Über 800 verschiedene Kürbissorten

Von den weltweit über 800 vorhandenen Kürbissorten sind rund 200 Sorten essbar, die übrigen Sorten sind ungenießbare Zierkürbisse (mehr über Zierkürbisse siehe unten).

Ob Butternut, Muskat oder der beliebte Hokkaido: Weltweit wachsen rund 800 verschiedene Kürbis-Sorten, die alle aus fünf bitter schmeckenden Wildformen gekreuzt und gezüchtet wurden. 

Heute werden die genießbaren Kürbisarten weltweit angebaut und wurden in bestimmten Regionen domestiziert. Der Hokkaidokürbis kommt ursprünglich aus Japan, der Anbau von Butternutkürbis, auch Birnenkürbis genannt, wird besonders in Spanien und Deutschland gepflegt, der Muskatkürbis gilt im Südosten der USA und in allen Ländern mit tropischem Klima als der am häufigsten angebaute Kürbis. 

In der Regel greift der deutsche Verbraucher auf heimische Kürbisse zurück, denn die regionale Küche benötigt keine Importe.

Die beliebtesten Kürbissorten

Am beliebtesten unter den Speisekürbissen sind bei den Verbrauchern Bischofsmütze, Butternut-Kürbis, Hokkaido-Kürbis, Jack be Little, Muskatkürbis, Patisson-Kürbis, Spaghettikürbis und Sweet Dumpling.

Für alle Speisekürbisse gibt es die verschiedensten Rezepturen. Als Beilage, eingelegt, in Risotto oder als Suppe finden sie Verwendung; sogar zu Marmelade, Chutney, Pudding, Kompott oder Kuchen lassen sich die aromatischen Früchte verarbeiten.

 

 

Leckere Rezepte für Kürbissuppen finden Sie hier.

Beim Kürbiseinkauf auf Qualität achten

Überall im Handel und vermehrt in der Direktvermarktung kommen Kürbisse meist ab Ende August bis zum Spätherbst ins Angebot. Beim Einkauf ist es immer sehr sinnvoll, auf kleinere Exemplare mit Stiel zurückzugreifen, weil Kürbisse ohne Stiel Fäulnisbakterien enthalten können und schneller austrocknen. Zudem haben kleinere Kürbisse meist festeres Fruchtfleisch mit weniger Fasern und einen intensiveren Geschmack als große Früchte. Außerdem sollte der Kürbis keine weichen Stellen oder gar Druckstellen haben.

Ein reifer Kürbis klingt beim Klopfen auf die Schale leicht hohl und hat einen verholzten Stiel.

Kürbis ist gesund, kalorienarm und vitaminreich

Bei der Vielzahl der verschiedenen Rezepte kommen auch all jene zum Zuge, die den Kürbis bisher verschmäht haben. Deshalb erfreut sich der Kürbis zu Recht immer größerer Beliebtheit.

Eine Kürbisfrucht enthält nur etwa 25 Kalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch und versorgt den Körper mit Vitaminen, Kalium, Kalzium und Zink. Die im Fruchtfleisch enthaltene Kieselsäure ist gut für Bindegewebe, Haut und Nägel.

Kürbiskerne haben einen hohen Gehalt an Kalium und enthalten reichlich Vitamin A, Vitamin B-Komplex, Vitamin C, Vitamin E, Kalzium, Magnesium und Folsäure. Kürbisse enthalten mehr Carotin als Karotten. Kürbiskerne enthalten gesunde Phytosterine, ungesättigte Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Linolsäure und ätherische Öle.

Nicht zu heiß geröstete Kürbiskerne und Kürbiskernöl sind daher besonders gesund.

Kürbisse zubereiten

Am besten für einen Verbrauch in der Küche geeignet sind Kürbisse mit einem Gewicht von etwa 500 bis 1.500 Gramm.

Manche Sorten wie beispielsweise der Hokkaido- oder der Spaghetti-Kürbis sind bei den Verbrauchern besonders beliebt, weil sie nicht geschält werden müssen und man die Schale mitessen kann. Beliebt sind diese Kürbis-Sorte auch, weil das Fruchtfleisch bissfest bleibt und kaum Fasern hat.

Andere Sorten machen bei der Zubereitung mehr Arbeit, weil es nicht ganz leicht ist, die harte Schale zu zerteilen. Oft hilft es, den Kürbis zu waschen und dann mit einem scharfen Messer oder mit einem Elektromesser zu halbieren und dann weiter zu teilen. Danach kann der Kürbisinhalt von innen von der Schale getrennt werden.

