Santa Claus aus Filz (Bild: a.sansone)

Das brauchen Sie als Material für einen gefilzten Weihnachtsmann

Die Weihnachtsmänner werden auf einer einfachen Grundfigur aufgefilzt, nämlich auf Styroporkegeln in den unterschiedlichsten Größen. Sie können diese ganz nach ihrem eigenen Geschmack auswählen.

  • 1 Styroporkegel pro Weihnachtsmann
  • Filzwolle in Rot
  • Filzwollreste in Weiß und Beige
  • Stecknadeln mit buntem Kopf (für die Augen)

 

 

Wie filzt man mit der Nadel?

An einem ganz einfachen Beispiel erklärt, wie man mit der Filznadel filzt:

Man legt sich eine Styroporform, etwa ein Herz, auf die Filzunterlage. Dann zupft man ein Stückchen Vlieswolle aus dem Wollpaket. Diese lockere Vlieswolle legt man auf das Styroporherz auf. Nun nimmt man die Filznadel in die Hand und sticht möglichst senkrecht in nicht zu engen Stichen auf die aufgelegte Wolle. Das nennt man: Festnadeln. Das nächste Stückchen Wolle abzupfen, flächig anlegen, festnadeln: so lange, bis das Herz (oder eine andere Form) schön dicht von der Filzwolle bedeckt ist. Seitlich ebenfalls einstechen, die Form darf schon puschelig aussehen, aber die Wolle darf nicht mehr lose herumhängen.

Ob Sie auf Styropor Nadelfilzen oder frei oder auf andere Untergrundmaterialien greifen, die Technik bleibt immer gleich. Einstechen, dabei nimmt man die feinen Wollhäkchen mit, wieder einstechen, wieder einstechen, bis die gewünschte flauschige oder festere Oberfläche entstanden ist. Je dichter Sie einstechen, desto fester wird die Oberfläche.

Anleitung für den Weihnachtsmann aus Filz

Gearbeitet wird in der Nadelfilztechnik - für Anfänger => in diesem Artikel beschreibe ich ganz genau, wie man mit Filznadel und Filzwolle arbeitet

  • Die rote Filzwolle Schicht um Schicht um den Kegel festnadeln. Am oberen dünnen Ende des Kegels unbedingt den Kegel auf einer Fläche auflegen, damit man beim Nadeln nicht die Spitze abbricht.

 

  • Nun arbeite man das Gesicht von Santa Claus. Dazu legt man ein Stück gezupfter weißer Wolle auf die Filzunterlage und nadelt sie ein wenig in Form. (Geschickte können ihn auch direkt auf den rot ummantelten Kegel aufnadeln) Nun legt man den Bart auf den Kegel in der gewünschten Höhe auf und nadelt ihn vorsichtig fest.
  • Mit der beigefarbenen Wolle wird nun das Gesicht direkt aufgenadelt. Mit einem Strang gedrehter weißer Wolle den Haarkranz rundherumlegen. Schön aufnadeln.

Das Gesicht vom Weihnachtsmann fertigstellen.

Für die rote Knubbelnase nimmt man einen dünnen Strang Wolle, macht in der Mitte einen einfachen Knoten.

  • Nun wickelt man ein wenig Wolle darum und nadelt diese fest. Für eine kleine Kugel braucht man höchsten ein-, zweimal rundumwickeln.
  • Mit den Händen die Kugel noch ein wenig festrollen, ein paar Nadeleinstiche, dann passt es.
  • Die Knubbelnase mit ein paar Stichen im Gesicht festnadeln. Sie soll schön rund bleiben.
  • Als Augen nimmt man am besten dicke Stecknadelköpfe, die man schräg einsticht.
  • Den Bommel für die Weihnachtsmütze macht man wie die Knubbelnase, allerdings entsprechend größer. Ganz vorsichtig auf der Spitze festnadeln, damit das Styropor darunter nicht bricht.

