Wenn Sie nach Lösungen gegen den Winterblues suchen, bekommen Sie, gerade im Internet, eine Unmenge an Ratschlägen. Oft geht es darum, das fehlende Licht zu ersetzen. Was natürlich nicht falsch ist.

Das fehlende Licht ist nun mal der Hauptgrund dafür, dass der Körper weniger von dem Glücksbotenstoff Serotonin, dafür aber mehr von dem Schlafhormon Melatonin produziert.

Es gibt eine Reihe von Lampen, die das Lichtdefiziet durch künstliches Licht ersetzen sollen und die auch wirklich sinnvoll sind.

Für eine Lichttherapie, wie man sie z.B. bei einer richtigen Depression anwendet, setzt man zertifizierte Lichttherapiegeräte ein, die eine Lichtintensität von 2500 bis zu 10 000 Lux haben. Eine normale Lampe, mag sie auch noch so hell sein, bringt hier nicht den gewünschten Effekt.

Aber es geht natürlich auch im Herbst und im Winter nichts über Bewegung an der frischen Luft.

Hier kommt es jetzt auf die richtige innere Einstellung an:

Wenn Sie sich beim Anziehen schon aufregen, dass Sie zwei Pullover mehr anziehen müssen … und dann noch die Jacke drüber ziehen und … ach nee …das ist ja alles so unbequem, kann irgendwie keine richtige Vorfreude auf einen Spaziergang aufkommen, oder?

Draußen ist es dann so kalt … und die Nässe dringt schon durch die ersten Schichten der Kleidung … und rutschig ist es auch noch.

Also spätestens dann kommen viele auf die Idee, wieder zurückzugehen und sich auf die Couch zu legen.

Es geht aber auch anders!

Der Herbst und auch der Winter haben so viel zu bieten an Farben und Formen oder auch an Gerüchen und neuen Gaumenfreuden. Sie müssen allerdings Ihre Sinne dafür öffnen und sozusagen auf Entdeckungstour gehen.

Es müssen ja nicht unbedingt stundenlange Wanderungen sein. Wenn das nicht "Ihr Ding" ist, bringt es auch nichts, wenn Sie sich dazu zwingen.

Aber dann sollten Sie halt lieber öfter mal raus und z.B. in der Mittagspause mal um den Block gehen oder eben kürzere Spaziergänge einlegen. Vielleicht folgen die längeren Ausflüge ja dann von ganz alleine ;-)

Spaß im Winter (Bild: pixabay)

Achtung

Eine Depression ist eine ernst zu nehmende Krankheit. Wenn Ihre Stimmungstiefs sehr lange anhalten und/oder sie der Meinung sind, dass diese Tiefs nicht mehr (nur) auf die "dunkle Zeit" zurückzuführen sind, sollten Sie auf jeden Fall mit einem Arzt darüber reden.

Meine Tipps für Herbst und Winter

Ideal für diese Zeit sind "Highlights", die Sie sich sonst nur selten oder gar nicht gönnen. Sei es aus Zeitmangel (wobei das ja oft nur eine Ausrede ist) oder weil Sie es sich schlichtweg einfach nicht allzu oft leisten können.

Das können beispielsweise Saunabesuche sein, Massagen oder auch ganze Wellnesswochenenden. Hören Sie einmal ganz tief in sich hinein. Sie kennen Ihre Bedürfnisse.

Ich nehme mir solche Sachen im Vorfeld, sprich im Spätsommer oder im Frühherbst schon vor und male mir dann alles in den schönsten Farben aus. Auf diese Weise kommt dann hin und wieder sogar ein bisschen Vorfreude auf.

Es gibt aber auch noch andere Dinge, mit denen Sie Ihre Stimmung im Herbst und im Winter ein wenig heben können:

Gut gelaunt durch die dunklen Tage

Gut gelaunt durch die dunklen Tage (Bild: pixabay)

Farben, Musik und die richtigen Düfte

- Auch wenn es draußen dunkler ist, muss nicht alles grau in grau sein. Gerade in dieser Zeit sollten Sie darauf achten, dass Sie sich mit Farben umgeben.

- Musik zum Entspannen ist immer gut. Aber ab und zu kann es auch mal ein bisschen flotter sein. Wenn Sie dann womöglich noch anfangen ein wenig zu tanzen, verfliegt die miese Stimmung ganz schnell.

Düfte sind einfach ideal, um auf andere Gedanken zu kommen. Sie glauben gar nicht, wie sehr der Geruchssinn mit der Erinnerung zusammenhängt. Sinnvoll sind dann natürlich solche Düfte, die Sie an den Sommer erinnern, wie z.B. Jasmin oder Bergamotte.

 

Mein Favorit für gute Stimmung ist übrigens Lavendel. Das regt mich so schön zum Träumen an.

Am besten Sie experimentieren ein wenig und probieren verschiedene Düfte aus. Jeder verbindet schließlich etwas anderes mit einem bestimmten Duft.

Gesunde Ernährung ist wichtig. Hin und wieder mal richtig zu schlemmen aber auch.

 

Im Herbst und im Winter sollten Sie noch etwas mehr als sonst auf vitaminreiche Kost achten. 

ABER:

Was ist die Adventszeit ohne Glühwein, Lebkuchen oder was sonst noch dazugehört? Wohl dem, der auf all das verzichten kann. Ich kann's nicht:-).

Ich denke, wenn man sich solche Leckereinen bewusst gönnt, und es (natürlich) nicht übertreibt, geht das schon in Ordnung.

Ein schlauer Mensch hat einmal gesagt: "Übergewicht frisst man sich nicht zwischen Weihnachten und Neujahr an, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten".

Wenn Sie sonst auf gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung achten, brauchen Sie auch kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Sie sich mal ein paar Kalorien mehr gönnen. Denn gerade dieses schlechte Gewissen ist es doch, was Sie dann noch mal so richtig runterzieht. Oder?

Ausreichende Bewegung, aber auch mal richtig faul sein

Sicher ist es wichtig, dass Sie sich so oft wie möglich an der frischen Luft bewegen. Erstens, weil Bewegung nun mal gut tut und der schlechten Laune entgegenwirkt, zweitens um möglichst viel natürliches Licht zu tanken.

Genau so wichtig ist es aber auch, dass Sie es sich mal so richtig gemütlich machen und die heimelige Wärme genießen. 

Sie müssen dabei ja nicht unbedingt den Fernseher einschalten.Obwohl gegen einen guten Film ab und an auch nichts spricht. Nur eben keine "Dauerberieselung".

Allerdings ist es auch die optimale Zeit für ein gutes Buch, eine leckere Tasse Tee, einen Spieleabend oder um mal wieder ein paar nette Gespräche zu führen. 

monros, am 16.07.2013
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Bildquelle:
Fotografie Kerstin Schuster (Herbstallerlei - kochen, backen, essen, trinken, Feste feiern im He...)

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