Nüsse haben viele Vorteile, bergen aber auch Gefahren.

Als Snack versorgen Nüsse den menschlichen Körper neben dem wichtigen Eiweiß mit Vitaminen, Spurenelementen und Ballaststoffen. Sie haben einen hohen Gehalt an Magnesium und Vitamin B und sind "Nervennahrung pur". Zudem regen die Ballaststoffe die Verdauung an. Gerade zur kalten Jahreszeit verfeinern Nüsse viele süße und salzige Desserts und Gebäck. Auch passen sie sehr gut zu Wildgerichten wie Rehrücken oder Wildschweinbraten oder zu Weihnachtsgans oder –ente.

Allerdings geht bei gerösteten Nüssen ein Teil der wertvollen Fettsäuren und Vitamine beim Erhitzen der Nüsse verloren. In Maßen genossen aber schmecken geröstete Nüsse köstlich und schaden dem menschlichen Körper nicht. Gesalzene Nüsse enthalten große Mengen Kochsalz, das zu Bluthochdruck führen kann. Besonders vorsichtig müssen Allergiker mit einer Nussallergie beim Verzehr von Nüssen sein. Für sie kann der Genuss gefährliche Folgen haben.

Appetit bekommen? Mandeln selbst rösten

Geröstete Mandeln sind zuhause schnell und ganz einfach zubereitet:

Man nehme 250 Gramm geschälte süße Mandeln. In eine Schale geben Sie vier gestrichene Esslöffel Zucker, einen halben Esslöffel Wasser und, wenn Sie Zimt mögen, einen halben Teelöffel Zimt. In die Schale geben Sie dann die Mandeln hinzu und verrühren alles mit einem Löffel gut miteinander. Die Schale stellen Sie zwei Minuten in die Mikrowelle – hohe Stufe -, nehmen die Schale heraus und rühren die Mandeln gut um. Dann die Schale noch einmal zwei Minuten in die Mikrowelle, und fertig sind die gebrannten Mandeln. Guten Appetit beim Knabbern.

Einige Informationen zu Mandeln

Es gibt süße Mandeln und Bittermandeln. Süße Mandeln werden geschält oder in der Schale als Krachmandeln angeboten. Sie eignen sich zum Rohessen, für Kuchen und Süßspeisen, Soßen und Gemüsegerichte. Bittermandeln sind, roh genossen, wegen der darin enthaltenen Blausäure sehr giftig. Erst durch das Kochen verflüchtigt sich die Blausäure und der Verzehr ist ungefährlich.

Von besserer Qualität ist die ungeschälte Ware; das braune Häutchen lässt sich nach kurzem Überbrühen mit heißem Wasser leicht entfernen. Außerdem gehören Mandeln in den Christstollen und sind Hauptbestandteil von Marzipan.

Die Lagerung von Mandeln und sonstigen Nüssen

Die meisten Nüsse werden zwischen Oktober und Dezember geerntet. Alle Nusssorten lassen sich gut über mehrere Monate lagern. Deshalb sind sie das ganze Jahr über zu kaufen. Am besten schmecken Nüsse frisch, noch besser selbst geerntet.

Die Schalen sollten unbeschädigt sein. Achten Sie auf Löcher in den Nüssen. Bei der Haselnuss zum Beispiel, deren Ernte besonders in diesem Jahr immens ausfiel, treibt ein Käfer, der Haselnussbohrer, sein Unwesen. Er bohrt mit seinem Rüssel am extrem beweglichen Kopf in Windeseile - 3/4 Umdrehung nach rechts...stopp....3/4 Umdrehung nach links...stopp...3/4 Umdrehung nach rechts...usw. - ein kleines Loch in die reifende Nuss und legt dort seine Larven ab, die im nächsten Jahr schlüpfen. Haselnüsse mit kleinem Loch gehören in den Abfall.

Bio Ware ist konventioneller Ware vorzuziehen, wenn man ganz sicher gehen will, dass die Nüsse nicht gebleicht oder begast worden sind. Nüsse sollten dunkel, kühl, trocken und luftig gelagert werden. Am besten bewahrt man sie in einem Netz, Pappkarton oder Holzkiste auf. Ungeschält halten Nüsse monatelang. Geschält, gemahlen oder geraspelt werden sie schneller ranzig oder schimmelig.

Mandeln sind neben Paranüssen, Pistazien und Erdnüssen besonders anfällig für Schimmel, der aber mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist. Die giftigen Substanzen lassen sich auch durch Kochen, Einfrieren oder Rösten nicht beseitigen. Schlecht schmeckende oder riechende Nüsse sollten deshalb weggeworfen werden.

Wenn möglich, sollte der Verbraucher immer ganze Nüsse kaufen und sie bei Bedarf selber frisch mahlen. In einem luftdicht verschlossenen Gefäß können zerkleinerte Nüsse im Kühlschrank bis zu vier Wochen, im Gefrierfach gut ein Jahr aufbewahrt werden.

Zum Schluss zwei Tipps in Ihrem eigenen Interesse:

  • Beschädigen Sie nicht Ihre Zähne zum Knacken von Nüssen; dafür gibt es Nussknacker.
  • Für Ihren Hund ist das Fressen von Nüssen genau so schädlich wie das Fressen von Schokolade.
Autor seit 3 Jahren
249 Seiten
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