Je nach Sorte beträgt die Garzeit zwischen 15 und 30 Minuten, gefüllte Kürbisse brauchen 45 bis 60 Minuten. Da nicht alle Kürbisse ein ausgeprägtes Eigenaroma besitzen, sollten sie bei der Zubereitung pikant gewürzt werden, etwa mit Curry, Chili, Muskat oder Ingwer. Generell eignen sich als Gemüsebeilage vor allem aromatische Sorten wie der Butternut-Kürbis, für Backwaren beispielsweise Hokkaido-Kürbis, für Süßspeisen und Salate sind süßlich schmeckende Sorten wie etwa der Muskatkürbis empfehlenswert.

Kürbis süß/sauer eingelegt

Gern wird eingelegter Kürbis zu Schweine- oder Rinderbraten und gepökeltem Fleisch gereicht. Der "Renner" aber ist zum weit überwiegendem Anteil eingelegter Kürbis mit Bratkartoffeln.

Eingelegter Kürbis süß-saure Art ist binnen 30 Minuten hergestellt und kält sich kühl aufbewahrt einige Wochen.

Für zwei große alte Marmeladengläser, die man mit süß-sauer eingelegtem Kürbis befüllen möchte, braucht man an Zutaten 600 bis 700 Gramm Kürbisfleisch, 2 nicht zu scharfe Zwiebeln rot oder weiß, 4 Knoblauchzehen, 2 Chilischoten, 40 Gramm Ingwer, 80 bis 90 Gramm Zucker, 150 Milliliter Essig und einen halben Teelöffel Salz.

Das Kürbisfleisch fein würfeln. Ingwer und Knoblauchzehen schälen und in feine Scheiben schneiden. Zwiebeln in feine Streifen schneiden. in feine Scheiben schneiden.

Alles zusammen in einen Topf schütten und zusätzlich die ganzen Chilischoten, Zucker, Essig, Salz sowie 0,3 Liter Wasser dazugeben. Aufkochen und 5 Minuten kochen lassen. Heiß in Einmachgläser füllen, diese dann verschließen und 5 Minuten auf den Kopf stellen.

Kühl aufbewahrt hält sich der Kürbis mindestens einige Wochen.

Kürbisse lagern

Kürbisse sollten immer möglichst kühl und dunkel lagern. Sie halten sich, halten sich bei Temperaturen um 10 Grad mehrere Monate. Das gilt auch für den beliebten Hokkaido-Kürbis.

Kürbisse lassen sich auch sehr gut einfrieren. Dazu muss man die Kürbisse zunächst zerteilen die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch würfeln. Die Würfel werden dann in Gefrierbeutel gefüllt und einfach ins Gefrierfach gelegt. Bei Hokkaido-Kürbissen muss noch nicht einmal die Schale entfernt werden.

Zierkürbisse sind ungenießbar und giftig

Zierkürbisse sollte man auf gar keinen Fall essen, sondern nur als Dekoration einsetzen. Denn obwohl manche Zierkürbissorten so lecker aussehen, sind sie dennoch giftig. Grund sind die in den Zierkürbissen enthaltenen sogenannte Cucurbitacine. Aus den essbaren Kürbissen sind diese herausgezüchtet worden sind. Cucurbitacine können auch durch Kochen nicht zerstört werden und somit die Magen- und Darmschleimhaut angreifen.

Hobbygärtner wissen, daß sie für den Anbau von Kürbissen immer Original-Saatgut kaufen sollten und keine Saat aus eigenem Anbau verwenden dürfen. Durch die Befruchtung im Freiland können nicht selten Wildformen entstehen, die ebenfalls die giftigen Bitterstoffe produzieren. Gleiches gilt für Zucchini-Kerne aus dem eigenen Anbau.

Wer einen Geschmackstest wagt, wird sehr schnell merken, ob es sich um einen essbaren Kürbis oder eine Zierkürbis handelt. Schmeckt der Kürbis bitter, dann sofort nach dem ersten Bissen weglegen. Die giftigen Bitterstoffe schädigen den Magen-Darm-Trakt, können zu Übelkeit und Bauchschmerzen führen, in extremen Fällen und großen Mengen auch zum Tode.

Bitter schmeckende Zucchini- oder Kürbisgerichte sollten entsorgt und auf keinen Fall verzehrt werden. Wird das Fruchtfleisch gekocht oder gegart, verschwindet zwar der bittere Geschmack, das giftige Cucurbitacin aber bleibt im Kürbisfleisch.

Laden ...
Fehler!