Die populärsten Liebesgedichte der letzten Jahrhunderte

Die populärsten Liebesgedichte der letzten Jahrhunderte? - Zumindest einige davon möchte ich euch hier vorstellen.

Überraschend modern:

Spritzig und mit einem Hauch Ironie ist das Valentinstagsgedicht von Wendy Cope - allerdings kommt es nur in englischer Sprache richtig zur Geltung:

Ebenfalls in englischer Sprache, aber es lohnt sich - Adrian Henris "Love is" eignet sich auch zur Inspiration für eigene Werke:

"How do I love thee? Let me count the ways..." - Elizabeth Barrett Brownings berühmtes Liebesgedicht wurde so oft zitiert wie kaum ein anderes. Hier findet ihr es auch in deutscher Sprache:

"Der Liebsten Aug' ist nicht wie Sonnenschein, Nicht wie Korallen rot der Lippen Paar..." Keine Frage, dass William Shakespeare bei den populärsten Liebesgedichten der Welt nicht fehlen darf - hier findet ihr gleich zwei seiner berühmtesten Werke:

Auch heute noch beliebt ist "I carry your heart with me" von E.E. Cummings - ich finde, dass es im englischen Original deutlich schöner wirkt, aber entscheidet selbst:

Auch Goethe hat romantische Liebesgedichte verfasst:

Perfekt geeignet, wenn man dazu einen Blumenstrauß verschenkt:

Bekannt und beliebt:

Joachim Ringelnatz schreibt mal lustig, mal grotesk, mal sentimental - aber meistens ungekünstelt:

Oft sind es nur Vierzeiler: Kurz und bündig, dabei aber charmant und herzlich sind die Kurz-Gedichte bzw. Aphorismen von Frantz Wittkamp:

Wer den Valentinstag fernab vom Liebsten verbringen muss, der kann seine Gefühle mit dem Gedicht von Mascha Kaléko ausdrücken:

Wer Partner oder Partnerin bereits seit der Schulzeit kennt, der könnte auch in "Pausenliebe" von Michail Krausnick das passende Gedicht zum Valentinstag finden - gilt eigentlich als Kindergedicht, deshalb aber gerade auch für Erwachsene wohltuend "un-kitschig":

Auch "Wir" von Irmela Brender ist eigentlich ein Kindergedicht:

Oder das "schüchterne Liebeslied":

Ein schönes Beispiel mundartlicher Dichtkunst findet sich im Wikipedia-Artikel zum Thema Liebeslyrik:

 I(ch) liab di so fest – wie der Bam seine Äst' –
 wia der Him-mel seine Stern – grad so hab i di gern.

Mascha Kaléko: "Weil du nicht da bist"

Es stimmt: Gedichte machen wirklich glücklich

Durch das Lesen von Gedichten kann "Flow" entstehen, dieses ganz besondere Glücksgefühl, das sich dann einstellt, wenn wir uns vollständig auf eine Tätigkeit konzentrieren, ganz in ihr aufgehen.

Deshalb: Auch ein Buch mit (Liebes)Gedichten ist zum Valentinstag eine gute Geschenkidee.

Erich Fried: "Was es ist"

Selbstgedichtetes zum Valentinstag: Elfchen und Co.

Ein (gelungenes) Gedicht zu schreiben, das ist nicht ganz einfach. Wer es trotzdem versuchen möchte, dem helfen diese praktischen Anregungen für den lockeren Einstieg in die Dichtkunst hoffentlich weiter:

Oft geht es darum, erst einmal einen (passenden) Anfang finden: Wie wäre es, die erste Gedichtzeile eines bekannten Gedichts zu wählen und dann zu versuchen, ob man sich darauf sozusagen selbst "einen Reim machen kann"?

Beispiele:

"Wär ich bei dir..."

"Ja, die Augen waren's..."

"Ich sehne mich nach Zärtlichkeit..."

"Nur wer die Sehnsucht kennt..."

"Wie sehr ich dein, soll ich dir sagen?..."

"Liebe ist..."

Nicht vergessen: Ein Gedicht muss sich nicht unbedingt reimen. An Adrian Henris berühmten Gedicht "Love is" (siehe oben) kann man sehr gut erkennen, dass auch Gedichte ohne Reim wirklich effektvoll sein können.

Wer jedoch gerne ein gereimtes Werk erstellen möchte, dem hilft die reimemaschine mit geeigneten Reimwörtern weiter.

Eine (kurze) Gedichtform, die auch ohne Reime auskommt, ist das sogenannte Elfchen: Ein guter Einstieg für Anfänger der Dichtkunst, denn auch Grundschüler lernen bereits im Unterricht, Elfchen zu verfassen.

Was ein Elfchen ist? - "Ein kurzes Gedicht mit einer vorgegebenen Form. Es besteht aus elf Wörtern, die in festgelegter Folge auf fünf Zeilen verteilt werden. Für jede Zeile wird eine Anforderung formuliert..." (Quelle: Wikipedia).

Im Wikipedia-Artikel zum Thema wird diese Reimform sehr anschaulich erklärt. Auch im Gedichte-Garten werden Elfchen gedichtet. 

Wie man ein Liebesgedicht schreibt, das erklärt der Verfasser dieses Artikels.

Einen Dichter engagieren

Wer zum Valentinstag gerne ein Gedicht verschenken möchte, aber nicht die passenden Worte findet, kann auch einen Profi engagieren, der im Auftrag ein individuelles Gedicht verfasst.

Ob es tatsächlich gelingen kann, die eigenen ganz persönlichen Gefühle durch eine andere Person übermitteln zu lassen, das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wer es trotzdem probieren möchte, der findet hier erste Anlaufstellen:

Dein eigenes Gedicht: Liebesgedicht schreiben lassen

Individuelle Gedichte - persönlich schreiben lassen

Festgedicht

Es sich einfacher machen: An ein Gedicht anknüpfen

An Gedichte (ebenso wie an Zitate) lässt sich auch wunderbar mit eigenen Worten anknüpfen.

Wem es schwerfällt, ein Gedicht oder einen Liebesbrief zu verfassen, der sollte sich auf die eigenen Worte und Gefühle besinnen.

Dazu wählt man am besten ein Gedicht, von dem man sich persönlich angesprochen fühlt und "kommentiert" es mit eigenen Worten, z.B.:

"Könnte ich meine Gefühle für dich auch in poetischen Worten ausdrücken, dann würde das Gedicht von x so ziemlich genau das beschreiben, was ich dir gerne sagen möchte. Vor allem die Zeile, in der x schreibt... erinnert mich an unsere erste Begegnung und wie..." 

Nicht vergessen: Es muss nicht unbedingt gefühlsinnige Romantik sein - auch schlichte, ehrliche Worte, die von Herzen kommen, zählen.

Übrigens ...

Wenn Mann mit Gedichten wirklich so gar nichts anfangen kann, dann möge er sich trösten:

Die oben erwähnte Umfrage hat ergeben, dass 20% aller Frauen zum Valentinstag durchaus auch mit einem Auto zufrieden wären. ;)

Süße Liebeserklärung für die Wand - ganz individuell gestaltet
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