Grand Canyon (Bild: Bernd Teuber)

Amerika wurde durch mehrere Einwanderungswellen besiedelt

Genau bekannt ist jedoch, dass vor elftausend Jahren die Einwanderer aus Asien bereits Feuerland, die Südspitze Südamerikas, erreicht hatten. Den wandernden Jägern war nicht bewusst, dass sie einen neuen Kontinent besiedelten. Sie folgten einfach ihren Beutetieren. Vermutlich war die Landverbindung manchmal infolge sich ausdehnender Gletscher oder Überflutungen unterbrochen, sodass die ersten Einwanderer lange von ihrem Herkunftsgebiet getrennt waren. Dann wurde der Landweg wieder begehbar, und andere Jägersippen drangen aus Asien her ein. So kam es zu mehreren, durch Jahrtausende getrennte "Einwanderungswellen".

Die letzten Einwanderer vor dem "Weißen Mann" waren wohl die Eskimos und die Bewohner der Aleuten. Sie kamen nach der Eiszeit, als die Landbrücke bereits wieder vom Meer überflutet war, auf treibendem Eis oder mit Booten. Die "Paläo-Indianer", wie die Vorfahren der Indianer genannt werden, ernährten sich auf verschiedene Weise. Westlich der Rocky Mountains lebende Gruppen waren Kleintierjäger und Sammler

Die Vorfahren der Indianer kannten Pferde

Jene Einwanderer, die am Osthang des Gebirges entlangzogen und in die Prärien vorstießen, jagten dagegen Großwild. Sie erbeuteten den mächtigen Urbison, Mammuts und Kamele, die dem heutigen asiatischen Trampeltier ähnelten. Diese Tiere waren schon vor den Menschen aus Asien über die Landbrücke nach Nordamerika gewandert. Auch asiatische Wildpferde verbreiteten sich auf den weiten Graslandschaften Nordamerikas und wurden von den Paläo-Indianern gejagt. Die Vorfahren kannten also durchaus Pferde. Aber diese Tiere starben ebenso wie Mammut und Großkamel, gegen Ende der Eiszeit in Nordamerika aus.

Wahrscheinlich waren die Indianer daran nicht ganz unbeteiligt. Tausende von Bison- und Mammutskeletten, die acht- bis dreizehntausend Jahre alt sind, zeigen, dass die Menschen dieser Zeit große Herden über die Steilwände von Felsschluchten getrieben haben. Viele Jungtiere wurden aber auch von der Herde abgedrängt und mit Speeren getötet. Nach der Eiszeit blieben nur einige Stämme Großwildjäger. Sie erbeuteten Bären, Elche und Bisons. Andere lebten vom Fischfang, sammelten Wildfrüchte und erfanden Ackerbau und Töpferei, webten Stoffe und bauten feste Häuser. In Mittel- und Südamerika entstanden die prunkvollen Reiche der Azteken, Mayas und Inkas.

BerndT, am 27.10.2012
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Bildquelle:
Brigitte Werner (Cowboy - Der härteste Beruf im Wilden Westen)
Brigitte Werner (Banditen im Wilden Westen)

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