Deutsche Wälder haben viel zu bieten ...

Deutsche Wälder haben viel zu bieten ... (Bild: geralt / Pixabay)

Dieses Tier bekommt man wirklich nur sehr selten zu Gesicht ...

... doch wenn es nachts auf Beutezug unterwegs ist, verhält es sich alles andere als leise. Im Gegenteil, es schnauft und poltert durch den Wald! 

"My home is my castle" scheint sein Motto zu sein, denn auf ein schönes und gepflegtes Zuhause - selbstverständlich selbst gebaut - legt Tier Nr. 1 sehr viel Wert. Teenager-Eltern würden neidisch werden, denn dieses gemütliche Zuhause sauber zu halten, hat oberste Priorität. Kein Wunder, dass auch Untermieter wie der Rotfuchs hier gerne einziehen - und großzügig geduldet werden. 

Doch Vorsicht: Wenn sich unser ehrgeiziger Baumeister angegriffen fühlt, dann ist mit ihm nicht zu spaßen! Hat er einmal zugebissen, dann lässt er erst wieder los, wenn er Knochen krachen hört ...

Welches Tier könnte das sein?

Entgegen aller Vorurteile ...

... ist dieses Tier alles andere als bissig, blind und giftig. Es kann weder Menschen gefährlich werden noch Hunden oder Katzen - leider ist es eher umgekehrt. 

Wirklich fürchten müssen sich vor diesem nützlichen Gartenbewohner nur Nacktschnecken, Spinnen oder Regenwürmer.

Tier Nr. 2 hat also ein bisschen Rücksichtnahme verdient. Nicht umsonst bedeutet sein wissenschaftlicher Name ins Deutsche übersetzt "zerbrechliche Schlange".

Welches Tier könnte das sein?

Eine beeindruckende Karriere ...

... hat Tier Nr. 3 hingelegt: Einst ein scheuer Waldbewohner, heute einer der häufigsten und bekanntesten Vögel unserer Gärten und Städte. 

Das Erfolgsrezept? - Anpassungsfähigkeit. Obwohl sie eigentlich am liebsten in höher gelegenen Bäumen oder Büschen brüten, geben sich diese Vögel in der Stadt auch schon mal mit alternativen "Wohnmöglichkeiten" wie Kränen, Leuchtreklamen oder dem Gepäckträger eines Fahrrads zufrieden.

Richtig selbstbewusst scheinen sie inzwischen geworden zu sein: Vor allem die Vogelmännchen zeigen gerne, was sie können, und singen am liebsten vom höchsten Punkt, den sie in der Umgebung finden können.

Mit ihrem Gesang sollen sie sogar Beethoven inspiriert haben ...

Welcher Vogel könnte das sein?

Wer hier wohl gelaufen ist?

Wer hier wohl gelaufen ist? (Bild: nedu503 / Pixabay)

Kein leichtes Leben ...

... hat dieses Tier: Die meiste Zeit des Jahres ist es Einzelgänger, hat keinen festen Wohnsitz und dafür jede Menge Feinde, die ihm auf den Fersen sind. 

Gut, dass die Natur Tier Nr. 4 in ganz besonderem Maße auf Überleben gepolt hat: Kräftige Hinterbeine, leistungsstarkes Herz und Lunge, biegsame Wirbelsäule. Wird es brenzlig, dann kann dieses Tier schnell flüchten - bis zu 50 km/h schnell kann es dabei werden.

Und wenn das alles nichts hilft, dann nutzt Tier Nr. 4 sein ganz besonderes Erfolgsrezept: Die hohe Vermehrungsrate. Nicht umsonst ist es deshalb als Symbol für Fruchtbarkeit und Lebensfülle bekannt.

Welches Tier könnte das sein?

Halb so wild!

Nein, gefährlich oder angriffslustig sind sie wirklich nicht. Im Gegenteil: Nur Gutes kann man von diesen Tieren sagen. 

Gäbe es sie nicht, müssten wir auf 70 % unserer Nahrungsmittel verzichten. Was sie weltweit für uns leisten, müssten wir ihnen jährlich mit ca. 153 Milliarden Euro bezahlen!

Nach Rind und Schwein gelten sie als die drittwichtigsten Nutztiere Deutschlands.

Unseren Respekt, Schutz und Rücksichtnahme hat Tier Nr. 5 mehr als verdient. Denn obwohl es schon viel länger auf der Erde lebt als wir und sogar die Dinosaurier überlebt hat, geht es ihm momentan nicht gut: In Deutschland sind sogar mehrere Arten vom Aussterben bedroht. 

Welches Tier könnte das sein?

Schade ...

... dass viele dieses Tier nur als "Unglücksvogel" oder Nesträuber kennen.

Dabei ist Tier Nr. 6 anpassungsfähig, sehr sozial und hochintelligent. Beim Intelligenztest für Vögel hat es sogar den 1. Platz belegt! Ungefähr so clever wie ein sechsjähriges Kind sollen diese Vögel sein.

