Die Kartoffel - mehr als nur eine Speisekartoffel

 

Kartoffeln kennt jedes Kind.

Doch was ist eigentlich eine Kartoffel? Hauptsächlich werden die Kartoffeln als Speisekartoffeln verwendet. Sie sind aus der Küche nicht mehr wegzudenken, immerhin lassen sich aus Kartoffeln vielseitige Gerichte zaubern.

Die Speisekartoffel - die im Übrigen auf den wohlklingenden Namen Solanum tuberosum "getauft wurde - zählt zur Gattung der Nachtschattengewächse. Die Kartoffel kann durchaus als Gemüse bezeichnet werden, wie Tomaten, Auberginen oder auch Paprika, die ebenfalls zu den Nachtschattengewächsen gezählt werden.

Der Speisekartoffel wird ein hoher Nährwert zugeschrieben. So enthält eine Kartoffel wertvolles Vitamin C, die Vitamine B1 und B2 als auch Eisen, Phosphor, Kalium, Magnesium und Proteine. Leicht verdaulich ist die Kartoffel überdies und außerdem ein wichtiger Energieversorger. Kartoffeln sind sehr ballaststoffreich und stecken voller Kohlenhydrate. All dies macht die Kartoffel zu einem gesunden und hochwertigen Nahrungsmittel, welches zudem sehr kalorienarm ist.      

Die Kartoffel ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel, wenngleich auch die Kartoffelpflanze an sich nicht unbedingt nahrhaft ist. Im Gegenteil, sie enthält Giftstoffe. Doch selbst der Verzehr der Kartoffel könnte unter Umständen bedenklich sein. 

Kartoffelarten und Kartoffelsorten

Es gibt unterdessen zahlreiche Kartoffelsorten. Schier unmöglich hier die einzelnen Arten der Kartoffeln alle aufzuzählen, denn es müssen unterdessen an die 5500 Kartoffelarten sein. Ebenso gibt es unterschiedliche Reifeeigenschaften und Veredlungssorten.

Sicherlich haben Sie schon einmal von Frühkartoffeln gehört oder gelesen und wahrscheinlich ebenfalls von mittelfrühen Kartoffelsorten oder Spätkartoffeln. Sogar die Knollenform, die Farbe und Festigkeit der Kartoffelschale und die "Fleischfarbe" der Kartoffel, sind je nach Art und Sorte unterschiedlich. Experten können die verschiedensten Kartoffelsorten anhand dieser Merkmale identifizieren und auseinanderhalten. Für Verbraucher und Kartoffelgenießer scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit.

Jede Hausfrau, die gerne kocht, jeder Hobbykoch und ein solcher, der es werden möchte, sollte allerdings den jeweiligen "Kochtyp" der Kartoffel kennen. Kartoffeln werden in drei Kochtypen unterteilt.

Welcher Kartoffel-Typ für welche Kartoffelgerichte?

 

Typ A ist die festkochende Kartoffel. Festkochende Kartoffeln schmecken als Pellkartoffeln und Bratkartoffeln und als leckeres Kartoffelgratin.

Die festkochenden Kartoffeln sind ebenfalls für die Zubereitung von Kartoffelsalaten geeignet.

Typ B wird die vorwiegend festkochende Kartoffelsorte genannt, welche gleichermaßen für die Zubereitung von Brat- oder Pellkartoffeln geeignet ist. Überdies ebenso für die unterschiedlichsten Eintöpfe, herrliche Aufläufe und als Suppeneinlage. Aus den vorwiegend festkochenden Kartoffeln lassen sich herrlich knusprige Kartoffelpuffer und Rösti zubereiten.

Typ C ist die mehlig kochende Kartoffelsorte, die gerne genommen wird, wenn es einmal besonders schnell gehen soll. Allerdings besitzen die mehlig kochenden Kartoffeln einen sehr hohen Stärkegehalt, was zur Folge hat, dass die Kartoffeln beim Kochen platzen können. Überdies sind sie relativ trocken. Daher eignen sich mehlig kochende Kartoffeln am Besten als Stampfkartoffeln für ein sämiges Kartoffelpüree - auch Kartoffelbrei genannt. Reibekuchen und Kartoffelpuffer lassen sich aus der mehlig kochenden Kartoffelsorte ebenso herstellen, wie Kartoffelkroketten. Als Beilage in Eintöpfen ist diese Kartoffelsorte überdies auch geeignet.     

Über Kartoffeln und Kartoffelgerichte
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Die Kartoffel zweckentfremdet - Kartoffeln als Stempel

 

Kartoffeln sind nicht nur zum Essen da. Mit Kartoffeln lässt sich so manch ein Kunstwerk entwerfen. Werfen Sie Kartoffeln nicht fort, wenn sie diese nicht mehr in der Küche verwenden möchten.

Gerade in der kalten Jahreszeit ist Basteln angesagt. Basteleien im Herbst und Bastelstunden im Winter sind immer eine willkommene Abwechslung für Kinder.

Auch mit Kartoffeln kann "gebastelt" werden.

Haben Sie schon einmal Kartoffeln als Stempelersatz verwendet?

