Manche dieser Abkürzungen sind bereits in unseren deutschen Sprachgebrauch eingegangen. So kennen auch wir den DJ als discjockey, ACDC (Gleichstrom, Wechselstrom) und nutzen SMS (short message service) anstatt der Kurznachricht. Da werden auch gerne Endungen verschluckt und dem Besucher im Süden ein fröhliches "howdy" für "how do you do?" entgegen geworfen. Mit einem see y'all (see you all) werden wir verabschiedet.

Woher kommt nun Xmas?

Das Xmas eine Abkürzung für Christmas (Weihnachten) ist, dürfte Ihnen mittlerweile klar sein. X'temmas als Bedeutung für Christmas war schon in der englischen Sprache 1551 belegt. Das X für die Silbe Christ ist in altenenglischen Abkürzungen bekannt. Im alten Griechenland wurde in frühchristlicher Zeit der Buchstabe X für Christos (ΧΡΙΣΤΟΣ) verwendet. Andere Schreibweisen sind X-mas, Xtmas oder Xstmas. In 2008 wählte der Verein Deutschen Sprache e.V. das Wort X-mas als das nervigste und überflüssigste Wort des Jahres in Deutschland. Herr Prof. Dr. Roland Duhamel, Vorstandsmitglied und Germanist der Universität Antwerpen erläuterte: "Der Begriff soll ein Kürzel für Weihnachten bzw. 'Christmas' sein, steht aber im krassen Gegensatz zu allem, was man in Deutschland mit Weihnachten verbindet: Gemütlichkeit, deutsche Weihnachtstraditionen, Romantik, Christlichkeit".

Happy Xmas (War Is over)

Vertont wurde dieses Kürzel von niemand geringeren als dem Paar, das für Love and Peace steht, John Lennon und Yoko Ono. Am 1. Dezember 1971 erschien der Song als Single in den USA. Knapp ein halbes Jahr später erfolgte die Veröffentlichung in Großbritannien. Vielen, die das Stück als Weihnachtslied mitträllern, ist nicht bewusst, dass es sich um ein Protestlied gegen den Vietnamkrieg handelt. Als klassisches Weihnachtslied wurde es auf vielen Weihnachtsalben veröffentlicht und landete auf Platz 9 der besten Weihnachtslieder bei einer Zuschauerabstimmung des Musiksenders VH1.

Im Hintergrund zu hören ist der Harlem Community Choir, der Chor des Stadtteils Harlem in New York. Coverversionen wurden u.A. von Celine Dion, Neil Diamond, The Moody Blues und Jimmy Buffet aufgenommen.

Die besten Weihnachtslieder in 2004

Die anderen Plätze belegten

  • 1. Fairytale of New York - The Pogues/ Kirsty MacColl
  • 2. Do They Know It's Christmas? - Band Aid
  • 3. Last Christmas - Wham!
  • 4. Merry Xmas Everybody - Slade
  • 5. Do They Know It's Christmas? - Band Aid 20
  • 6. All I Want For Christmas is You - Mariah Carey
  • 7. I Wish It Could Be Christmas Everyday - Wizzard
  • 8. White Christmas - Bing Crosby
  • 9. Happy Xmas (War is Over) - John Lennon
  • 10. Stay Another Day - East 17

Die Wahl wurde im Dezember 2004 durchgeführt. Über 10.000 Hörer konnten auf der Internetseite abstimmen.

Quelle: BBC

Weil auch ich das Stück der britischen Punkband Pogues mit Kirsty MacColl liebe, möchte ich es Ihnen ans Herz legen:

Fairytale of New York

Xmas bei Amazon

Erstaunlicherweile reicht die Eingabe von "Xmas" bei Amazon, um alle Angebote rund um Weihnachten zu finden, z.B. Weihnachtslieder für Punks und Headbangers:

Reisefieber, am 26.11.2013
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Bildquelle:
Gudrun Weber (Weihnachtslieder von schräg bis fröhlich)

Autor seit 3 Jahren
164 Seiten
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