Wie entsteht eigentlich Cellulite?

Das Bindegewebe von Frauen ist gemeinerweise anders aufgebaut als das von Männern. Auch die Haut ist dünner und die darunter liegende Lederhaut ist viel flexibler als bei Männern. Zudem haben Frauen mehr Fettzellen und die Kollagenfasern sind parallel gelagert und nicht wie bei Männern netzartig. So können sich die Fettzellen viel leichter an die Oberfläche drücken und bilden dann die typischen Grübchen. Schuld daran, dass sich Cellulite hauptsächlich Schenkeln, Hüften und Po findet ist das Hormon Östrogen. Es sorgt dafür, dass sich die Fettreserven eben an den genannten Stellen einlagern. Männer lagern im Übrigen ihre Fettreserven hauptsächlich im Bauchraum an. So entsteht der "Kugelbauch".
Zudem ist es auch noch genetisch veranlagt, wie stark die Cellulite ausgeprägt ist. Hinzu kommen Faktoren wie: Wassereinlagerung, die Durchblutung und wie dick die Haut ist.
Kosmetisch werden drei Stufen unterschieden:
Stufe 1: sichtbare Dellen bei einem Kneiftest
Stufe 2: Die Dellen sind im Stehen, jedoch im Liegen nicht zu sehen
Stufe 3: Die Dellen sind auch im Liegen zu sehen.

Ist die Cellulite erstmal da, können auch noch andere Probleme auftauchen. Der Stoffwechsel der Haut funktioniert nicht mehr richtig. Lymphflüssigkeit und Wasser finden ihren Weg an den aufgeblähten Fettzellen nicht mehr vorbei. Dadurch schwillt das Gewebe zusätzlich an.

Gibt es ein Mittel gegen Cellulite?

Zuerst einmal die schlechte Nachricht. Bis jetzt wurde noch kein wirksames Mittel erfunden, um die Cellulite komplett verschwinden zu lassen, auch wenn uns das die Kosmetikindustrie immer wieder gerne glauben machen möchte. Aber es gibt durchaus Methoden, um das Hautbild zu glätten. Da wäre zum einen die Ernährung, diese sollte ausgewogen sein. Vermeiden sie übermäßigen Alkohol- und Koffeingenuss. Auch Rauchen kann die Cellulite fördern. Dazu viel trinken, etwa 2-3 Liter am Tag, am besten Wasser
Regelmäßige sportliche Betätigung sollte auch nicht fehlen, um Fettzellen abzubauen und Muskeln aufzubauen. Dadurch wird der Körper geformt. Unterstützend helfen dazu Massagen und Wechselduschen um den Hautstoffwechsel anzuregen.

Vielleicht hilft auch ein bisschen Gelassenheit

Unsere heutige Gesellschaft befindet sich im Schlankheitswahn. Wer sich gesund ernährt und ausreichend bewegt tut seinem Körper etwas Gutes, auch ohne perfekte Oberschenkel und Popo. In der Vergangenheit war es so, dass Rubens seine üppigen Schönheiten durchaus auch mit Dellen an Oberschenkeln und Hinterteil zeichnete. Selbst die Frauenzeitschriften hatten bis Anfang der 70er Jahre kein Problem mit Dellen. Erst mit Beginn des Schlankheits- und Jugendwahns wurde auch die Cellulite geächtet.

Bitte beachten Sie, dass ich keine Ärztin bin. Sollten Sie gesundheitliche Probleme haben, wenden Sie sich bitte an den Arzt Ihres Vertrauens.

Autor seit 2 Jahren
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