Brauche ich das wirklich alles? Von nützlichen und unnötigen Kleinstgeräten...

  • Die ganz banale Frage zu Beginn ist die, ob man wirklich all diese elektrischen Küchenhelfer braucht oder ob das nicht nur Schnickschnack ist, ohne den man ebenso gut auskäme. Muss die Pfeffermühle unbedingt eine elektrische sein oder kommt man mit der alten nicht auch so gut hin, bei der man noch von Hand dreht? Wie sieht es mit dem Dosenöffner aus? Wie mit der Saftpresse? Wenn Sie nicht jeden Tag viele Dosen öffnen und Unmengen an Saft pressen wollen, dann reichen oft die herkömmlichen Handgeräte vollkommen aus. Hinterfragen Sie Ihre Gewohnheiten!
  • Aber dann gibt es noch Kleingeräte, die für einige Verwendungszwecke anstelle von Großgeräten zum Einsatz kommen und die daher dabei helfen, Strom zu sparen. Der Eierkocher benötigt beispielsweise nur die Hälfte der Energie, die der Topf auf dem Herd verbraucht. Der Toaster spart das lange Hochheizen des Backofens, wenn man lediglich die Brötchen vom Vortag aufbacken will. Der Wasserkocher sorgt dafür, dass der Elektroherd weniger Energie benötigt, wenn man das benötigte Wasser erst erhitzt und dann erst in den Topf gibt. So wird viel Energie gespart, da der Herd das Wasser nicht erst noch auf Temperatur bringen muss.

Energiesparend kochen, backen und kühlen

  • Gasherde sind die Nummer eins beim energiesparenden Kochen - direkt gefolgt von Induktionsherden. Bei beiden ist die Hitze gleich vorhanden und kann direkt nach dem Anschalten ohne Warten aufs Hochheizen genutzt werden. Wer also noch einen alten Herd mit gußeisernen Platten besitzt, sollte sich beim nächsten Herdkauf überlegen, ob er nicht umsteigt. Ein Elektroherd ist in vielen Haushalten anzutreffen, er bewegt sich energietechnisch im Mittelfeld. Doch nicht nur bei der Auswahl des Gerätes lässt sich Strom sparen, sondern auch bei der Nutzung desselben. Wer beim Kochen beispielsweise Deckel verwendet, benötigt nur ein Drittel bis die Hälfte der Energie, die man sonst bräuchte. Töpfe und Pfannen sollten mit einem Boden gewählt werden, der eine gute Wärmeübertragung ermöglicht und die Verluste zwischen Herdplatte und Topfboden möglichst gering hält. Kupfer, Aluminium oder emaillierter Stahl sind besonders geeignet. Für Gerichte mit langer Garzeit verwendet man einen Schnellkochtopf. Kurz vor Ende der Kochzeit sollte man schon die Platten ausschalten, denn die Platten heizen nach und die Restwärme reicht noch locker ein paar Minuten aus.
  • Gleiches gilt für den Backofen - die Restwärme reicht zum Fertigbacken. Aber nur, wenn man nicht ständig die Ofentür öffnet, denn dadurch geht jedes Mal ein Fünftel der Wärme verloren. 
  • Kühlschränke sind die oft größten Stromverbraucher im Haushalt. Wer vor einer Neuanschaffung steht, sollte sich eine Investition in ein Gerät der Energieeffizienzklasse A+++ überlegen, da hier oft sogar bis zu 50 Prozent der Energie eingespart werden kann, die ein Gerät der Klasse A+ benötigt. Stellen Sie ihn nicht vor die Heizung, nicht in die Sonne und nicht direkt an den Herd und überhaupt nirgendwo hin, wo viel Abwärme auf ihn trifft. Stellen Sie nur abgekühlte Speisen in den Kühlschrank, heiße Sachen müssten vom Gerät erst aufwändig heruntergekühlt werden. Lassen Sie die Tür nie zu lange offen, das heißt: Überlegen Sie vorher, was Sie aus dem Kühlschrank holen wollen und wo Sie es darin finden. Für die meisten Lebensmittel reicht eine Temperatur von 7 Grad. Jedes zusätzliche Grad kostet unnötig Energie.

Standby vermeiden

Auch Standby kostet Geld. Es gibt zwar eine EU-Verordnung, nach der Elektrogeräte im Stand-by-Modus nur noch maximal 1 Watt verbrauchen dürfen, aber es sind immer noch genügend ältere Geräte im Einsatz, die deutlich mehr Strom fressen. Das kann ein blinkendes Licht sein oder ganz einfach nur die Tatsache, dass sich das Gerät am Stromnetz befindet. Daher gilt: Wenn möglich, sollte man den Stecker ziehen!

Sonja, am 30.10.2017
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Bildquelle:
Amazon Produktbild (Kochen in der Spülmaschine! Ein Beispiel für den unkonventionellen ...)

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