Sie können Werkzeuge nutzen, Probleme lösen und haben ein sehr gutes Gedächtnis: Bis zu 70 Verstecke können sie sich merken. 

Und das mit der Nesträuberei ist eigentlich gar nicht so wild wie es immer behauptet wird: Nur zu 3 Prozent ernährt sich Tier Nr. 6 von Vogeleiern oder Jungvögeln - ansonsten ist es recht flexibel, was seine Ernährung betrifft. Obst, Gemüse, Insekten, Aas, Getreide, ... Nicht umsonst ist Tier Nr. 6 als Allesfresser bekannt.

Welcher Vogel könnte das sein?

Wer hier wohl wohnt?

Wer hier wohl wohnt? (Bild: martaposemuckel / Pixabay)

"In der Ruhe liegt die Kraft" ...

... so könnte das Motto dieses Tieres lauten.

Selbst beim Liebesspiel lässt es Tier Nr. 7 ganz langsam angehen. Man sagt ihm auch nach, dass es Amors Liebespfeil erfunden habe. Ganz so romantisch ist das allerdings nicht, denn dieser "Liebespfeil" aus Kalk wird dem Partner in die Fußsohle gerammt. 

Zu Unrecht haben diese Tiere bei Gärtnern häufig einen schlechten Ruf - dabei sind es vor allem ihre nackten Verwandten, die im Garten Schaden anrichten. Tier Nr. 7 ernährt sich vorwiegend von abgestorbenen Pflanzenteilen und vernascht auch schon mal gerne die Gelege der besagten gefräßigen Verwandten ... 

Also bitte nicht bekämpfen: Tier Nr. 7 steht in Deutschland unter Naturschutz. 

Welches Tier könnte das sein?

Mancher mag sich ja gruseln ...

... wenn dieser Vogel in der Nacht seinen etwas unheimlichen Liebesruf erklingen lässt.

Doch das Vogelmännchen ist eigentlich ein richtiger Romantiker: Trotz Fernbeziehung bleibt es seiner Partnerin treu, macht ihr Geschenke, lässt sie bei Nestbau und Jugendaufzucht nicht allein.

Und mutig ist er sowieso, der Vogelmann: Denn die Frau fürs Leben zu finden, auch das ist gar nicht so leicht für Tier Nr. 8. Die potentielle Partnerin und der Rivale sehen sich leider zum Verwechseln ähnlich ... wenn man da nur mal nicht an den Falschen gerät!

Welcher Vogel könnte das sein?

Fast schon auf die "Rote Liste" der gefährdeten Tierarten ...

... hat es dieser kleine Vogel inzwischen geschafft. Leider: Auf der Vorwarnstufe steht er schon, denn sein Bestand hat sich in Deutschland innerhalb der letzten 25 Jahre um beinahe die Hälfte verringert. 

Dabei hat sich gerade dieser Vogel einst bewundernswert an seine neuen Lebensbedingungen angepasst, ob in der Stadt oder auf dem Land. Er ist flexibel, gesellig - und sein Gehirn außerdem viel leistungsfähiger als ihm nachgesagt wird! 

Tier Nr. 9 gilt als Kulturfolger und findet als Allesfresser (fast) überall Nahrungsquellen. Während die Eltern größtenteils als Vegetarier leben, brauchen die Kleinen unbedingt eiweißreiche Nahrung, also Insekten, um groß und stark zu werden. Trotzdem sind ihre Chancen auf ein langes Vogelleben eher gering: Nur 20 Prozent der Jungvögel überleben das erste Jahr.

Welcher Vogel könnte das sein?

Und wer hat sich hier eingenistet?

Und wer hat sich hier eingenistet? (Bild: byrev / Pixabay)

Gefährlich oder nicht?

Dieses Tier zählt zu den "wehrhaften Wildtieren" in Deutschlands Wäldern. Und ja, wehren kann es sich durchaus, wenn es sich bedroht oder in die Enge getrieben fühlt.

Außerdem ist uns Menschen dieses Tier sozusagen immer einen Schritt voraus: Es kann gut hören, gut riechen, schnell laufen, ist sehr wachsam und klug. 

Die Konfrontation mit dem Menschen sucht Tier Nr. 10 jedoch nur sehr selten. Es lebt so scheu und zurückgezogen in Deutschlands Wäldern, dass man es kaum einmal zu Gesicht bekommt. 

In manch deutscher Großstadt fühlt sich dieser Vierbeiner jedoch sauwohl und hat wenig Berührungsängste, was menschlichen Kontakt betrifft. Da ist es ganz gut, wenn auch der Mensch für ein friedliches Miteinander vorsichtshalber einige Verhaltensregeln beachtet. 

Welches Tier könnte das sein?

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