. Beide Modelle wurden im Lauf der Jahre technisch und optisch überarbeitet und galten als sehr zuverlässig. Es wurden Zweitaktmotoren verbaut, die relativ viel Kraftstoff verbrauchten und recht laut waren. Dies tat dem Fahrspaß jedoch keinen Abbruch. Die ETZ kam auf Fahrleistungen von mehr als 100 Stundenkilometern und galt damit in der ehemaligen DDR durchaus als alltagstauglich.

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