Leichenwagen statt Doppeldeckerbus

Sightseeing Tour fernab des Normalen

Einst kannte man die legendären Doppeldeckerbusse aus London. Doch über die Jahre hinweg wurden sie weltweit immer beliebter, speziell um Touristen auf Sightseeing Tour durch die Städte zu fahren. So kommt man auf die einfachste Art an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Stadt vorbei und erhält bestenfalls die wichtigsten Informationen hierüber. Ideal für all jene, denen Individualurlaub nicht zusagt, oder die es gerne bequem haben und dennoch etwas erfahren möchten. Doch wie so häufig stellt sich die Frage, »was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten?« Hierüber gehen die Meinungen je nach Interessenlage zwangsläufig auseinander.

Für manche sind es eben die »bekanntesten« Sehenswürdigkeiten, die zugleich die wichtigsten für eine Sightseeing Tour sind, für andere hingegen die originellsten, die unbekannten oder auch die skurrilsten. Genau diese Uneinigkeit hat Fremdenführer und die Tourismusbranche dazu gebracht, sich immer ausgefallener Führungen anzubieten. Hierzulande kennt man inzwischen häufiger das Angebot eine Sightseeing Tour mit einem Nachtwächter, einem Ritter oder einer historischen Persönlichkeit zu machen. Doch es geht auch anders: Sightseeing Tour zu den Schauplätzen an denen bekannte Persönlichkeiten auf tragische oder mysteriöse Weis ums Leben gekommen sind – und das stilecht im Leichenwagen.

Totengräber als Fremdenführer

Gemeinsam mit zwei Totengräber auf Sightseeing Tour

Um den Tod herum kommt niemand oder, wie Fredl Fesl es einst sagte »alle Menschen müssen sterben, vielleicht sogar ich«. Der Tod gehört zum Leben und mit der Geburt ist man dem Tod bereits ein Stück näher. Und dennoch scheint der Tod viele Menschen auch zu faszinieren, insbesondere, wenn es sich um den Tod eines Prominenten handelt und wenn dieser wiederum gewaltsam, tragisch oder gar mysteriös war.

Dies haben zwei findige New Yorker erkannt und bieten nun unter dem Namen Dead Apple Tours, schwarz gekleidet, leicht zu verwechseln mit den Blues Brothers, eine Sightseeing Tour durch den »Big Apple« an. Eigens hergerichtet haben sie hierfür einen ausgedienten, Klima gekühlten, Leichenwagen. Auf dem Sightseeing Programm stehen Schauplätze wie etwa die Wohnung von Heath Ledgers, der wohl an einer reichlichen Menge von Medikamenten aus dem Leben schied, das Atelier von Keith Haring der an Aids starb, oder auch das Restaurant, Umberto's Clam House, in dem der Mafioso Joe Gallo seinen 43. Geburtstag feierte, der zugleich sein bleierner Todestag werden sollte.

Zwei stunden lang chauffieren einen die beiden »Bestatter«, von denen einer eigentlich aus der Fernsehbranche stammt, durch New York und erzählen bei dieser skurrilen Sightseeing Tour die unglaublichsten Geschichten, unterhaltsam morbide. Mit diesem, nicht allzu ernst gemeinten Konzept, sind die beiden Fremdenführer innerhalb kürzester Zeit derart erfolgreich und bekannt geworden, dass der Andrang auf diese besondere Sightseeing Tour enorm ist.

Der Leichenwagen

Das Auto macht die Sightseeing Tour zum besonderen Erlebnis

Hauptattraktion neben den Fremdenführen, den Geschichten und den Schauplätzen, ist vor allem der Leichenwagen. Dabei handelt es sich um einen echten Oltimer, ein Schmuckstück aus den 1960er Jahren. Seine Bekanntheit verdankt er sicherlich dem Film "Ghostbusters". Gebaut wurden von dem Cadillac "Desdemona" gerade einmal 478 Exemplare, wovon die findigen Unternehmer dieses eine Exemplar bei Ebay ersteigert hatten.

Der Leichenwagen, schon eher als Schiff zu bezeichnen, wurde aufwändig generalüberholt und den neuen Bedürfnissen für eine Sightseeing Tour angepasst. Die schwarzen Ledersitze wurden partiell mit rotem Samt überzogen und im Inneren haben nun sieben Personen bequem Platz. Dass der Leichenwagen auf Sightseeing Tour die interessierte Kundschaft nicht nur zu besonders schaurig attraktiven Plätzen fährt, sondern inzwischen selbst eine oft fotografierte Attraktion ist, versteht sich …

Dead Apple Tours auf Youtube
Abstimmung - Was halten Sie von solch einer Sightseeing Tour?
Autor seit 5 Jahren
358 Seiten
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