Okra, Gumbo, Lady's Fingers

Abelmoschus esculentes, Okra (Bild: a.sansone)

Okra, Gemüse-Eibisch, Bisam-Eibisch

Abelmoschus esculentes, auch Hibiscus esculentes genannt, gehört zu der Familie der Malvengewächse und liefert schmackhaftes Gemüse: Okra.

Die Okra ist eine der ältesten Gemüsepflanzen. Sie wurde schon vor mindestens 3000 Jahren von den Ägyptern (Althaea Aegyptiaca villosa) an den Ufern des Nils kultiviert, angebaut wird sie aber wohl schon seit 4000 Jahren. Ebenso ist sie in Indien heimisch. Heute ist sie als Gemüsepflanze fast auf der ganzen Welt verbreitet.

Okra ist eine tropische Frucht aus der Familie der Malvengewächse und punktet neben den schmackhaften Früchten(als Gemüse verwendet) auch mit sehr dekorativen Blüten.

Die Gattung Abelmoschus zeichnet sich durch dekorative ahornähnliche Blattfinger aus und durch ebenso dekorative dem Hibiskus sehr ähnliche Blüten. In ihrer Heimat Afrika und Asien wachsen sie meist mehrjährig, besitzen eine harte Rinde und eine dicke Knolle, die auch die Trockenzeit überdauert. Die Blüten der rund 15 Arten sind von hellgelb bis orangerot gefärbt. Okra selbst ist die junge Fruchtkapsel der Pflanze und wird schon seit vielen Jahrhunderten als Gemüse verwendet.

Abelmoschus  kann bis 2 m hoch werden. Hat kurze borstig behaarte Stängel und Zweige und trägt mehrlappige Blätter.
Sehenswert für den Blumenfan sind seine Blüten: hellgelb mit purpurfarbenem Schlund und dekorativer Malvensäule.

 

Weitere Bezeichnungen für Abelmoschus esculentes

Essbarer Eibisch, Gombobohne oder Okolo, Ägyptische Bohne, Gambo, Gombo, Griechenhorn, Grünschnabel, Hibiskusfrucht, Ibisco, Lady(s)finger, Pappelrose, Rosenapfel.

Gattung Abelmoschus:

  • Abelmoschus esculentes, Okra
  • Abelmoschus manihot
  • Abelmoschus moschatus, wie schon der Name andeutet, ist hier der moschusartige Duft typisch. Sie kommt vorwiegend in Asien vor. Wird auch zur Parfümgewinnung und zu medizinischen Zwecken herangezogen. Hier gibt es verschiedene farbige Züchtungen. Als Topfpflanze gut geeignet.

Okra als Gemüsepflanze

Verwendet werden sowohl die unreifen Fruchtkapseln, die bis zu 10 cm lang werden, aber auch die Blütenknospen. Okraschoten haben einen feinen delikaten Geschmack. Sie werden viel in indischen Currygerichten verwendet. Aber auch afrikanische Gerichte leben von der Zutat Okra. Die reifen Samen wiederum kann man ähnlich wie Erbsen zubereiten.

Siehe Okra - afrikanisches Rezept

Quellen

  • Botanica, Könemann; Verlagsgesellschaft mbH, 2000 Köln
  • Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, Genaust; Nikol Verlag, 2012 Hamburg
  • Selbstversorgung aus dem Garten, John Seymour, Ravensburger 1978
Okra auf dem Teller

okra (Bild: Paul Keller / Flickr)

Gemüse-eibisch/Okra Pflanze (Bild: a.sansone)

Kann man Okra bei uns im Garten halten?

In sehr kalten Gegenden muss man die Pflanze in einem Gewächshaus halten, aber bei den zunehmend wärmeren Sommern gedeiht Okra auch im freien Gartenbereich an einem sonnigen Platz. Generell kann man sagen, wo Tomaten reifen, da kann auch Okra gedeihen.

Ein leichter, gut drainierter Boden mit reichlich Humus (kann auch gerne mal der Tomatentrog an einer südseitigen Hauswand sein) und viel Sonnenschein ist geeignet. Acchtung, die Pflanze kann recht hoch werden, also eher im optischen Hintergrund anpflanzen.

Ausäen und Vorziehen kann man die Pflanzen am besten in Torf- oder Torfquelltöpfen (Alternative Papiertöpfe Abb.), weil sie das Umsetzen nicht besonders mögen.

Ins Freiland oder endgültige Gefäß erst nach den Eismännern auspflanzen. Gut Wässern, aber ohne Staunässe.

Nach etwa zwei Monaten, kurz nach Abfallen der Blüte kann man die Frucht, eine Schote, ernten. Regelmäßiges Abpflücken fördert neue Blüten und neue Schoten. Mancherorts werden die Okraschoten luftgetrocknet und so konserviert. Ist eher Geschmackssache. Die meisten frieren einen Überschuss ein oder verwenden die Früchte zum Einlegen.

Und sollten die Früchte doch zu karg ausfallen, auch so ist die Pflanze ein Hingucker!

 

 

Wem es nur um die Blütenschönheit geht, der wählt unter den vielen

wunderbaren Stockrosen

seinen Liebling aus.

Adele_Sansone, am 06.09.2018
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Bildquelle:
https://pagewizz.com/was-essen-wir-eigen (Was essen wir eigentlich? Wurzel, Frucht oder gar die Blüte?)
Maggi_94/Flickr (Stockrosen sind keine Rosen ohne Dornen)

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