Ohne richtiges Utensil geht einmal gar nichts.....

Die ganzen Rezepte nützen nichts, wenn du nicht die richtigen Utensilien hast. Für ein Fondue braucht man zunächst nämlich unbedingt ein Rechaud. Ein Rechaud? Klingt exotisch, äh... französisch... Ja, aber ist nicht kompliziert. Ein Rechaud ist nichts anderes als eine Wärmequelle für den Tisch, die die Suppe, den Käse oder was auch immer du verwendest, warm hält. In der Regel ist das entweder mit Gas betrieben, oder auch eine offene Flamme, neuerdings gibt es da auch Elektrogeräte. Darauf muss der Topf, in dem die Tunke warm gehalten wird. Am günstigsten ist es, wenn du dir dafür gleich ein Fondueset besorgst. Fonduesets kosten nicht die Welt und sind recht praktisch, weil der Topf zum Rechaud passt, kleine, lange Gabeln dabei sind, um die Beilagen eintauchen zu können und oft auch Schüsseln und Teller, denn die meisten Leute bevorzugen beim Fondue geteilte Teller mit kleinen Einkerbungen, um die Speisen praktisch zu trennen, obwohl das nicht unbedingt notwendig ist.

Darauf achten musst du nur, dass du den richtigen Topf für das richtige Fondue verwendest. Für das Käsefondue zum Beispiel ist ein Keramiktopf gut geeignet. Für Öl- oder Suppenfondues zum Beispiel muss der Topf aus Metall sein, weil die Tunke da weiterkochen soll und nicht nur warm gehalten. Aber bei den Sets steht ja auch dabei, für welche Fonduearten sie geeignet sind.

Nun zu den Rezepten......

Aber noch schnell vorab: Bei den meisten Fondues wird die Tunke am Herd zubereitet, danach erst auf dem Rechaud warm gehalten. Sie auf dem Rechard direkt zuzubereiten dauert ewig!

1. Käsefondue

Das Käsefondue ist vermutlich die älteste Fondueart. Und wer hat's erfunden? - Die Schweizer natürlich. Käsefondue kannst du im Prinzip fertig kaufen, also in einer Packung, die du dann nur mehr rühren und schmelzen musst, aber natürlich ist es selbst gemacht schon besser. Hier ein erprobtes Rezept vom richtigen, klassischen Schweizer Käsefondue: 

Käsefondue (Bild: Stephi 2006 / Flickr)

  • Reibe den Fonduetopf zunächst großzügig mit Knoblauch ein, das Innere natürlich.
  • Dann gieß 300 ml Weißwein in den Topf und erwärme ihn langsam.
  • Ist er heiß, so gib nach und nach 600 g fein geriebenen Schweizer Käse (zum Beispiel Emmentaler oder Gruyere oder auch gemischt) dazu, sodass dieser langsam schmelzen kann.
  • Verrühre 2 EL Kirschschnaps mit 1 EL Speisestärke und gib auch das dazu.
  • Während das Ganze nochmals aufkocht, kannst du nach Geschmack mit gepresstem Knoblauch, Muskat, Paprika, Pfeffer und/oder Chili würzen. 

Dann kannst du den Topf auf den Rechaud stellen und diesen aufdrehen oder anzünden. Und los geht es! Mit den Gabeln spießt man die diversen Zutaten auf und tunkt sie in den geschmolzenen Käse. Die Zutaten solltest du natürlich schon vorher in bissgerechte Happen schneiden.

Klassisch fürs Käsefondue sind Weißbrotwürfeln (Baguette), aber auch gekochte Kartoffeln sind lecker, Auch Gemüse wie Paprika, Zwiebeln, Tomaten, Pilze etc schmecken gut mit dem Käsefondue. Einfach ausprobieren, alles ist möglich, je nach Geschmack.

2. Öl- oder Fettfondue, auch Fondue Bourguignonne genannt

Fondue bourguignonne (Bild: ceronne / Flickr)

Das klassische Fondue Bourguignonne, das Burgunder Fondue, stammt, wie der Name schon sagt, aus Frankreich. Inzwischen ist es etwas aus der Mode geraten, nachdem Menschen generell immer mehr auf ihre Linie achten und es nicht gerade eine kolorienarme Fonduemethode ist, aber das ist das Käsefondue ja auch nicht wirklich. Beim Ölfondue wird einfach Öl direkt am Tisch im Fonduetopf erhitzt und jeder kann dann verschiedene Fleischsorten, Würsteln, Gemüse, Fisch etc, alle Zutaten, die wieder vorher zurechtgeschnitten wurden, auf die Gabeln spießen und im heißen Fett garkochen. Dazu gibt es meist noch verschiedene Salate und Saucen. Darauf achten musst du nur, dass das Öl auch geeignet ist. Gut sind zum Beispiel Soja-, Erdnuss- oder Sonnenblumenöl. 

