Kaltschaummatratze - Vorteile und Nachteile

Kaltschaummatratzen werden, wie der Name bereits vermuten lässt, aus aufgeschäumtem Material hergestellt. Dieses Material nennt sich Polyurethan, das mit Sauerstoff angereichert in Form von großen Blöcken gebracht wird. Hieraus erfolgt dann erst der Zuschnitt zu Matratzen. Kaltschaummatratzen passen sich sehr gut an jede Körperform an, ohne Einbuße an die notwendige Stützfunktion. Als Wertmaß für gute Liegeeigenschaften sollten Sie stets auf die Deklaration des Raumgewichts achten. Je höher die Raumdichte ist, desto bessere Liegeeigenschaften sind bei dieser Matratze zu erwarten. Um sicherzugehen, dass Ihre Wirbelsäule nachts nicht durchhängt, ist ein Raumgewicht-Wert (RG) von mindestens 40 anzuraten. Dieser Wert gibt allerdings keinen Aufschluss über die Härte einer Matratze. Die Festigkeit wird über den Härtegrad (H3, H4 etc.) ausgewiesen. Was Sie hinsichtlich des Härtegrades beachten sollten, erfahren Sie gesondert in diesem Artikel. Galt es noch vor Jahren als erstrebenswert, sich nachts möglichst hart zu betten, empfiehlt man nach neueren Erkenntnissen eine der Körperform angepasste weichere Matratze.

Kaltschaummatratzen besitzen meist so eine gute Anpassungsfähigkeit und sorgen damit für eine optimale Entlastung der Wirbelsäule während des Schlafs. Darüber hinaus kann ein qualitativ gutes Lattenrost die Vorzüge dieser Matratzenart noch unterstützen. Kaltschaummatratzen werden inzwischen immer häufiger von Discountern angeboten. Sie sollten sich jedoch hier nicht zu vorschnell zu einem Kauf verleiten lassen. Haben Rollmatratzen erst einmal ihre eigentlich vorgesehene Form angenommen, wird es schwierig einen Fehlkauf beim Discounter wieder loszuwerden. Was zuvor noch praktisch in fast jedem Kofferraum passte, ist nun sperrig und der Transport wird fast unmöglich.

Kaltschaummatratzen geben beim nächtlichen Hin- und Herdrehen in der Regel keine störenden Geräusche von sich. Das kompakte Material sorgt für eine wohlig warme Schlafunterlage. Nur wer stark schwitzt, könnte unter Umständen nicht ganz so glücklich mit einer Kaltschaummatratze werden.

Federkernmatratze - Vorteile und Nachteile

Die Vorteile einer Federkernmatratze aufzuzeigen stellt sich schon etwas schwieriger dar. Diese Matratzen sind im Gegenteil zu Kaltschaummatratzen für stark schwitzenden Personen eher geeignet. Darüber hinaus sollte man auch die Liegeeigenschaften der verschiedenen Federnkernmatratzen beachten.

Eine Bonell-Federkernmatratze enthält in der Regel weniger Federn als eine Taschenfederkernmatratze, was sich neben noch anderen Faktoren bereits auf das Liegeverhalten der Matratze auswirkt. Bonell-Federkernmatratzen eignen sich nur für leichtgewichtige Personen, die gerne weich liegen. Die Punktelastizität bleibt bei dieser Matratzenart auf der Strecke. Da das Federkerngeflecht miteinander verbunden ist, und meist nur eine kaum geräuschdämmende Umhüllung umgeben ist, werden die Geräusche bei Bewegungen von geräuschempfindlichen Personen als recht unangenehm empfunden. Wer sich destotrotz für eine Federkernmatratze interessiert, sollte daher besser zu einer Taschenfederkernmatratze greifen. Hier sind die einzelnen Federn in Gewebetaschen eingearbeitet, die nicht nur die Bewegungsgeräusche dämmen, dies erhöht auch die Punktelastizität, da die einzelnen Federn auf Druck besser reagieren.

Noch besser wirkt sich dieser Effekt bei einer Tonnentaschenfederkernmatratze aus. Auch diese tonnenförmigen Stahlfedern sind ebenso in einzelne Taschen eingearbeitet. Die Punktelastizität wird hier gegenüber normalen Taschenfederkernmatratzen jedoch noch getoppt. Taschenfederkernmatratzen eigenen sich besonders für Bauch- und Rückenschläfer. Die Luftdurchlässigkeit von Federkernmatratzen ist als klarer Vorteil anzusehen. Das kommt einem guten Schlafklima natürlich sehr zugute. Auch in Bezug auf die Haltbarkeit ist eine Federkernmatratze zu empfehlen. Aufgrund des verwendeten Materials und der Verarbeitungsmerkmale sollten insbesondere Allergiker auf die Deklaration des Herstellers achten. Für sie könnte die Atmungsaktivität nachteilig sein, denn eingelagerte Hautschuppen bieten optimale Lebensbedingungen für Hausstaubmilben.

So werden Kaltschaummatratzen hergestellt - ein interessanter Film nicht nur für Kinder!

Ein Matratzen-Test liefert umfassende Informationen - Stiftung Warentest schickt Matratzen auf den Prüfstand

Gut beraten sind Sie beim Kauf einer neuen Matratze, wenn Sie sich zuvor einen Matratzen-Test anschauen. Unabhängige Testinstitute wie Stiftung Warentest, liefern einen guten Überblick über gängige Matratzenarten verschiedener Hersteller und eine Einschätzung auf den Liegekomfort. Auch das Lesen von Kundenmeinungen kann oft sehr hilfreich sein. Als Informationsquelle eignet sich unter anderem der Online-Händler Amazon.de. Gut informiert lässt sich das Risiko eines Fehlkaufs deutlich verringern. Sollte sich dennoch nach dem Kauf eine Unzufriedenheit einstellen, so besteht zumindest beim Kauf über das Internet innerhalb einer bestimmten Fristen ein Rückgaberecht. Wie sich dies beim Kauf in einem Matratzenfachhandel gestaltet, sollten Sie unbedingt vorher erfragen.

Weitere Links rund um das Thema Matratze:

Amazon-Matratzenberater

Taschenfederkernmatratzen Test

Matratzenhärtegrad - die Unterschiede

Kindermatratzen Test - unglaubwürdige Versprechen und bedenkliche Inhaltstoffe

Text © Edelgard Kleefisch

Elli, am 18.04.2014
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