Der NHV Theoprastus ...

Der 1999 gegründete Naturheilkundeverein Theoprastus mit Sitz in Chemnitz will die Zusammenarbeit der Naturheilkunde und der Schulmedizin fördern. Grundlage der Vereinsarbeit ist das medizinische und naturheilkundliche Erbe des Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus. Für Paracelsus hingen Körper, Seele, Geist und auch Mensch, Natur und Kosmos fest miteinander zusammen. Der Verein will entsprechend seiner Satzung die Zusammenarbeit von Naturheilkunde und Schulmedizin zum Wohle der Bevölkerung und deren Gesundheit fördern. Er ist als gemeinnütziger Verein eingetragen.

...und Paracelsus

Paracelsus hieß mit bürgerlichem Namen Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim, wurde vermutlich 1493 in Egg bei Einsiedeln im schweizerischen Kanton Schwyz geboren und starb 1541 in Salzburg. Seine Mutter leitete das Hospiz von Einsiedeln, sein aus Schwaben stammender Vater Wilhelm Bombast von Hohenheim war Arzt, Naturforscher und Alchemist. Paracelsus studierte in Basel Medizin und absolvierte dann seine Wanderjahre bei mehreren Alchemisten und besuchte als Wundarzt ganz Europa. In diese Zeit fällt auch die Latinisierung seinens Namens von Hohenheim in Paracelsus.

Wissen und Wirken des Paracelsus wurden umfassend überliefert und trugen ihm die Berufsbezeichnugen Arzt, Alchemist, Astrologe, Mystiker, Laientheologe und Philosoph ein. Seine legendären Heilungserfolge schufen ihm viele erbitterte Gegner in Kreisen der Mediziner und Apotheker. Sein kurzes Leben und sein abruptes Ende ließen vielen Spekulationen wie Todessturz, Alkoholkonsum, Leberkrebs, Fremdeinwirkung durch Vergiftung usw. Raum. Tatsächlich dürfte Paracelsus an einer Quecksilbervergiftung gestorben sein.

Schon Paracelsus nutzte bei seinen Wundertaten im 16. Jahrhundert die heilende Wirkung der Zwiebel.

Die Heilpflanzen des Jahres in Deutschland

Alljährlich wird in Deutschland die Heilpflanze des Jahres gekürt. Das geschah seit 1990 durch den Verband der Heilkräuterfreunde Deutschlands e.V. – er wurde 2004 aufgelöst – und seit 2003 durch den Verein NHV Theophrastus. Die Auswahl der Heilpflanze des Jahres geschieht nach eigener Darstellung des Vereins durch eine unabhängige Jury. Der Verband der Heilkräuterfreunde berief von 1990 bis 2004 als Heilpflanzen des Jahres Weißdorn, Spitzwegerich, Huflattich, Echtes Johanniskraut, Große Brennnessel, Ackerschachtelhalm, Salbei, Königskerze, Rosmarin, Thymian und die Echte Kamille. Seit 2003 waren vom NHV Theophrastus die Mistel und Salbei, Gemeine Schafgarbe und Tausendgüldenkraut, Lein, Zitronenmelisse, Duftveilchen,

 

 

Echter Lavendel (Foto © Annamartha/pixelio.de)

 

 

 Ringelblume, Gewürznelkenbaum, Rosmarin, Koloquinte,

 

 

Damaszenerrose (Foto © NHV Theophrastus)

 

 

und Anis als Heilpflanzen des Jahres ausgerufen.

Für 2015 ist es die Zwiebel. Bereits vor 3.000 Jahren galt die Zwiebel in Ägypten als kraftfördernde Frucht und wurde vor allem von Arbeitern in großen Mengen verzehrt. Zwiebeln wurden in der Klostermedizin gegen Leiden wie Skorbut, Pest und Cholera eingesetzt und auch Paracelsus nutzte im 16. Jahrhundert ihre Heilkraft.

Die Zwiebel - Heilpflanze des Jahres 2015 – als Arznei

Der Zwiebelsaft gilt als bekanntestes Hausmittel gegen Husten und wirkt im Hustensaft zusammen mit zuckerhaltigem Sirup. Heute werden die Zwiebel-Verbindungen im Labor stark konzentriert hergestellt.

