Eine Tagestour nach Porto Moniz

Porto Moniz liegt an der Küste im äußersten Nordwesten Madeiras. Seit einigen Jahren ist es zu einem der schönsten Orte Madeiras geworden, vor allem dank seiner Naturkulisse, der Lavafelsen.
Vor den Schwimmbädern bis zu dem kleinen Hafen wurde eine schöne Promenade angelegt, Terrassen, Bäume und Lokale laden zum Verweilen ein.
Die alte Festung von Sao Joao Batista wurde liebevoll rekonstruiert und hier befindet sich jetzt das neue Aquarium von Porto Moniz. Wer genug Puste hat, müht sich einen der steilen Pfade hoch und wird dafür mit einem sagenhaften Ausblick belohnt.

Von Funchal aus sollte man inklusive Hin- und Rückfahrt einen Tag für die Besichtigung einplanen.



Blick auf Porto Moniz

Blick von oben (Bild: a.sansone)

Der vulkanische Ursprung von Madeira

Madeira zählt mit den Azoren, Kanaren und Kapverdischen Inseln zu den Makaronesischen Inseln. Entstanden vor etwa 20 Millionen Jahren, als die ersten Vulkane des mächtigen unterirdischen Gebirges aus dem Meer ragten. Das heutige Madeira ist allerdings erst etwa 2 Millionen Jahre alt. Die Nachbarinsel Porto Santo entstand etwa vor 7 Millionen Jahren.

Geologisch entstanden sind diese Inseln durch einen sogenannten "Hot Spot".

Als Hot Spot (engl. Heißer Fleck) bezeichnet man geologisch einen über lange Zeit (rund 100 Millionen Jahre) ortsfesten Aufschmelzungsbereich im Erdmantel, von dem schlotartig unaufhörlich heißes, geschmolzenes Gestein zur Erdoberfläche dringt. So können unter dem Meeresspiegel ganze Inselketten entstehen. Berühmte Beispiele dafür sind etwa Island oder Hawaii. (Duden, Geografie)
Festung und Meeresbecken in Porto Moniz

Porto Moniz 1 (Bild: a.sansone)

Das natürliche Meeresbecken von Porto Moniz

Aus dem Meer ragende Spitzen von Vulkangestein. Zerklüftet, erodiert, meerumtost, so präsentiert sich dieser ganz spezielle Ort auf Madeira. Der Ort ist vor allem wegen seiner natürlichen Schwimmbäder und der Küste mit Lavafelsen berühmt.
Diese Lavafelsen liegen als eine Art Wand um Porto Moniz. Bei Flut werden diese Felsen überströmt und füllen somit die Schwimmbäder, die nicht mehr nur von der lokalen Bevölkerung besucht werden. Dieses wellenumtoste Meerwasser-Schwimmbad ist schon etwas ganz Besonderes.

Meeresbecken in Porto Moniz
Meerbecken in Porto Moniz

Meerbecken in Porto Moniz (Bild: a.sansone)

Porto Moniz - Lava, Basalt, Tuff und Erosion

Die erloschenen Vulkanschlote auf Madeira bestehen aus hartem Basaltgestein, dazwischen befindet sich der weiche Tuff. Regen, Meerwasser und Wind; die Erosion gräbt ihre Spuren in das weiche Tuffgestein und hinterlässt tief eingeschnittene Gräben. Das lässt das einzigartige exotische Bild von Madeira entstehen.

Steht man oberhalb von Porto Moniz kann man heute noch die breite Lavazunge erkennen, die sich ins Meer ergossen hat und erkaltete. Daraus haben die Einheimischen das einzigartige Meeresschwimmbecken geschaffen. Durch die Brandung wurde ein natürliches Becken ausgespült. Mit sanften zusätzlichen Eingriffen, wie niedrigen Betonmauern wurde es zusätzlich befestigt und aufgestaut. Seither kann man in diesem Becken baden, sogar wenn nur wenige Meter davor der Atlantik tobt. Allerdings schwappen bei rauem Seegang auch mal Fische vom Meer ins Becken hinein, aber wer wollte nicht schon einmal mit Delfinen gemeinsam schwimmen?

Festung Sao Joao Batista in Porto Moniz
Festung

Festung (Bild: a.sansone)

Adele_Sansone, am 09.02.2012
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Bildquelle:
a.sansone (Lechweg - Wie es ist an einem Wildfluss zu wandern)
Eigenwerk (Kann man im Sommer auf die Zugspitze?)

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