Das Brot am Abend – Teil der deutschen Kultur

Auch das typisch deutsche Abendbrot wird der traditionellen deutschen Küche zugeordnet. Zwar hat sich in den letzten Jahren das Essverhalten verändert, sodass abends immer öfters warm gegessen wird, aber das Abendbrot, bestehend aus Brot und Aufstrich, ist immer noch existenziell. Kein Wunder, weist Deutschland die meisten Brotsorten weltweit auf. Im Jahre 2015 kauften die privaten Haushalte rund 1.834.000 Tonnen Brot. Es ist nicht zu weit hergegriffen zu behaupten, dass in Deutschland eine Art Brotkultur herrscht. Das Brot als Grundnahrungsmittel steht immer zur Verfügung und kann binnen Sekunden mit einem Aufstrich bzw. Belag noch schmackhafter gemacht werden.

Was uns der Supermarkt bietet

Die meisten Aufstriche und Belege wie Wurst und Käse sind tierischen Ursprungs und kommen deswegen für Veganer nicht infrage.
Alternativen lassen sich aber in einem überschaubaren Maße finden. In vielen Supermärkten gibt es pflanzlichen Wurstersatz, der aus seiner Konsistenz und Geschmack der echten Wurst ähnelt. Wurstersatze gibt es in vegetarischer (aus Eiklar) und veganer (aus Tofu) Ausführung.
Auch veganen Käse gibt es inzwischen, der zwar als Käse benannt wird, aber mit Käse kaum was gemein hat, liegt der Eiweißinhalt bei 0g (ein Gouda weist bei 100g 25,5 g Eiweiß auf). Jedeglich die Konsistenz, das Aussehen und die zusätzliche Verwendung zum Überbacken ähnelt dem Profil einer Käsescheibe.
Das allen bekannte Bruschetta hingegen ist von Natur aus vegan und im Kühlregal schon längst ein fester Bestandteil.
Außerdem in vielen Supermärkten im Sortiment enthalten sind vegane Aufstriche in diversen Geschmäckern: Von Paprika über Olive bis hin zu Rote Beete, aus fast allen Gemüsesorten können mit Öl, Nüssen und Kernen die Firmen appetitliche Aufstriche herstellen. Diese sind angebrochen noch einige Tage bis Wochen im Kühlschrank haltbar.

Es selbst in der Hand haben

Wer gerne selbst kocht kann ganz leicht auch seine eignen veganen Aufstriche kreieren. Daraus ergeben sich zwei wesentliche Vorteile: Man ist selbst Herr darüber welche Zutaten in welcher Menge verwendet werden und kann somit seinen eigenen persönlichen Lieblingsgeschmack bewusst selbst zubereiten. Als Hauptzutat bzw. Basis setzt man auf Tofu, welcher mit pürierfreundlichem Gemüse, Kräutern und Gewürzen und nach Wunsch Öl, vermengt wird. In Olivenöl angebratene Zwiebeln und Knoblauchzehen geben dem Aufstrich einen gewissen rauchigen Geschmack.
Pflanzlicher Schmalz, ein weiteres veganes Produkt, welches den Supermärkten nicht fremd ist, greift in seiner Herstellung auf Kokosfett zurück.
Auch Hummus, bestehend aus Kichererbsen und Tahin (Sesampaste), lässt sich auch wunderbar selbst zubereiten und kann gut zu Brot als Dip gegessen werden. Ähnlich verhält es sich mit Tzatziki, in welchen man den Jogurt schlicht durch Soja Jogurt ersetzt.
Zeitaufwendiger in seiner Zubereitung ist veganer Frischkäse: Die erhitzte Sojamilch wird in ein mit einem Tuch ausgestatteten Sieb gegossen. Übrig bleibt eine frische Masse, die mit Gewürzen verfeinert werden kann.
Wer weniger Zeit hat, kann auf Gurken-, Tomaten- oder Avocadoscheiben zurückgreifen, bei denen es manchmal nicht mehr als eine Prise Pfeffer bedarf.

 

 

Hummus ist schnell und einfach zuzubereiten

 

 

Um ein veganes Abendbrot zu zaubern muss nährstofftechnisch und geschmacklich nichts eingebüßt werden. Auch Teilzeitveganer profitieren, da Gemüseaufstriche aus Tofu und co eine gesunde Alternative zur Salami am Abend bieten.

 

 

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