Fertig ist ihr erster gemütlicher Weihnachtsmann.
Ist er gelungen? Ich hoffe es sehr.

Huch! Wie lange braucht man, um so einen Kerl gefilzt zu bekommen?

Keine Angst, Filzen ist keine Schwerstarbeit, aber auch keine Hexerei.

Mit ein bisschen Filzübung braucht man so zwischen einem Viertelstündchen bis zu einer halben Stunde. Das Herräumen und Vorbereiten dauert - jedenfalls bei mir - fast länger als dann das Filzen.

Zweimal oder mehr mal Santa Claus

Und weil es so schön und einfach war, wird gleich ein zweiter Claus daraus, nicht wahr? Damit man ein wenig wechseln kann, kann man den Mantel auch anders arbeiten.

Anleitung Variante zwei für Weihnachtsmann/Santa Claus

  • Die Wolle für die Ummantelung des Kegels auf der Filzunterlage flächig auflegen und ein wenig kreuz und quer nadeln. Weil es auch noch gut passt, kann man auf die gleiche Weise im Flachen Gesicht und Bart vornadeln.
  • Dann den Kegel nehmen, auflegen und die vorgefilzte Wolle flächig andrücken. Mit einigen Stichen anheften und erst dann vollflächig nadeln. Ich bevorzuge diese Technik, da man den Mantel dadurch dichter machen kann.
  • Ein bisschen Variation muss sein, oder? Darum bekommt dieser Santa Claus auch eine Hängebommelmütze. Dafür muss man den Zipfel der Mütze ebenfalls auf der Filzunterlage vornadeln.
  • Dann den Bommel annadeln oder mit ein paar Nähstichen annähen.
  • Ein bisschen Fingerspitzengefühl braucht man abschließend zum Anheften der Zipfelmütze am oberen Kegelrand.

Alles gutgegangen? Wunderbar. Gesicht mit Knubbelnase wie vorher fertigstellen. Jetzt haben wir schon der Cläuse zwei. Wer Spaß hat, der macht gleich eine ganze Reihe Weihnachtsmänner. Pfiffig genug sehen sie ja aus.

 

 

Hier sind sie. Darf ich vorstellen?

Santa Claus filzen (Bild: a.sansone)

... und Santa Claus mit Bommel

Claus aus Filz (Bild: a.sansone)

Wie aus einem Kegel ein Christbaum wird

Nach dem fünften Weihnachtsmann wird es schön langsam langweilig, meinen Sie? Im Ernst? Da hätte ich natürlich eine schöne Abwechslung anzubieten. Wie wäre es mit einem netten kleinen Weihnachtsbaum? Aus einem Kegel kann man nämlich noch mehr, als nur Nikoläuse, Weihnachtsmänner oder Santa Cläuse.

Material:

  • grüne Filzwolle
  • Reste gelber Filzwolle
  • Sterne zum Anheften
  • Stecknadeln mit dünnem Kopf

Anleitung für den Weihnachtsbaum:

  • Am besten Sie legen wieder auf der Filzunterlage die grüne Wolle zurecht. Schön dicht, damit es ein kuscheliger Baum wird. Flächig nadeln, am besten einmal ablösen und auch auf der Rückseite nadeln.
  • Nun den grünen vorgefilzten Mantel um den Kegel wickeln und festnadeln.
  • Als Dekor aus einem dünnen Strang gelber Wolle eine Girlande nadeln. Man kann aber auch ein goldenes Geschenkband nehmen. Das kann man mit ein paar Stecknadeln festpinnen.
  • Nun die Sternchen locker auf dem Bäumchen verteilen.

Wer mag, filzt noch einen Stern für die Christbaumspitze. Am besten auf einer Sizoflorlage.

Material für Christbaumschmuck (Bild: a.sansone)

fertiges Christbäumchen aus Nadelfilz (Bild: a.sansone)

So, jetzt wisst ihr wie ihr einen netten Weihnachtsmann/Santa Claus als Dekoration basteln könnt, ja sogar eine Santa Claus Brigade kann es werde, aber von Santa Claus habt ihrr Null Ahnung?
Na, das lässt sich locker ändern.

