Kinder merken sehr schnell ob sich der Autor beziehungsweise die Autorin eine Geschichte aus den Fingern saugte, um Einnahmen und Profite zu erzielen oder ob sich ein Schriftstellerherz so richtig ins Zeug legte, um die jungen Leser zu begeistern.

Kinder wollen spannende Geschichten, doch sollten die Abenteuer der Hauptfiguren gemäßigt beschrieben sein, damit aus einer Gutenacht-Geschichte keine Albtraum-Story wird

Wählen Sie alle Worte mit Bedacht und halten Sie den Text so einfach wie möglich. Komplizierte Marathonsätze sind selbst für Leser im Erwachsenenalter oftmals schwer verständlich, umso mehr hat ein Kind damit zu kämpfen, Inhalt zu verstehen. Auch die Namen der Hauptfiguren und Schauplätze müssen leicht verständlich geschrieben sein.

Schreiben Sie aus der Kinder-Perspektive, falls die Hauptfigur ein Kind sein sollte oder aus der Ameisen-Perspektive, wenn es sich bei den Figuren um eine Ameise handelt.

Kinder sind viel sensibler als Erwachsene, da sie noch nicht gelernt haben mit Emotionen umzugehen, sie zu kontrollieren oder abzuschwächen. Die Fantasie eines Kindes ist viel intensiver ausgeprägt als bei Erwachsenen. Junge Leser klettern mental vollkommen in die Handlung der Bücher ein, erleben mit den Romanfiguren die Abenteuer und halten das Gelesene beziehungsweise Vorgelesene für Realität.


Erwachsene wirken viel mächtiger für eine kleine Person Kinder sind total abhängig von Erwachsenen.
Gehen Sie auf Recherche und beobachten Sie Kinder ihrem Alltag.

Wie verhalten sich Ihre eigenen Kinder oder Enkel?
Wie verhalten sich Kindergartenkinder?
Wie verhalten sich Schulkinder. Beispielsweise in den Pausen auf dem Schulhof?
Wie verhalten sich Kinder beim Einkaufen?
Wie verhalten sich Kinder auf dem Spielplatz?
Wie gehen Kinder mit Tieren um?
Wie verhalten sich Kinder im Zoo?
Wie sprechen Kinder untereinander?
Wie sprechen Kinder mit Erwachsenen?
Wie ist die Körpersprache der Kinder, wenn sie zornig sind?
Wie ist die Körpersprache der Kinder, wenn sie sich freuen?
Wie essen Kinder?

Dialoge in Kinderbüchern: Redewendungen und Kindersprache lernen

Notieren Sie sich Redewendungen und lernen Sie die (zeitgemäße) "Kinder-Sprache" und die generationsbedingten Wortkreationen kennen. Beispiel aus Kindermund:

Zwerge tragen rote Zipfelmützen, damit sie im Gras besser gesehen werden. Das ist besonders nützlich, wenn der Rasen gemäht wird.
Die Hochzeit zwischen Männern ist nur deshalb unmöglich, weil man unbedingt ein Hochzeitskleid anziehen muss, wenn die Trauung vor dem Altar vollzogen wird. Da kein Mann ein Kleid anziehen darf, ist somit auch eine Heirat ausgeschlossen.

Beispiele aus der Jugendsprache
Beatwolle: Lockenkopf
Datenzäpfchen: USB-Stick
Swag: beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung
Abkochen: betrügen

Die handelnden Figuren in dem Kinderbuch sollten dem kleinen Leser vom äußeren Erscheinungsbild bekannt vorkommen. Etwa menschenähnliche Wesen, wie Elfen oder Meerjungfrauen (halb Fisch - halb Mensch).

Beispiel für Haustiere in den Hauptrollen:

  • Hasen
  • Hunde
  • Katzen
  • Insekten
  • Vögel
  • Pferde
  • Mäuse
  • Nutztiere

 

Durch die Medien sind den Kindern auch ausgestorbene, exotische und prähistorische Tieren bekannt.

 

Beispiel für  prähistorische Tiere in den Hauptrollen von Kinderbüchern

  • Flamingos
  • Affen
  • Elefanten
  • Löwen
  • Tiger
  • Giraffen
  • Flusspferde
  • Papageien

Abenteuergeschichten für Kinder schreiben

Etwa ein Erlebnis, das mit dem Wetter zusammenhängt: Das Lieblingsspielzeug der kleinen Lara (Hauptfigur) wurde mit dem Sturm davongetragen. Nehmen Sie die jungen Leser mit auf eine wundervolle Reise, an deren Ende die kleine Lara ihr Spielzeug natürlich zurückbekommt.

In einem "Kinderbuch" sollte die Handlung immer in einer Welt spielen, in der Kinder oder eine vermeintlich schwache Figur  als (moralischer) Gewinner hervorgeht. Entführen Sie die Kinder in eine Welt, in der sie die Abhängigkeiten, denen sie alltäglich unterliegen, vergessen können.

Scully_van_Funkel, am 26.12.2012
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