Gespawnt in einer Welt, die von kleinen grünen und blauen Monster bewohnt wird, findet sich der Spieler mit einer kleinen Grundausrüstung vor – Spitzhacke und Axt sind dabei. So beginnt das Leben in Terraria. Als nächstes muss der Spieler sich eine Unterkunft bauen. Um an Holz zukommen, muss er mit seiner Kupferaxt Bäume fällen und dann anschließend wieder neue Bäume pflanzen. Steine oder Erde findet er im Boden reichlich. Er muss sie nur abbauen. Dazu reicht am Anfang noch die Kupferspitzhacke. Aus diesen einfachen Dingen kann schnell eine Behausung gebaut werden. Ein Dach, eine Wand links, eine Wand rechts – genau keine vier Wände, sondern nur zwei. Terraria findet nämlich nur in zwei Dimensionen statt. Mit der ersten Workbench kann der Spieler auch Türen bauen und damit seiner Wohnung Eingänge verpassen.

 

Die erste Hütte steht: Zwei Wände, ein Dach, zwei Türen und Fackeln sind angebracht. Da die Monster, der Oberfläche nun nicht mehr stören, kann der Untergrund untersucht werden. Das Inventar wird also mit Holz vollgeladen und der Bergbau kann beginnen. Stufen aus Holz werden eingebaut, damit der Weg nach oben schneller zu beschreiten ist. Der erste Fund: Lehm! Das rötliche Gestein ist schnell abgebaut. Verarbeitet wird es zu Backsteinen im Ofen. Aus diesen Backsteinen kann ein erstes Haus gebaut werden, dass nicht verwildert. Der Fußboden wird also rot. Es geht zurück in den Untergrund und bald schon zeigt sich ein neues Mineral: Kupfer! Waren nicht aus diesem Material, die ersten Werkzeuge? Es wird schnell abgebaut und zu Barren geschmolzen. Noch kann nicht viel mit diesen Metall angefangen werden. Aber wenn Eisen erst einmal gefunden ist, sind bessere Werkzeuge in Sicht. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn Monster stellen sich in den Weg des Eindringliings – Was wollen sie verstecken und wo von wollen sie ablenken?

Neue Welten wollen erobert werden
Neue Welten wollen erobert werden

Neue Welten wollen erobert werden

Pixliger Spaß in flacher Welt

Es klingt übertrieben, aber Terraria könnte der neue Stern am Sandbox-Indie-Game-Himmel sein. Im Verlauf des Spiels wird nämlich eine Dynamik entfesselt, von der andere nur lernen können. Nachdem der Spieler sich durch die scheinbar unendliche Erde gebohrt und viele verschiedene Mineralien gesammelt hat, kann er an der Oberfläche diese verarbeiten. Unterirdisch geht die Verarbeitung natürlich auch, aber hier fehlt das Tageslicht komplett. Aus den verarbeiteten Rohstoffen entstehen Kronleuchter, Flaschen, Tischkerzen und andere Gegenstände des Alltags. Wenn der Spieler einen Raum schafft, also zwei Wände, ein Dach und einen Fußboden baut, sowie in diesen Raum einen Tisch, einen Stuhl und etwas Beleuchtung stellt, dann siedeln sich NPCs an, die mit dem Spieler interagieren. Da von Anfang an der Guide dabei ist, der im Notfall alles erklärt, wird dieser der erste Mitbewohner. Weitere Mitbewohner können eine Krankenschwester, ein Händler oder einen Waffenverkäufer werden. Es hängt vom Spieler ab!


Grafisch stammt Terraria aus den 90er Jahren und erinnert sehr stark an Zelda oder andere Pixel-RPGs. Doch das hindert den Spielspaß nicht am Enstehen, sondern fördert ihn! Denn durch die liebevoll gestalteten Pixelumgebungen und die detailierten Monster wird eine besondere Atmosphäre aufgebaut. Dazu trägt auch die Lichtengine bei. Denn die Beleuchtung der Umgebung ist abhängig von den Fackeln und wird eine Fackeln zwischen Steinen eingebaut, so wird das Licht dunkler. Sollte der Spieler eine Fackel in die Hand nehmen, so beginnt diese sofort zu leuchten – ein gutes und schnelles Mittel, falls der Spieler einmal in die Dunkelheit fällt.

Eine Welt die erforscht werden muss
Tolles Feature: Verlassene Höhlen ...

Tolles Feature: Verlassene Höhlen wuchern zu

Unterhaltsam trotz Verbesserungsmöglichkeiten

Bei all dieser Schönheit gibt es leider einige Mankos, die sofort auffallen und stören. So kann die Herstellung der Gegenstände nicht beschleunigt werden. Soll also aus zwei Sand ein Glasstein hergestellt werden und der Spieler wünscht sich 100 Glassteine, so muss auch hundertmal geklickt werden. Ein weiteres störendes Problem entsteht, durch die Rücksetzung der aktuellen Position. Befindet der Spieler sich in seiner Mine und beendet das Spiel, so wird er beim nächsten Start am Startpunkt, an welchem er das erste Mal die Welt betreten hat, spawnen. Es ist also zu empfehlen, die Basis in der Nähe des Spawnpunktes zu bauen.

 

Trotz dieses kleinen Mankos hat die Spiel riesige Vorteile. Denn das Inventar ist global. Das heißt, wenn der Spieler stirbt, so verliert er nicht(!) sein ganzes Inventar. Das einzige was er verliert sind einige Münzen. - Die Münzen sind übrigens für den Händler wichtig, aber das werden nur die erleben, die das Spiel länger spielen. Mit diesem globalen Inventar kann der Spieler hingehen wo er möchte und muss bei seinem Tod dort hin nicht zurückkehren.

Wie im realen Leben - Das Gold ist rar
rare Metalle warten im Boden

rare Metalle warten im Boden

8-Bit Schönheit

Das Spiel besitzt natürlich auch kleine Seltsamheiten. So können die Monster unendlich lang tauchen und haben unendlich lang Luft. Der Spieler hingegen, verliert sehr schnell die Luft und kann am Anfang nicht schwimmen! Das heißt, fällt er ins Wasser, sinkt er wie ein Stein. Es empfiehlt sich aus diesem Grund: Tiefe Wasser zu vermeiden. Mit etwas Glück kann im Verlauf des Spiels ein Surfbrett gefunden werden, dass die fehlende Fähigkeit substituiert.

 

Doch das flache Terraria-Universum bietet noch mehr und viel Unerforschtes. So fallen zum Beispiel Sterne vom Himmel, die eingesammelt werden können und bei zehn Sternen kann etwas besonderes hergestellt werden. Allerdings hat der Autor dieses Artikel erst vier Sterne gefunden und kann somit nicht sagen, was aus zehn Sternen entsteht. Auch andere Gegenstände wie Linsen können zu interessanten Gegenständen verarbeitet werden – vielleicht Lupen oder Fernrohre?

 

Die Welt von Terraria möchte erobert werden. Kleine Belohnungen versteckt in Vasen und Truhen, sowie viele unbekannte Dinge warten auf Spieler. Auch wenn in diesem Artikel viele Dinge erwähnt sind, so ist die neue Welt hier nicht komplett abgebildet. Es gilt sie zu erforschen!

 

Das Spiel Terraria ist auf Steam für 9,99 € erhältlich.

 

Übrigens: Wer Terraria mag, wird Minecraft lieben.

Autor seit 6 Jahren
37 Seiten
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