"Old Faithful" im Yellowstone-Nationalpark (Bild: Bernd Teuber)

Der Yellowstone-Park ist der älteste Nationalpark der Welt

Das Gebiet des heutigen Montana war ursprünglich Teil der französischen Kolonien. Am 30. April 1803 kauften die USA Louisiana, zu dem auch Montana gehörte. Im Zuge des Oregon-Kompromisses überließ Großbritannien 1846 den USA auch den Nordwesten des Landes, das jedoch von 1861 bis 1864 Teil des Dakota-Territoriums war. 1862 begann am Grashopper Creek der große Goldrausch. Abendteurer und Desperados kamen in das dünn besiedelte Gebiet. Die Indianer wurden in Reservate gesperrt.

Montana hat zwei Nationalparks, den Glacier-Nationalpark im Norden und den Yellowstone-Park im Süden. Hier fließt der Missouri River, Amerikas längster Fluss. Zudem bildet er die Heimat von zwölf Indianerstämmen (Kootenai, Blackfoot, Assiniboine, Nördliche Cheyenne, Salish, Anishinabe, Cree, Pend d'Oreille, Gros Ventre, Chippewa, Sioux und Crow), die in den geschützen Reservaten ihre Traditionen pflegen. Das Refugium wurde 1872 gegründet und ist somit der älteste Nationalpark der Welt. Auf knapp 9000 Quadratkilometern Fläche findet man 290 Wasserfälle, 2000 Pflanzenarten und 10.000 heiße Quellen (darunter 3000 Geysire). Aus dem wohl bekanntesten, dem "Old Faithful", schießt alle 90 Minuten eine ca. 50 Meter hohe Wasserfontäne heraus.

Zahlreiche Indianer durften erst Jahre später in ihre Heimat zurückkehren

Montana hat knapp eine Million Einwohner, die meisten leben in Billings. Gäste nutzen die Stadt am Yellowstone-River oft als Ausgangspunkt für eine Tour zum Crow-Indianer-Reservat und zum Little Bighorn-Battlefield-Denkmal, das an die verheerende Schlacht am Little Bighorn-River zwischen den Sioux-Indianern und dem 7. US-Kavallerie-Regiment unter dem Befehl von George Arnstrong Custer im Jahr 1876 erinnert. Zahlreiche Indianer wurden daraufhin nach Süden deportiert und durften erst Jahre später wieder in ihre alte Heimat zurückkehren. 1877 zogen die Nez Percé auf der Flucht vor der US-Armee durch Montana, mussten sich jedoch in den Bear Paw Mountains südlich der Grenze zu Kanada ergeben. Auch Montanas Hauptstadt Helena wartet mit Geschichte auf: Im Capitol und im Kunstmuseum lässt sich die Siedlergeschichte der USA anhand von Bildern nacherleben.

Im nahegelegenen Great Falls kann man Zeuge eines Naturspektakels werden. Wie der Name schon andeutet, geht es um große Wasserfälle (insgesamt fünf). Innerhalb der Stadtgrenzen rauscht das Wasser 150 Meter in die Tiefe. Auf der Rundreise durch Montana sieht man immer wieder Geisterstädte, die zur Zeit des Goldrausches im 19. Jahrhundert entstanden sind, zum Beispiel Garnet ( (160 km westlich von Helena) oder Nevada City (200 km südlich). Die ehemalige Hauptstadt von Montana, Virginia City (knapp 200 km südlich von Helena), wird heute nur noch von etwa 130 Menschen bewohnt. Aber sie bietet ein kleines Souvenirgeschäft und einen Fotoladen, in dem man sich mit typischer Westernkleidung fotografieren lassen kann - selbstverständlich in Schwarz-Weiß. Im Jahr 1889 wurde Montana der 41. Bundesstaat der USA.

BerndT, am 05.07.2016
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Bildquelle:
tpsdave (Indianische Grabhügel im Wilden Westen)
PublicDomainPictures (Crater Lake - Der Geistersee im Wilden Westen)
PDPhotos (Monument Valley - Das Herz des Wilden Westens)
PDPhotos (Die Besiedlung Kaliforniens)

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