(Bild: gedankenvonlaura)

Neues Zuhause auf Zeit

Bei der Wohnungssuche entschied Leonie sich für eine 23 Quadratmeter Single-Wohnung.

Ohne Terrasse, ohne Parkplatz, ohne Balkon. Zumindest kann sie in ihrem dazugehörigen Kellerabteil ein paar Umzugskartons mit persönlichen Gegenständen, Bildern und Lieblingskleidern, aus ihrer bisherigen 90 Quadratmeter Penthouse-Dachterrassenwohnung, verstauen.

Die Immobilen- und Mietpreise in der Großstadt lassen Leonie gerne bescheiden auf einem Drittel ihrer bisher gewohnten Wohnungsfläche leben - schmerzhafter Weise zum gleichen monatlichen Preis.

Klingt vorerst alles nicht so prickelnd, aber Leonie hat sich diesen Schritt reichlich und bewusst überlegt.

Die brünette Studentin ist eine strebsame, abenteuerlustige, bodenständige, naturverbundene junge Frau. Aufgewachsen im familiären Umfeld, in einem idyllischen kleinen Vorort, der 1500 Kilometer weit entfernt von ihrem zukünftigen Zuhause ist.

Leonie's Architekturstudium bietet sich hervorragend dazu an, das bewegte Stadtleben auf Probe hautnah zu erleben.

 

 

 

(Bild: gedankenvonlaura)

Völlig fremd und doch nicht alleine

Nach einer Woche Eingewöhnungsphase stellt Leonie etwas eingeschüchtert fest:

Selbst für sie, als kommunikativen Menschen, ist es mehr als eine fordernde Aufgabe, alleine in einer Großstadt anzukommen.

Die Menschen in dieser Großstadt scheinen auf den ersten Blick sehr beschäftigt zu sein. Niemand fällt hier auf, alle sind Teil der großen Masse.

In den unzähligen Straßen und Gassen gehen alle hektisch aneinander vorbei. Manche halten eine Wirtschaftszeitung oder ihr Smartphone in der Hand, manche unterhalten sich angeregt. Die meisten gehen zielstrebig mit Blick nach vorne, um schneller an ihr Ziel zu kommen.

 

 

(Bild: gedankenvonlaura)

(Bild: gedankenvonlaura)

Draußen laut - Innen ruhig

Leonie ist begeistert! Mitten in einer Großstadt so viel Flair, so viel Kunst, so viel Kreativität.
Doch so konträr zu ihrem gewohnten Leben zuhause.

Ihre Freude über die Ankunft in dieser Stadt wird immer größer, das Heimweh umso kleiner. Die nächsten Tage will Leonie die Stadt noch so gut es geht erkunden und kennenlernen. Kommende Woche beginnt ihr erster Kurs für Studium, bis dorthin sollte sie sich einigermaßen gut zurecht finden.

Um sich von diesem Trubel auf den Straßen, den Leonie sehr inspirierend und beeindruckend empfindet, ein wenig zu erholen, hält sie immer wieder zwischendurch Inne in einem der hunderten Straßenlokale, Bistros, Bars und Cafes, die sehr zum Verweilen einladen.

Bei einer Tasse Cappuccino mit Milchschaum, das trinkt sie auch zuhause am liebsten, zieht Leonie Resümee:

Hier kennt sie niemanden.
Und niemand kennt Leonie.

Sie stellt fest, wie angenehm es sein kann, von der Masse der Großstadt abzutauchen, um dann in einem einfachen Starbucks Café verschiedensten Kulturen und Ländern, neutral und in entspannter Atmosphäre, gegenüber zu treten.

Ihre Mitmenschen, die sie hier in den verschiedensten Lokalitäten umgeben, sind äußerst offen, redefreudig, interessiert, hilfsbereit und ohne Vorurteile. Ein freundlicher Eindruck. Gott sei Dank!

So passiert es Leonie in den darauf folgenden Tagen immer öfter, dass sie beim Genießen ihrer vertrauten Cappuccinos mit Milchschaum, von fremden Menschen angesprochen wird.
Sehr interessante, und für sie vor allem informative, Gespräche entstehen.

Großstadt-Networking wäre wohl der passende Begriff, der Leonie zu dieser Art von zufälligen Unterhaltungen einfällt. Mittlerweile weiß sie die wichtigsten Details über ihre bald beginnenden Kurse, und hat sogar schon 2 Kurskollegen kennengelernt.

In ihrem Lieblingslokal im Künstlerviertel der Stadt, an dem sie nachmittags gerne alleine an einem Tisch sitzt und schon für die erste Prüfung lernt, fällt sie nicht auf.

Die Studentin ist fasziniert von diesem speziellen Lokal: Die Besitzer, ein verliebtes Einwanderer-Pärchen, haben das Lokal mit vielen antiken und flohmarktartigen Möbeln ausgestattet.
Wenn man im liebevollen Lokal sitzt kann man das Treiben der davor liegenden ruhigen Straße beobachten.

Leonie ist umgeben von Leuten, die es ihr gleich tun. Menschen die offensichtlich alleine lernen, lesen, arbeiten.

Es herrscht trotzdem immer ein Gefühl von Gemeinschaft in dieser anonymen Großstadt. Man spürt stets: Wer Gesellschaft möchte, braucht nur freundlich lächeln und sich für sein Gegenüber ehrlich interessieren.

 

Neugierig auf Leonie's Alltag in der Großstadt?
Lies hier weiter: Großstadt-Alltag im Experiment - Big City Life Teil 2

 

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Folge täglichen Artikeln und like auf Facebook:

https://www.facebook.com/gedankenvonlaura

Folge und like unseren BLOG: www.gedankenvonlaura.wordpress.com

Wir freuen uns über neue Gruppenmitglieder, die gerne zu den Themen Liebe, Sex und Herzenssachen diskutieren!

https://www.facebook.com/groups/1551216538453582/

 

 

 

 

 

(Bild: gedankenvonlaura)

(Bild: gedankenvonlaura)

(Bild: gedankenvonlaura)

Autor seit 3 Jahren
28 Seiten
Laden ...
Fehler!