Mit ein wenig Muße weiterlesen und blättern ... Viel Spaß dabei.

Noch ein bisschen Information zum Santa Claus gefällig?

Ist Santa Claus wirklich nur eine von Coca Cola erfundene Figur? Oder ist er heidnischen Ursprungs? Manche behaupten sogar er wohne im Schwarzwald. Folgen Sie den Spuren des Weihnachtsmanns.

Abgesehen vom jährlich stattfindenden Wettstreit: "Wer bringt die Geschenke - Weihnachtsmann oder Christkind", ist vielen Menschen unklar, wo Santa Claus eigentlich herstammt. Eine Spurensuche nach dem dickbäuchigen, gutmütig wirkenden und rot gekleideten älteren Herrn mit seinem "Ho-ho-ho"?
Oder eben der Abstammung des netten gefilzten kleinen Mannes, den ihr selbst gebastelt habt.
Kommt er aus Amerika? Gibt es einen Unterschied zwischen Santa Claus und Nikolaus? Wie unterscheidet man die beiden? Wo wohnen Santa Claus und seine Rentiere? Kann man ihn vielleicht sogar besuchen? Mal sehen, welche Antworten sich finden lassen.
Immer die Holländer ...

Den Grundstein für den heutigen Santa Claus legte die Niederländische Westindien-Kompanie. Holländische Auswanderer brachten nach Amerika nicht nur adventlichen Tee und Spekulatius mit, sondern auch den Brauch ihres Sinterklaas. Sinterklaas, alias St. Nikolaus wurde übrigens auch gleich Schutzpatron von Neu-Amsterdam, ab dem 07. September 1664 nur mehr bekannt unter dem Namen New York.

Hier nahm die weltweite Erfolgsstory von Santa Claus ihren Ausgang. Allerdings wurde ein wenig am Kostüm gearbeitet, was leider immer noch zu einiger Verwirrung führt. Drum sei hier einmal festgehalten, wie Nikolaus sich von Santa Claus/Weihnachtsmann rein äußerlich unterscheidet.

Zur Unterscheidung Santa Claus - Nikolaus - Weihnachtsmann etc. lest bitte hier weiter:

Und wo bleibt der kleine rotnasige Rudolph?

Keine Bange, dessen Herkunft ist um Einiges leichter zu klären. Es ist aber keine sehr ruhmreiche Geschichte für den ersten Herausgeber der Geschichte, denn dieser, ein wohlbetuchtes Kaufhaus, versuchte einen seiner Angestellten, noch dazu einen armen alleinerziehenden Vater, ums Ohr zu hauen.

Im Jahre 1938 liegt Robert Lewis Mays Frau Evelyn mit Krebs im Sterben. Um seiner vierjährigen Tochter Barbara Trost zu spenden, erzählt er ihr jeden Abend eine Geschichte über ein kleines Rentier, das ein Außenseiter ist.

1939 entschloss sich die Kaufhauskette Montgomery Ward aus Chicago ein kleines Malbuch für Kinder herauszugeben. An Mays Arbeitsstelle waren die gereimte Geschichte um Santa Claus und das kleine Rentier und das daraus entstandene Einzelexemplar reihum bekannt. Man erinnerte sich im Folgejahr an diese Geschichte und beschloss diese Story als kleines illustriertes Bilderbuch zu Weihnachten zu verkaufen.

Es wurde ein Renner, ein Bestseller. May bekam allerdings nur eine Pauschalsumme dafür.

 

Originalausgabe

Originalausgabe

Robert L. May musste einen jahrelangen Kampf um seine Rechte an "Rudolph, The Rednosed Reindeer" ausfechten. Erst im Mai 1947 gingen nach langem Streit die Urheberrechte an May zurück.

Mehr dazu hier

Adele_Sansone, am 17.10.2014
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Bildquelle:
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