Probieren Sie es aus, es ist ganz einfach und wird auch die Kleinen begeistern.

Hübsche Druckmotive mit Kartoffelstempeln

Nehmen Sie hierfür besonders große Kartoffeln und halbieren Sie diese. Entscheiden Sie sich für ein hübsches Stempelmotiv, was leicht aus der Kartoffel geschnitzt werden kann.

Nachdem Sie sich für ein Motiv entschieden haben, schneiden Sie die Kartoffel dementsprechend zurecht, bis das gewünschte Motiv erkennbar ist. Ältere Kinder können das Schnitzen des Kartoffelmotivs auch selbst übernehmen, sofern sie sicher im Umgang mit Messern sind. Bleiben Sie jedoch unbedingt dabei, wenn Ihr Kind mit dem Messer hantiert, denn dieses sollte schon scharf und spitz genug sein, um die Kartoffel zu bearbeiten. 

Fällt Ihnen auf Anhieb kein Motiv für Ihren Kartoffelstempel ein, nehmen Sie stattdessen einfach ihre Ausstechform zu Hand und drücken sie die Plätzchenausstechform fest in die Kartoffel. Schon haben Sie das passende Motiv und können es herausschneiden.

Anschließend benötigen Sie Farben. Dies können normale Wasserfarben oder Plakatfarben sein, sofern sie den Kartoffelstempel nur auf Papier oder Pappkarton anwenden möchten. Sollten Sie hingegen T-Shirts oder Tischdecken, Taschen oder Stoffe mit den Kartoffelstempelmotiven verzieren wollen, sollten Sie dementsprechende Stoffmalfarben benutzen.

Kartoffeldruck - so leicht geht es

Kartoffelmotiv bearbeiten

 

Mit Kartoffelstempeln lassen sich schöne Geschenkideen herstellen und Ihre Kinder werden mit Begeisterung eifrig am Werk sein.

Kartoffeln als Heilmittel

 

Kartoffeln können gleichfalls als Heilmittel sehr wirksam sein. Es muss nicht immer teure Medizin gekauft werden, denn Kartoffeln sind sicherlich immer in jeder Küche zu finden.

Eine Kartoffelkur könnte helfen, wenn Sie Stoffwechselprobleme haben. Die Kartoffelsuppenkur reguliert den Stoffwechsel und entlastet den Darm. Überdies sollte hin und wieder einmal ein Kartoffeltag eingelegt werden, um die Entwässerung zu förden und somit das Herz zu entlasten.  

Leiden Sie unter Kopfschmerzen oder geschwollenen Augen sorgen aufgelegte, rohe Kartoffelscheiben für Linderung.

Kartoffelbrei schmeckt nicht nur, er wirkt auch bei Sehnenscheidenentzündung, Durchblutungsstörungen, Rheumaschmerzen, Blasenentzündungen und Bauchkrämpfen. Hierfür streichen Sie nur den frisch zubereiteten Kartoffelbrei auf ein trockenes Leinentuch fingerdick auf, schlagen dieses um und legen den noch warmen Kartoffelumschlag auf die betroffene Körperstelle.

Hinweis: Wenn die Beschwerden, gleich welcher Art, länger andauern, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Die o.g. Vorschläge können wirksam sein, müssen allerdings nicht bei jedem Patienten Erfolg erzielen.

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Die Kartoffel als Reinigungsmittel

 

Auch dafür eignet sich die Kartoffel, ob Sie es glauben oder nicht.

Rohe Kartoffelschalen bringen Ihre Edelstahlspüle wieder auf Hochglanz. Es ist ganz einfach und spart teure Putzmittel. Sie müssen nur Ihre Edelstahlspüle mit einer halbierten, rohen Kartoffel ausreiben und im Anschluss mit einem weichen, trockenen Tuch nachpolieren. Ebenso bekommen Sie Ihre Spiegel wieder sauber.

Und was ist mit Ihrer Thermoskanne? Hat diese einen unansehnlichen Belag, der von den Rückständen des Kaffees oder Tees herrührt?

Dann ran an die Kartoffel, schälen, in kleine Stücke schneiden und in die Thermoskanne füllen. Nun müssen Sie die Flasche nur noch ordentlich schütteln, damit die klein geschnittenen Kartoffeln auch ihre Putzarbeit verrichten können. Anschließend die Kartoffeln aus der Thermoskanne entfernen und die Kanne ordentlich mit Wasser ausspülen. Das Ergebnis kann sich gewiss sehen lassen. Probieren Sie es aus.

Ihr Silberbesteck ist beschlagen, stumpf, glanzlos? Putzen Sie dieses mit einer rohen Kartoffel und schauen Sie, was passiert.

  

Hinweis: Für die "Funktionalität" der vorgestellten Reinigungstipps mit Kartoffeln ist die Autorin nicht verantwortlich.

KreativeSchreibfee, am 16.09.2011
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Bildquelle:
Sabine Kranich (Die lila Kartoffel, eine bunte Zutat in der Küche)

Autor seit 6 Jahren
294 Seiten
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