Osterrätselgeschichte Nr. 1: Gesucht wird der australische "Osterhase"

Ob ihr von dem Tier, das wir in dieser Rätselgeschichte suchen, wohl schon einmal gehört habt? Wer zu Ostern je in Australien gewesen ist, der kennt dieses Tier wahrscheinlich.

Unser Rätseltier ist – sozusagen - der australische "Osterhase". Nein, ein echter Hase ist dieses Tier nicht. Es kann zwar hoppeln, erinnert dabei aber eher an ein Känguru. Auch mit der langgezogenen Schnauze sieht es nicht wirklich wie ein Hase aus.

Warum die Australien keinen echten Osterhasen haben? - Das mag daran liegen, dass Hasen und Kaninchen in Australien nicht besonders beliebt sind. Die vielen Wildkaninchen, die es dort gibt, breiten sich immer stärker im Land aus und richten dabei so manchen Schaden an.

Aus diesem Grund haben sich die Australier ein anderes Tier als Ostereierbringer gesucht. Und man muss zugeben, auch wenn es nicht wie ein Hase aussieht, als Osterhase hat dieses Tier schon Talent: Genau wie der Osterhase ist es am liebsten still und heimlich in der Nacht unterwegs.

Ja, still und heimlich muss es überhaupt sein, denn so mancher Feind wie der Fuchs oder die Hauskatze haben es dummerweise zum Fressen gern …

Wie die Australier selbst übrigens! Aber nein, nicht so, wie ihr jetzt womöglich denkt: Die Australier vernaschen unser gesuchtes Tier am liebsten aus Schokolade! So wie es bei uns an Ostern die Schokoladenosterhasen gibt, bekommen die australischen Kinder unser gesuchtes Hoppeltier mit der langen Schnauze ins Osternest gelegt.

Richtig berühmt ist dieses Tier dort inzwischen geworden. Leider nicht nur deshalb, weil es an Ostern die Eier bringen darf. Nein, auch deswegen, weil es in ziemlichen Schwierigkeiten steckt: In seiner Heimat Australien bleibt unserem Rätseltier nicht mehr viel Platz zum Leben. Dabei ist es gar nicht anspruchsvoll, ob im Wald, der Wüste, im Buschland oder in der Savanne: Es fühlt sich überall wohl. Doch das tun die Wildkaninchen dummerweise auch und die nehmen unserem Tier immer mehr Platz weg. Ebenso wie die Bauern, die immer mehr Land für ihre Felder und Äcker brauchen. 

Der australische "Osterhase" und seine Familie haben also ein echtes Problem: Nur noch in Schutzgebieten, die man speziell für sie eingerichtet hat, haben diese Tiere eine Chance zum Überleben. Wäre doch schade, wenn sie das nicht schaffen würden - denn wer sollte denn sonst in Australien an Ostern die Ostereier bringen?

Ihm soll Rätseltier Nr. 1 ja angeblich ein bisschen ähnlich sehen ...

Osterrätselgeschichte Nr. 2: Gemeinsam sind sie stärker

Sie gehören zu einer großen Tierfamilie, die auf der ganzen Welt verbreitet ist. Ursprünglich kommen sie vom Mittelmeer, aber inzwischen haben sie sich überall stark vermehrt – so stark, dass sie bei vielen Menschen nicht mehr gerne gesehen sind. Zumindest nicht in der freien Natur, als Haustiere jedoch sind sie ziemlich beliebt.

Draußen sind sie mit ihrem braunen oder grauen Fell gut getarnt und fallen auf den Feldern oder im Wald nicht besonders auf. Das ist auch gut so, denn sie haben viele Feinde, die ihnen an den Pelz wollen.

Gemeinsam ist man stärker, deshalb sind diese Tiere auch kaum alleine unterwegs. Sie leben in Kolonien und graben sich unterirdische Kammern, wo sie auch ihre Jungen aufziehen. Die Jungen haben es dort in den Brutkammern, die mit Gras und Fell gepolstert sind, ziemlich gemütlich.

Deshalb öffnen sie auch erst nach 10 Tagen ihre Augen und bleiben drei Wochen lang im Nest, bis sie sich zum ersten Mal nach draußen wagen.

