Wer heute einen Fußball im Sportfachhandel kaufen möchte, kann zehn Euro, zwanzig, fünfzig oder sogar über hundert Euro ausgeben. Denn: Fußbälle gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen und Preisklassen. Man kann sie einzeln und in billigen Ballpaketen als Spielbälle, Trainingsbälle oder für das Hobbykicken erwerben. Entsprechend unterschiedlich sind dann natürlich die Preise für die Bälle.

Fußbälle sind nicht aus Leder

Viele Fußballfans, Experten und Reporter sprechen auch heute noch vom "runden Leder", wenn sie Fußball meinen. Selbst wenn der Ball schon längst nicht mehr aus Leder hergestellt wird. Denn die besten Bälle sind inzwischen aus einem speziellen Kunststoff und aus mehreren Einzelteilen sowie Schichten miteinander verklebt. Im Inneren besitzen sie eine Gummiblase, in dem die Luft über Pumpen mit passenden Ventilen hinein geblasen wird.

Wie der Fußball entstanden ist

Schon vor 4000 Jahren muss es fußballähnliche Spiele gegeben haben. Vor allem in Asien wurde früher mit Holzbällen oder Bällen aus Lederstücken gespielt. Weil diese jedoch relativ schwer und hart waren, war damit selbstverständlich kein richtiges Fußball möglich. Die "Urzeitkicker" jonglierten und balancierten den Ball vielmehr. Es gab noch keine Tore oder ein richtiges Spielfeld. In vielen Teilen Asiens, aber auch in Afrika und Mittelamerika wurde Fußball lange Zeit als Geschicklichkeits- und Kunstform ausgeübt. Ab ungefähr 200 vor Christus soll es die ersten fußballähnlichen Spiele in China gegeben haben.

Fußball spielen im Mittelalter

Mit der Entwicklung des Fußballs als Teamsport mussten auch die Bälle angepasst werden. Zuerst gab es Lederbälle, die mit Federn gefüllt waren. Im späten Mittelalter hatten die Leute dann die Idee, mit luftgefüllten Bällen zu spielen. Sie bliesen Schweinemägen auf und verknoteten sie. Zwar gab es immer noch kein richtiges Spielfeld, aber oft traten bereits ganze Dörfer gegeneinander an. Ziel war es, den Ball durch das Dorftor des Gegners zu schießen. Eine Mannschaft bestand zu dieser Zeit allerdings aus viel mehr Spielern als nur elf.

Erste Fußballregeln in England: 1848

Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts setzten sich allmählich die Lederbälle durch. Anfangs wurden sie noch zusammengeknotet. 1920 gab es dann den ersten genähten Lederball, der ein Ventil hatte und von außen aufgeblasen werden konnte. Bis in die 70er Jahre wurde Fußball noch mit Lederbällen gespielt. Diese waren aber wirklich nicht leicht. Wenn es regnete, sogen sie sich mit Wasser voll und wurden richtig schwer. Moderne Kunststoffbälle heutzutage sind, wie oben erwähnt, weder genäht noch aus Leder. Sie bestehen aus zusammengeklebten Kunststoffteilchen und sind wasserabweisend. Tipp: Im Museum für Industriekultur in Nürnberg kann man viele Generationen von Fußbällen betrachten.

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