Lohnt sich Energie sparen für Unternehmer in Deutschland?

Es ist klar ersichtlich, dass der Preisdruck auf den internationalen Energiemärkten sich künftig noch erhöhen wird. Weil Deutschland in hohem Maße von Energieimporten abhängig ist, haben die Bundesregierung und der Deutsche Bundestag im Herbst 2010 das "Energiekonzept für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung" verabschiedet. Dessen Ziel ist es, die CO2-Emissionen zu mindern und einen sparsamen Umgang mit Energie zu erreichen.
Es wurde errechnet, dass der Energieverbrauch im Bereich der Produktion reduziert werden und damit rundgerechnet mindestens zehn Milliarden Euro jährlich eingespart werden kann. Auch die Material- und Rohstoffkosten, die einen Anteil von über 40 Prozent im verarbeitenden Gewerbe haben, stellen einen starken Kostenfaktor, der durch die Rohstoffpreisentwicklung erhebliche Steigerungen aufweist, dar. Durch Befragungen wurde ermittelt, dass das durchschnittliche betriebliche Einsparpotenzial bei sieben Prozent, mit einem Einsparvolumen von mindestens 48 Milliarden Euro, liegt.

Foto:Logo RKW

Das Projekt Impulsgespräche stellt sich vor

Seit Anfang 2012 führte das Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft, das RKW-Netzwerk, bundesweit über 600 Vor-Ort-Gespräche zum Thema Energieeffizienz mit den Inhabern kleiner und mittlerer Unternehmen. Das Ziel der Gespräche ist es, den Firmen Wege aufzuzeigen, wie die Energieeffizienz, oft schon mit geringem finanziellem Aufwand, deutlich erhöht werden kann. Spätestens bei der nächsten Stromabrechnung wird dann klar, dass durch Energiesparmaßnahmen im Unternehmen Geld eingespart wurde. Zusätzlich werden wertvolle fossile Ressourcen geschont. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) aus dem Energie- und Klimafonds finanziert. Darüber hinaus werden in Material verarbeitenden Betrieben Konzepte zur Materialeinsparung sowie die Fördermöglichkeiten durch die Deutsche Materialeffizienzagentur, demea, angesprochen. In den Unternehmen finden kostenfreie, persönliche Gespräche statt. In ihnen werden die individuellen Einsparpotenziale des jeweiligen Unternehmens angesprochen. Dann zeigen die RKW-Mitarbeiter/innen mögliche konkrete Ansatzpunkte auf, wie der Ressourcenverbrauch nachhaltig verringert werden kann. So können später passgenaue Energiesparkonzepte für die Betriebsstätten in Deutschland entstehen. Das Projekt Impulsgespräche läuft vom August 2011 bis zum Dezember 2012.

Was Unternehmer zum Thema Impulsgespräche sagen

Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe, der Dienstleistung, dem Handel und der Gastronomie können, so bestätigen sie bei den Impulsgesprächen, von der anbieterneutralen Bestandsaufnahme profitieren. Rainer Wenzel, Geschäftsführer von SchlappMöbel in Hessen, kommentiert, dass das Impulsgespräch sehr ausführlich und strukturiert war. Für seinen Betrieb ergaben sich viele Ansatzpunkte, die teilweise auch kurzfristig umgesetzt werden konnten. Für die Zukunft ist, da ihn die bisherigen Maßnahmen überzeugten, eine Detailplanung vorgesehen.

Foto: Dr.Morgenstern, RKW

 

 

 

Der RKW-Projektleiter Dr. Kai Morgenstern resümiert nach den ersten 600 Gesprächen, dass Unternehmer in Deutschland am Thema Energieeffizienzmaßnahmen stark interessiert sind. Sie fragen oft, zu Beginn einer Beratung, ob sie bisher die richtigen Entscheidungen trafen und wollen, bei zukünftigen Schritten, fundiert weiter begleitet werden.




Ein Netzwerk der effizienten Technik könnte entstehen

Eine angenehme Begleiterscheinung ist, dass Aufgrund der Impulsgespräche auch Investitionen in effiziente Technik angestoßen wurden. Ein lebensmittelverarbeitender Betrieb zum Beispiel stellt seine Kühlung auf Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung um.Es gibt seit dem März 2012 ein Förderprogramm der KfW "Energieberatung Mittelstand"für die unterschiedlichen Techniken die zum Gesamtkonzept gehören.Einige Unternehmer informieren sich auch über die Erzeugung von Strom durch Solarenergie für Hochleistungsmotoren und die 2012 entstandene Kooperation zwischen China, Europa und Deutschland.

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