Mais-Palast in Mitchel, South Dakota (Bild: werner22brigitte / Pixabay)

Die US-Regierung stellte das Land der Sioux-Indianer unter Schutz

Doch das Land, dass sie besiedelten, gehörte seit jeher den amerikanischen Ureinwohnern und bald kam es im gesamten Territorium zu blutigen Auseinandersetzungen. Im Sommer 1857 trafen sich Vertreter der Indianerstämme auf dem Bear Butte (Bärenspitze) und beschlossen, ihr Land gegen die Weißen Eindringlinge zu verteidigen. Während der nächsten zehn Jahre führten sie blutige und verlustreiche Kämpfe gegen die US-Regierung. Einer dieser Kämpfe ging als "Krieg der roten Wolken" in die Geschichte ein.

Es war der erfolgreichste Kampf der Indianer gegen die amerikansiche Regierung. Nach zwei Jahren erbitterter Gefechte siegten die Sioux. Im Gegenzug versprach die US-Regierung, das Land für immer unter Schutz zu stellen. 1868 wurden den Sioux im Vertrag von Fort Laramie die dauerhaften Rechte an zehn Millionen Hektar des Dakota-Territoriums westlich des Missouri zugesichert. Stellvertretend für die Indianer unterzeichnete Häuptling Red Cloud den Vertrag. Doch viele, unter ihnen die berühmten Häuptlinge Sitting Bull und Crazy Horse misstrauten den Versprechen der weißen Männer. Und sie sollten Recht behalten.

Die Wirtschaft in Süd- und Norddakota ist stark landwirtschaftlich geprägt

Die Entdeckung von Gold in den Black Hills, den heiligen Bergen der Sioux, im Jahr 1874 sorgte dafür, dass Ströme von Glücksrittern aus Schweden, Norwegen, Finnland und Deutschland in das Territorium strömten. Heute ist diese Zeit als der "Great Dakota Boom" bekannt. Anfangs versuchte das US-Militär, die Eindringlinge zu vertreiben, doch der nächste Krieg mit den Indianern war nicht aufzuhalten. Die Sioux verloren große Teile ihres Stammesgebietes und die Black Hills an die Weißen. Anschließend sperrte man die Indianer in Reservate. Erst im Jahr 1980 entschied der Oberste Gerichtshof der USA, das die Black Hills und alle weiteren Gebiete den Sioux unrechtmäßig entwendet worden waren. Den Vertragsbruch von Laramie sollte die Regierung mit einer finanziellen Entschädigung von Einhundert Millionen Dollar begleichen. Doch die Sioux lehnten das Geld ab und forderten ihr Land und die heiligen Berge zurück. Bisher jedoch ohne Erfolg.

Nord- Und Süddakota wurden erst im Jahr 1889 separate Staaten. Sie sind etwa gleich groß. Flächenmäßig steht Süddakota in den USA an 16. Stelle, Norddakota an 17. Die Dakotas liegen ziemlich zentral im Norden der Vereinigten Staaten, etwa 1100 Kilometer westlich von Chicago und 2400 Kilometer westlich von New York. Beide Staaten befinden sich in einem der fruchtbarsten Gebiete der Welt. Zu den landwirtschaftlichen Erzeugnissen gehören unter anderem Mais, Kartoffeln, Weizen, Hafer und Roggen.

Als Beweis für den fruchtbaren Boden wurde 1892 in Mitchel, Süddakota, der berühmte Corn Palace erbaut. Das Gebäude ist innen und außen mit Mais, Getreide und Gräsern verziert. Jedes Jahr werden die Dekorationen und Designs mit Tausenden neuer Maiskolben verändert. Beim alljährlichen Corn Palace Festival treten bekannte Country- und Western-Stars auf.

BerndT, am 22.09.2015
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Bildquelle:
State Library of Queensland (Goldrausch im Wilden Westen)

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