Zugegeben: Ihr wurdet ein bisschen an der Nase herumgeführt, denn ganz ehrlich: Mit Ostern haben diese Tiere eigentlich gar nichts zu tun!

Frisch und grün muss es sein: Labkraut gehört zu den Lieblingsspeisen von Rätseltier Nr. 2

Osterrätselgeschichte Nr. 3: Das wohl bekannteste Haustier der Welt

War es nun wirklich zuerst da …? Keiner weiß es so genau.

Dabei kennt dieses Tier in Deutschland jeder, ihr garantiert auch. Seit vielen Jahrhunderten leben diese Tiere hier bei uns, obwohl sie ursprünglich aus Asien kommen. Inzwischen haben sie sich auf der ganzen Welt verbreitet und gelten als häufigste Haustiere überhaupt.

Und nein, dumm sind sie nicht! Wer das sagt, hat keine Ahnung und ist selbst nicht besonders klug. Überhaupt scheinen einige Menschen wenig Ahnung davon zu haben, was dieses Tier braucht, damit es sich auch wirklich wohlfühlt. Denn obwohl wir Menschen mit diesem Tier schon so lange zusammenleben, wird es oft nicht sehr nett behandelt. Es darf nicht nach draußen oder hat viel zu wenig Platz.

Dabei sucht unser Rätseltier sein Futter am liebsten im Freien und scharrt dabei mit den Füßen auf dem Boden. Und in der Nacht schläft es gerne auf Bäumen.

Man kennt dieses Tier in ganz unterschiedlichen Farben und mit ganz unterschiedlichen Zeichnungen.

Die männlichen Tiere sind meist etwas auffälliger und farbenprächtiger als die weiblichen Tiere – kein Wunder, dass die Männchen so stolz und selbstbewusst sind und gerne mal etwas von sich hören lassen! Richtig laut können sie sein.

Vor vielen Jahrhunderten hat man an ihrem Ruf sogar die Tageszeit abgelesen, stellt euch vor: Da brauchte man gar keine Uhr!

Besser als jeder Wecker: Rätseltier Nr. 3 macht uns morgens munter!

Extra-Rätsel für Schlaue: Der ist zum Reinbeißen süß, dieser Typ!

Er ist ein eher dunkler Typ und sieht so aus, als wäre er im Urlaub jeden Tag in der Sonne gelegen. Allerdings: Die Sonne bekommt ihm gar nicht gut, deshalb bitte Vorsicht - in der warmen Frühlingssonne sollte man ihn nicht zu lange stehen lassen! 

Die meisten finden ihn zum Reinbeißen süß und möchten ihm am liebsten gleich vernaschen.

Passend zum Osterfest macht er sich gerne mal richtig schick, hüllt sich in Gold oder Silber, kommt gerne auch in auffälligem Lila daher.

Er schmunzelt uns freundlich entgegen, kann aber auch etwas herb und bitter wirken – egal, wir mögen ihn trotzdem gern! 

Ja, er ist in Deutschland sogar noch beliebter als der Weihnachtsmann, man sollte es kaum glauben. Und nicht nur in Deutschland: Zu Ostern reist er aus seiner deutschen Heimat auch in viele andere Länder der Welt ...

Und ... erraten?

Auflösung

Konntet ihr euch denken, welche drei Tiere in unseren drei rätselhaften Ostergeschichten gesucht wurden? 

Tier Nr. 1 ist das Bilby, auch unter dem Namen Kaninchenhasenbeutler bekannt. 

Tier Nr. 2 ist das Wildkaninchen, das mit Ostern tatsächlich recht wenig zu tun hat ... Vorsicht, Verwechslungsgefahr: Dieser Beitrag verrät, wie man Kaninchen und Hase voneinander unterscheiden kann! 

Tier Nr. 3 ist das Haushuhn. Und von wegen "dummes Huhn": Hühner sind bemerkenswerte Tiere!

Bonusrätsel: Das war nicht schwierig, oder? - Der süße Typ, den wir gesucht haben, ist der allseits beliebte Schokoladenosterhase.

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