Tipp zu den Saucen:

Natürlich kannst du fertige Saucen wie Ketchup, Mayo, Barbecuesauce etc kaufen, aber Saucen sind schnell selbst zusammen gerührt. 

15 tolle, fonduetaugliche und wirklich einfache Diprezepte findest du in meinem Artikel: 50 einfache Rezepte für Partysnacks

Auch Ketchup kannst du im Prinzip selbst machen: Ketchup - Informationen, Gesundheitsfaktor und Rezept

Die leckeren Saucen sind der Grund, warum Leute beim Fondue gerne geteilte Teller verwenden.

3. Suppen/Brühen Fondue

Erstaunlicher Weise stammt diese Art des Fondues aus dem asiatischen Raum, aus China und Japan, wo schon viel länger als bei uns klare Suppe in der Mitte des Tisches im Feuertopf plaziert wird, und die Esser ihre Fleisch- oder Fischstücke in der Brühe selbst garen. Dort werden auch gerne Teigtaschen gereicht, die man in der Suppe garen kann. 

Fondue (Bild: jluster / Flickr)

Für das Suppenfondue kannst du je nach Geschmack jede klare Brühe/Suppe verwenden. Möchtest du Fisch reichen, dann empfiehlt sich natürlich eine Fischbrühe. Für gemischte Fleischsorten kann man zum Beispiel eine neutrale Gemüsebrühe verwenden. Aufpassen musst du, wenn Vegetarier mitessen, denn die brauchen natürlich dann ihren eigenen Topf mit Gemüsesuppe, denn teilen ist schwierig, wenn die anderen Teilnehmer ihr Fleisch im Topf versenken.

Du findest tolle und einfache Rezepte für klare Suppen/Brühen in meinem Artikel: 35 wirklich einfache Suppenrezepte für warme Suppen

Für das Suppenfondue eignen sich sämtliche Fleischsorten, Gemüse, Würstchen, Fisch, Seafood etc, alles, was man kochen kann. Dazu passen am besten Salate, Brot und natürlich wieder leckere Dips.

Der ultimative Tipp für Suppenfondues für den Tag danach:

Heb die Suppe auf! Nachdem alle ihre Fleisch- und Gemüsestücke darin gegart haben, hat sie echt einen tollen Geschmack. Du kannst am nächsten Tag eine Eintropfsuppe machen (Mehl mit Ei verquirren und eintropfen und ein paar Minuten kochen lassen) oder mit einer anderen Einlage servieren. Super lecker!

4. Weinfondue

Nicht für Kinder geeignet ist ein Weinfondue. Im Prinzip ist es so wie das Suppenfondue, nur werden die Zutaten in Wein gegart. Das funktioniert sowohl mit Rot-, als auch mit Weißwein. Dazu werden genauso Saucen, Brot und Salate gereicht. Getrunken wird am besten der Wein, der auch im Fondue verwendet wird.

Den Wein erwärmst du einfach. Weißwein kannst du toll mit etwas Zucker, Pfeffer, Koriander und Piment abschmecken, zu Rotwein passt Rosmarin und Lorbeer, um dem Ganzen einen zusätzlichen Kick zu geben. 

5. Schokoladefondue

Fondue De Chocolate @ Al Moretto (Bild: brunobucci / Flickr)

Schokofondue ist wirklich lecker. Einfach 3 Tafeln Schokolade mit 1 Becher Schlagobers/Sahne langsam schmelzen, am besten im Wasserbad. Das ist schon alles. Wenn du möchtest, kannst du das noch mit einem Schuß Orangenlikör oder Orangensaft verfeinert, oder auch mit etwas Chili, denn Chili und Schoko ist eine tolle Kombination. Zum Eintunken schneidest du verschiedene Früchte. Du kannst auch Schnitten, Nüsse, Kekse und Marshmellows dazu reichen.

Tipp für romantische Stunden: Als besonders aphrodisierend gelten Feigen, Ananas, Datteln und Mango. 

 

Viel Spaß beim Nachkochen und Guten Appetit!

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