Durch das Pucken wird die Enge im Mutterlaib nachgeahmt

Eltern wünschen sich nichts sehnlicher, als dass ihre Kinder wohlbehütet aufwachsen. Wenn ein Säugling weint, sind junge Mütter gerade in der ersten Zeit der Gemeinsamkeit sehr verunsichert. Sie fragen sich, warum der Säugling schreit und ob sie alles richtig gemacht haben. Die ersten Wochen mit dem Säugling bedeuten für die Eltern und das Kind eine große Umstellung. Regelmäßige Stillzeiten bzw. Zeiten für das Fläschchen und Ruhezeiten bestimmen den Tagesablauf. Auch in den Nächten verlangt der Säugling seine Zuwendung und Fütterung. Bemerkbar macht sich das Baby durch Weinen. Es ist vollkommen normal, dass der Säugling so auf sich aufmerksam macht. Allerdings neigen einige Säuglinge dazu, sehr häufig zu weinen. Diese Schreibbabys haben schnell gemerkt, dass sie mit dem Schreien die Aufmerksamkeit der Mutter auf sich lenken können. Diesen Kindern kann man mit einer speziellen Wickeltechnik ein Gefühl der Geborgenheit geben und das Schreien so auf ein normales Maß verringern.

Das Weinen kann allerdings auch andere Gründe haben, die Sie unbedingt auch in Betracht ziehen sollten. In den ersten Monaten leiden die Kleinen sehr oft unter den Dreimonatskoliken.

Babys erschrecken sich nicht mehr durch die Bewegung der eigenen Ärmchen

Im Laib der Mutter konnte sich das Baby nicht uneingeschränkt bewegen. Seit es auf der Welt ist, entdeckt es seine Ärmchen. Diese rudern nun unkontrolliert, denn eine Koordination in der Bewegung ist den Kleinen noch nicht gegeben. Hier kommt uns das Wissen über die alte Wickeltechnik, das Pucken zugute. Früher hat man die Säuglinge in den im ersten Lebensjahr sehr eng in ein Tuch eingewickelt. Dabei wurden die Arme an den Körper gewickelt, sodass die Bewegungsfreiheit der Arme nicht mehr gegeben war. Diese Enge wird der Enge im Mutterlaib nachgeahmt. Auch dachte man früher, dass man so eine Verkrümmung der Wirbelsäule vorbeugen könne. Die Knochen eines Säuglings sind noch sehr weich und durch das enge Wickeln würden sie so vor einer Verformung geschützt. Heute hingegen empfehlen Ärzte und Hebammen das Kind bis etwa zum 4. Monat zu Pucken. Allerdings spricht auch nichts dagegen, diesen Zeitpunkt zu überschreiten, wenn das Kind sich gewickelt wohlfühlt.

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Durch das Pucken wird der Moro-Reflex (Schreck-Reflex) verhindert

Darüber hinaus wird durch die richtige Anleitung mit dem Pucken der Moro-Reflex verhindert. Dieser Reflex bildet sich ab der 9. Schwangerschaftswoche aus. Erst ab dem 2. - 4. Monat verliert sich dieser Reflex und wird durch den Schreckreflex, ähnlich dem eines Erwachsenen abgelöst. Das Kind schnappt es nach Luft und breitet die Arme aus. Dabei werden die Handflächen geöffnet und die Atemfrequenz erhöht sich. Dieser Reflex ist aus der Entwicklungsgeschichte erhalten geblieben. Der Moro-Reflex löst den ersten Schrei des Babys aus und schenkt ihm sozusagen den ersten Atemzug. Der Moro-Reflex wird sehr häufig in Schreckmomenten ausgelöst. Dies kann eine unvorsichtige Bewegung oder ein alltägliches Geräusch sein. Auch die eigenen Bewegungen im Schlaf lassen den Säugling erschrecken. Eine starke Bewegung durch die Arme reicht aus, um den Säugling nachts aus dem Schlaf zu reißen. Erschrickt sich das Kind häufiger, kann es in seiner Entwicklung schreckhaft und ängstlich werden. Durch das Pucken verhindert man das  Aufschrecken im Schlaf, der Säugling erwacht in der Nacht viel seltener und kann so viel entspannter und ausgeglichener in den Tag starten.

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Pucken - mit der Bilder-Anleitung schaffen auch Sie es, Ihren Säugling zu wickeln

Mit einem Pucktuch können Sie ganz schnell lernen, wie Sie Ihr Kind richtig pucken. Schauen Sie sich dazu die Anleitung zum Pucken in dem unten weiterführenden Link an.
Mit einem Pucksack oder einer Puckhilfe geht es natürlich sehr viel einfacher. Im Handel werden auch für die Zeit danach, sogenannte Puckentwöhnungshilfen angeboten.

Bevor Sie jedoch mit dem Pucken beginnen, sollten Sie unbedingt den Rat Ihres Kinderarztes einholen. Kinder, die beispielsweise breit gewickelt werden müssen, können zwar grundsätzlich auch gepuckt werden, doch bedürfen sie einer anderen Wickeltechnik.

Dieser Aritkel ersetzt nicht den fachkundigen Rat eines Arztes oder einer Hebamme!

© Edelgard Kleefisch

Einfache Anleitung zum Pucken
Pucken Anleitung auf wikipedia

Pucken Anleitung auf wikipedia (Bild: wikipedia.de)

Eine Hebamme erläutert die Vorzüge des Puckens
Elli, am 29.08.2012
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