Die Musik von Supermax

Sein bekanntester Song war "Love Machine", der auch 1979 in den USA erschien. "Love Machine" ist immer noch ein bekannter Disco-Hit. Der Disco-Funk-Song zeichnet sich aus durch einen sehr minimalistischen Groove, der lakonisch monotone Bass ist vorherrschend und gemischt mit flirrenden Moog-Synthies und quengelnden Gitarren. Der Titel wurde auch als "Hymne der Rotlichtmilieus und Schwulenclubs" bezeichnet. "Love Machine" war auf dem zweiten Album von Supermax, dem "World of Today"-Album (1977), welches Goldstatus erreichte. Supermax war bekannt für den entspannten Dancefloor-Groove und seine Genremischungen, bei denen er gerne Rockelemente mit Elementen aus afrikanischer Musik verband. Kurt Hauenstein hatte neben "Supermax" auch einige andere Projekte, bei denen er Musiker aus Entwicklungsländern unterstützte. So produzierte er zum Beispiel die Mädchengruppe Bamboo aus Surinam und rief das Projekt "Yaku" ins Leben, bei dem er mit bulgarischen Künstlern eine Mischung aus bulgarischer Folklore und Dancemusic produzierte.Mit "Supermax" veröffentlichte Kurt Hauenstein etwa 20 Alben (siehe Diskografie).

Reisen und Tourneen von Supermax

Kurt Hauenstein startete seine Karriere in Frankfurt am Main, Ende der 1960er Jahre. Sein Musikerleben führte ihn durch viele Länder und in sein Geburtsland Österreich kam er endgültig erst 2004 zurück. 2008 wurde er dort mit dem Silbernen Verdienstzeichen Wiens und dem "Amadeus" für sein Lebenswerk ausgezeichnet und meinte nur: "Die jungen Leute hier wissen gar nicht, dass es mich gibt." Schon seine allererste Tournee 1978 war ein riesiger Erfolg. Er gab 160 Konzerte in Deutschland, Holland, Italien und Spanien. Dennoch war seine legendärste Tour 1981 durch Südafrika, wo er sich allen Gesetzen zu Trotz auf der Bühne mit einer gemischten Band und schwarzen Hintergrundtänzerinnen präsentierte. Er gab 21 Konzerte, bei denen Chaos herrschte und Morddrohungen ausgesprochen wurden. Durch sein Ignorieren der Apartheidgesetze bekam er sogar Einreiseverbot in einigen Ländern. 1983 kam ihm die größte Ehre zu Teil, als er als erster weißer Musiker eingeladen wurde, am großen "Summer Splash Raggae Festival" in Jamaica aufzutreten. Auch später führten ihn seine Reisen oftmals zurück nach Jamaica, wo er weitere Konzerte gab. Sehr bekannt war seine Musik im Osten. Bereits 1980 spielten Supermax als erste westliche Popgruppe in Jugoslawien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und der Tschechoslowakei. Noch vor wenigen Jahren füllte er riesige Konzerthallen in der Ukraine und Sibirien, aber auch in Bulgarien (zum Beispiel 2007 Open Air vor 60 000 Zuschauern), wo er auch einige Zeit lebte. 7 Jahre verbrachte Kurt Hauenstein auch in Gran Canaria, bevor er nach Österreich zurückkam, wo er 1949 als Sohn eines Wiener Schrammelsängers geboren wurde. Die letzten Jahre gab er Konzerte im Wiener Gasometer, hatte einen Auftritt am Life Ball 2008 und spielte auf mehreren Harley Davidson Treffen. Kurt Hauenstein bezeichnete Österreich immer als ein "an sich schönes Land", aber die Menschen als "etwas gewöhnungsbedürftig". 2006 spielte er vor 2,5 Millionen Fernsehzuschauern am UNESCO-Friedenskonzert in Sri Lanka.

Die Diskografie von Supermax

  • 1977: Don't Stop the Music
  • 1977: World of Today
  • 1979: Fly with Me
  • 1980: Types of Skin
  • 1981: Meets the Almighty
  • 1983: Electricity
  • 1986: Something in My Heart
  • 1990: World of Tomorrow – Hansa
  • 1992: Tha Max Is Gonna Kick Ya
  • 1993: One and All
  • 1993: Best of Supermax
  • 1995: 3 Club-CDs: Spirits of Love, Living in a World, Magnetic Rhythm
  • 1997: Supermax – 20th Anniversary
  • 2001: Terminal 2002
  • 2007: Remaxed Vol. 1
  • 2007: Remaxed Vol. 2
  • 2008: Best Of
  • 2009: I love my Harley

Kurt "Kurtl" "The Max" "Supermax" Hauenstein

Kurt Hauenstein war ein grandioser Musiker und ein Vorläufer, der sich politisch engagierte und es sich zum Ziel gesetzt hatte, Andere zu unterstützen. Als er so plötzlich verstarb, arbeitete er eigentlich gerade an einem Film, einer Mischung aus Dokumentation und Spielfilm, bei dem es darum ging, zu untersuchen, inwiefern das Engagement von Musikern die Politik beeinflussen kann. Mit dem Tod von Kurt Hauenstein endete die Ära eines Weltstars, aber seine Musik wird weiter gespielt, so wie er es in seinem ersten Album verlangt hatte: "Don't stop the Music".

"What ever happens in life and what it may bring, don't ever loose your dreams and your fantasy."

 Kurt Hauenstein

Autor seit 4 Jahren
406 Seiten
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