Nach Darstellung des NHV Theophrastus können Verbindungen in rohen Zwiebeln Krebserkrankungen vorbeugen. Dabei beruft sich der NHV auf Studien, wonach ein regelmäßiger Verzehr von rohen Zwiebeln das Risiko senkt, an Magen- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken. Und auch gegen Narben können Zwiebeln helfen, wenn Dermatologen Narben mit einer Salbe aus Zwiebelextrakt behandeln. Zwiebelextrakte wirken nach Mitteilung des NHV gegen ein überschießendes Bindegewebswachstum so gut, dass sie jetzt sogar in die offiziellen Leitlinien zur Behandlung von Narben aufgenommen worden sind. (Foto © NHV Theophrastus)

Die Zwiebel - Heilpflanze des Jahres 2015 – in der Küche

In der Küche finden hauptsächlich fünf unterschiedliche Zwiebelsorten Verwendung.

  • - Die gelb- bzw. braunschaligen Küchenzwiebeln haben einen pikant-scharfen Geschmack und passen hervorragend zu allen deftigen Gerichten.
  • - Gemüsezwiebeln sind groß, hellbraun bis kupferfarben mit einem milden, süßlichen Geschmack. Sie eignen sich gut als Gemüse oder in gefüllter Form als Beilage.
  • - Rote Zwiebeln haben in der Regel eine mild-aromatische Schärfe und werden deshalb gern roh in Salaten, im Kartoffelsalat oder Brotaufstrichen verwendet.
  • - Auch die weißen Zwiebeln sind mild würzig und bereichern die Feinschmecker-Küche. Schalotten und Winter- bzw. Frühlingszwiebeln werden in der Küche ähnlich wie die Zwiebel genutzt.

Die Luft- oder Etagenzwiebel bildet oben auf den Stängeln statt Blüten oder Samen Zwiebeln. Die Zwiebeln können von der aus Sibirien stammenden Pflanze von April bis Oktober geerntet werden. Luftzwiebeln werden wie normale Zwiebeln verwendet oder süß-sauer eingelegt und als Perlzwiebeln oder Silberzwiebeln gegessen.

Tipps für die Verwendung von Zwiebeln in der Küche

Eine Gurke oder einen Apfel sollte man wegen der wertvollen Inhaltsstoffe in und unter der Schale ungeschält, aber gut abgewaschen verzehren. Kenner, denen dies nicht zu mühsam ist, kochen deshalb auch die Schalen von Zwiebeln ( Foto © NHV Theophrastus) in einem Filterbeutel mit, wenn sie beispielsweise einen Eintopf oder eine Suppe zubereiten wollen.

Für das "Heulen" beim Zwiebelschneiden zeichnet Thiopropanal-S-oxid, ein zu den Lauchölen gehörender flüchtiger Stoff, verantwortlich. Er entsteht durch die Verletzung der Zwiebelzellen beim Schneiden der Zwiebel. Hier gilt: Je schärfer das Messer, desto weniger Tränen beim Zwiebelschneiden.

Angeschnittene Zwiebeln halten sich, auch in Frischhaltefolie verpackt, nur kurze Zeit frisch.

Hat man frische Zwiebeln roh verzehrt, riecht der eigenen Atem meist ziemlich "zwiebelig". Das läßt einen Gesprächspartner oft Distanz halten. Alte Hausmittel mindern diesen Effekt deutlich: einen Löffel Honig essen oder frische Petersilie oder eine Kaffeebohne kauen.

Zwiebeln aus dem eigenen Garten

Die Zwiebel gehört zu der Familie der Lauchgewächse (Alliaceae). Sie ist eine ausdauernde oder zweijährige 60 bis 120 Zentimeter hoch wachsende Pflanze.

Zwiebeln kann man im eigenen Garten entweder durch Aussaat oder die Verwendung von Steckzwiebeln anbauen. Steckzwiebeln sind zeitiger erntefähig, gesäte Zwiebeln sollen jedoch länger lagerfähig bleiben.

Erntefähig sind die Zwiebeln, wenn etwa zwei Drittel der langen Zwiebelhälse oder –stängelabgeknickt sind.

Zwiebeln und Möhren werden gern in unmittelbarer Nachbarschaft voneinander angepflanzt, weil sich beide Pflanzen gegenseitig Zwiebel- und Möhrenfliege abwehren.

Autor seit 3 Jahren
256 Seiten
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