Der letzte Nagel war aus Gold

Am 10. April beschloss der US-Kongress, dass die Schienennetze am "Pomontory Summit", dem höchsten Pass der Hügelkette, verbunden werden sollten. Beide Gesellschaften bündelten ihre Kräfte und vereinbarten, die Trasse über die Brücke zu führen. Nach zahlreichen Anstrengungen und gegenseitigen Sabotageakten erreichten die beiden Gesellschaften schließlich am Nachmittag des 9. Mai 1869 den Zielpunkt. Am 10. Mai wurde die letzte Schiene gelegt. "Central Pacific" fuhr mit der Lokomotive No.60 von Westen und "Union Pacific" mit der Lok No.119 von Osten her an den Verbindungspunkt.

Leland Stanfort, der Präsident von "Central Pacific" hatte einen Schienennagel aus Gold anfertigen lassen, in den die Namen der Direktoren der Bahngesellschaften und die Worte "The last Spike" (Der letzte Nagel" eingraviert waren. Dieser Nagel wurde jedoch nie in die Schienen eingesetzt. Er befindet sich heute im Museum der Stanfort University. Der Bau dieser "Transcontinental" war ein unglaubliches Projekt und bildete gleichzeitig einen neuen Abschnitt in der amerikanischen Geschichte.

Der erste Westernfilm handelte von einem Eisenbahnraub

Die Eisenbahn verringerte die enormen Entfernungen im Westen und ermöglichte bessere Verbindungen für den Handel. Somit schaffte sie die Voraussetzungen für den Wandel Amerikas vom Land der Cowboys und Viehzüchter zum Industriestaat. Natürlich hatten es auch Banditen auf das neue Verkehrsmittel abgesehen. Der berüchtigte Jesse James und seine Bande nahmen beispielsweise ganze Bahnstationen in ihre Gewalt. Sobald der Zug einfuhr, erlebten die Reisenden eine böse Überraschung.

Aber auch in dem ersten Western der Filmgeschichte "The Great Train Robbery" (Der große Eisenbahnraub, Regie: Edwin S. Porter) von 1903 spielte die Eisenbahn eine wichtige Rolle. Berühmt wurde der zwölfminütige Film vor allem aufgrund seiner Schlussszene, in der Justus D. Barnes seinen Colt direkt auf die Kamera richtete und abfeuerte.

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